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Trennung
#1
Trennung

Wir sind getrennt! Und immer nimmermehr erreicht
Mein Seufzer dich! So muß es mir begegnen,
Daß, während Lenzesblüten niederregnen,
Durch mein verschmachtend Herz der Winter streicht.

Die Trennung ist’s, der jeder Zauber weicht!
Ich möchte Kinder, Vögel, Pflanzen segnen,
Entflammten sie den Wunsch nicht, den verwegnen,
Zu töten, was nicht dir, Entfernte, gleicht.

Mir ward durch dich die Welt mit ihrer Pracht
Ein einz’ger Stern in schwarz umwölkter Nacht,
Und ach, wie hoffnungslos ich nach ihm weine?

Ist’s Tröstung, daß von seinem fernen Scheine
Gereift, noch eine zweite Welt, wie keine
Je ward geschaut, in meinem Geist erwacht.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.


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