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Le Coucher du Soleil Romantique
#1
Le Coucher du Soleil Romantique

Que le soleil est beau quand tout frais il se lève,
Comme une explosion nous lançant son bonjour!
— Bienheureux celui-là qui peut avec amour
Saluer son coucher plus glorieux qu'un rêve!

Je me souviens!... J'ai vu tout, fleur, source, sillon,
Se pâmer sous son oeil comme un coeur qui palpite...
— Courons vers l'horizon, il est tard, courons vite,
Pour attraper au moins un oblique rayon!

Mais je poursuis en vain le Dieu qui se retire;
L'irrésistible Nuit établit son empire,
Noire, humide, funeste et pleine de frissons;

Une odeur de tombeau dans les ténèbres nage,
Et mon pied peureux froisse, au bord du marécage,
Des crapauds imprévus et de froids limaçons.
#2
Als Nachdichtung von
Therese Robinson


Romantischer Sonnenuntergang

Wie schön der jungen Sonne Aufwärtsschweben!
Ihr Morgengruss schiesst Flammen in den Tag.
Beglückt, wer sie in Liebe grüssen mag,
Wenn traumhaft schön sie sich der Nacht ergeben!

Ich weiss ja, ich sah Blumen, Quell und Tal
Erblühn wie kranke Herzen, wo sie funkelt ...
Auf, kommt zum Horizont, bevor es dunkelt,
Noch zu erhaschen einen schrägen Strahl!

Jedoch umsonst, der schöne Gott entgleitet,
Die mächtige Nacht hat schon ihr Reich bereitet.
Das voller Grauen, finster, kalt und feucht.

Ein Moderhauch wallt auf im dunklen Lande.
Indes mein scheuer Fuss am Sumpfesrande
Auf Schnecken tritt, erschreckte Kröten scheucht.


.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
#3
In der Umdichtung von
Stefan George


Der Untergang der romantischen Sonne

Wie schön ist doch die frisch erwachte sonne!
Mit flammenausbruch wünscht sie frohen tag.
Glückselig wer in liebe grüssen mag
Auch ihren Untergang · ein traum an wonne!

Ich weiss noch .. alles: blumen quelle thal
Vor ihr erstanden wie ein herz das hämmert ..
Zum horizont! auf! eilen wir! es dämmert ·
Lasst uns noch haschen einen schiefen strahl!

Jedoch umsonst – die Göttin niedergleitet ·
Unwiderstehlich sich die nacht verbreitet
Schwarz feucht verhängnisvoll und schreckenreich.

Es scheint als ob ein grabhauch auf ihr laste
Und ängstlich stösst mein fuss an dem moraste
Versteckte kröten schnecken kalt und weich.



.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.


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