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Frühling
#1
Frühling

Wenn Tränen aus dem Aug’, dem blauen, tauen,
An üpp’gen Lippen mit Verlangen hangen,
Das bleicht der jugendlichen Wangen Prangen; -
Drum wollt’ ich nie mehr schöne Frauen schauen.

Mein Haus wollt’ ich auf luft’gen Auen bauen; -
Da ließ ich mich von Liederschlangen fangen,
Die mich zu zärtlichem Umfangen zwangen,
Doch nie mehr wollt’ ich diesen Schlauen trauen.

Nun ist der Frühling über Nacht erwacht,
Es lassen sich auf duft’gem Flieder nieder
Waldvöglein, die von Wunderdingen singen!

Nun fürcht ich fast, daß auch die Pracht, entfacht
In meiner Brust – daß mich die Lieder wieder
Und auch die Fraun in ihren Schlingen fingen.


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Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
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