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La Cloche fêlée
#1
La Cloche fêlée

II est amer et doux, pendant les nuits d'hiver,
D'écouter, près du feu qui palpite et qui fume,
Les souvenirs lointains lentement s'élever
Au bruit des carillons qui chantent dans la brume.

Bienheureuse la cloche au gosier vigoureux
Qui, malgré sa vieillesse, alerte et bien portante,
Jette fidèlement son cri religieux,
Ainsi qu'un vieux soldat qui veille sous la tente!

Moi, mon âme est fêlée, et lorsqu'en ses ennuis
Elle veut de ses chants peupler l'air froid des nuits,
II arrive souvent que sa voix affaiblie

Semble le râle épais d'un blessé qu'on oublie
Au bord d'un lac de sang, sous un grand tas de morts
Et qui meurt, sans bouger, dans d'immenses efforts.
#2
Als Nachdichtung von
Therese Robinson


Das Fass des Hasses

Der Hass ist bleicher Danaiden Fass;
Umsonst mag Rache mit den rauhen Händen
Ins weite Dunkel ohne Unterlass
Aus grossen Eimern Blut und Tränen senden,

Geheim durchbohrt ein Dämon das Gelass,
Und Schweiss und Blut von tausend Jahren schwänden,
Selbst wenn die Opfer, neubelebt vom Hass,
Aufs neue bluten müssten und verenden.

Dem Trinker gleicht der Hass, dem in Spelunken
Mit jedem Schluck der wildre Durst erwacht
Und sich der Hydra gleich verhundertfacht.

Doch weiss der Trinker, wenn er hingesunken,
Wer ihn besiegt; des Hasses Straf und Bann,
Dass er nicht unterm Tische schlafen kann.


.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
#3
In der Umdichtung von
Stefan George


Die gesprungene Glocke

Wie süss und herb ists in der winternacht
Zu lauschen wenn des feuers wolken ringeln ·
Wenn ferner zeit erinnrung leis erwacht
Bei den geläuten die im nebel klingeln.

Beglückt die glocke die mit starkem schlunde
Trotz ihres alters heiter und mit macht
Gebet ertönen lässt aus frommem munde
Wie alte krieger vor dem zeit auf wacht!

Ich – meine seele sprang .. und wenn betrübt
Zum trost sie nächtig sich in liedern übt
So hallt es oft wie dumpfes röcheln dessen

Den man verwundet auf dem feld vergessen ·
Der unter dichtem leichenschwarm verdirbt
Und regungslos in grossen nöten stirbt.



.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.


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