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An mein Herz
#1
An mein Herz

Was soll, o Herz, dein pochend wildes Schlagen?
Ach, daß ich trage dich noch unter’m Kleide,
Ein feurig schwert in einer rost’gen Scheide! –
Ich mußt’ es oft, ach oft, sehr oft beklagen!

Wann wirst du je der Hoffnung dich entschlagen,
Die wie der Stern auf eine trübe Haide
Hinabblickt, ewig fern? O schwelg’ im Leide,
Das Alter predigt: Schön sei das Entsagen!

„Noch ist’s so jung!“ – spricht des Verstandes Zunge,
Wenn das wir Jugend, Götterjugend nennen,
Wo Löwenkraft sich eint mit Adlerschwunge.

Doch ewig auf und ab im Käfig rennen,
Nie heben dürfen sich zum Riesensprunge –
Da mußt du, Herz, langsam und still verbrennen!


.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.


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