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Lersch, Heinrich: Mensch im Eisen
#1
Heinrich Lersch
1889 - 1936


Mensch im Eisen

Mein Tagwerk ist im engen Kesselrohr
Bei kleinem Glühlicht knieend krumm zu sitzen,
An Nieten hämmernd, in der Hitze schwitzen,
Verrußt sind Aug’ und Haar und Ohr,

Nur noch ein kleiner Menschenkraftmotor
Bin ich, dess’ Hebel, meine Arme, flitzen,
Ich will die Adern mit dem Messer ritzen:
Dampf stößt, statt roten Blutes Strahl, hervor.

O Mensch, wo bist du? Wie ein Käfertier
Im Bernstein eingeschlossen, hockst du rings im Eisen,
Eisen umpanzert dich mit schießendem Gewirr.

Im Auge rast die Seele arm und irr.
Heimweh heult wahnsinnswild, Heimweh weint süße Weisen
Nach Erde, Mensch und Licht! Schrei lauter, Mensch im Eisen!


.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
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