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Die Menge
#1
Die Menge

Glückselig heißen jene blinden Thoren,
Die selten nur besucht sind von Gedanken,
Die manchen wachen unheilsvoll umranken,
Hohnsäuselnd ihm: Zu früh – zu spät geboren!

Dem Schwarme geht ein Sonnentag verloren,
Kein Sturm des Hoffens neigt ihn je zum Schwanken;
Und will ihm einmal gar die Seele kranken:
Zum Schutzgeist hat er froh den Leib erkoren!

Euch könnte wohl der Weisere beneiden,
Denn ihr erfüllet auch des Lebens Sendung,
Das er umsonst des Schleiers will entkleiden.

Doch, Menge, mit hoffärtiger Verblendung
Belächle nie der wen’gen Großen Leiden:
Bist Mörtel nur nach ihres Bau’s Vollendung!


.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.


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