28.05.2026, 08:40
Karl Friedrich Litzlkirchner
1802 - ?
Auf dem Lande
Zu B......g an der Isar
I.
Mein Dörfchen du, mit deinen heitern Gründen,
Mit deinen waldbekränzten Hügelreihen!
In deine Marken flücht’ ich mein Erfreuen,
Den längst entfloh’nen Frieden mir zu finden!
Was kann das Herz, das wildbewegte, binden,
Was kann’s zur schönen Heimath schöner weihen,
Und was ihm Kraft und Leben wieder leihen,
Als eines stillen Friedens froh Empfinden?
Hier unter Gottes freiem, reinem Himmel,
Hier schweiget des Gemüthes Kampfgetümmel,
Hier ist des Müden längst ersehnter Port!
Und ist des Lebens Sturm vorbeigegangen,
Und hält den Sänger Todesnacht umfangen;
Sein letztes Freudenlied verklinge dort!
II.
Da liegt sie still vor mir des Frühlings Aue,
Vom Frieden Gottes freundlich überweht.
Wohin ihr, trunkne Augen, immer seht,
Ihr staunt hinaus zum schönen Weltenbaue!
Und wie die Welt sich spiegelt in dem Thaue,
Der über tausend Blüthen hingesät
(Ich stehe still in sinnendem Gebet
Und schau’ hinauf in’s endlos heitre Blaue):
So strahlt des Schöpfers Vatergüte wieder
Entzückend mir in der gerührten Brust,
Des heil’gen Augenblickes sich bewußt.
Vom Auge fällt der Schleier mir herab,
Und sieghaft stehend über Tod und Grab
Stürm’ ich in meine Lyra Jubellieder!
.
1802 - ?
Auf dem Lande
Zu B......g an der Isar
I.
Mein Dörfchen du, mit deinen heitern Gründen,
Mit deinen waldbekränzten Hügelreihen!
In deine Marken flücht’ ich mein Erfreuen,
Den längst entfloh’nen Frieden mir zu finden!
Was kann das Herz, das wildbewegte, binden,
Was kann’s zur schönen Heimath schöner weihen,
Und was ihm Kraft und Leben wieder leihen,
Als eines stillen Friedens froh Empfinden?
Hier unter Gottes freiem, reinem Himmel,
Hier schweiget des Gemüthes Kampfgetümmel,
Hier ist des Müden längst ersehnter Port!
Und ist des Lebens Sturm vorbeigegangen,
Und hält den Sänger Todesnacht umfangen;
Sein letztes Freudenlied verklinge dort!
II.
Da liegt sie still vor mir des Frühlings Aue,
Vom Frieden Gottes freundlich überweht.
Wohin ihr, trunkne Augen, immer seht,
Ihr staunt hinaus zum schönen Weltenbaue!
Und wie die Welt sich spiegelt in dem Thaue,
Der über tausend Blüthen hingesät
(Ich stehe still in sinnendem Gebet
Und schau’ hinauf in’s endlos heitre Blaue):
So strahlt des Schöpfers Vatergüte wieder
Entzückend mir in der gerührten Brust,
Des heil’gen Augenblickes sich bewußt.
Vom Auge fällt der Schleier mir herab,
Und sieghaft stehend über Tod und Grab
Stürm’ ich in meine Lyra Jubellieder!
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Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.

