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Dunkle Stunden
#1
Dunkle Stunden
An R. C.



“Was lohnt es sich, dies Leben auszuleben,
Wo Lust und Leid sind hohle Seifenschäume,
Drauf ewig schillern bunte Hoffnungsträume,
Die wie ein kurzer Blitz so schnell entschweben?

Wofür, o Mensch, ist all dein rastlos Streben?
Betrachte jene mürr’schen Fichtenbäume:
Ob sie dir einst für hohe Weltenräume
Wohl noch ein dumpf verschloß’nes Häuschen geben?“

So fragt das Herz in seinen dunkeln Stunden,
Wenn ihm ein Hoffnungsblüthchen welkte wieder,
Wenn es sich wieder einmal selbst gefunden. –

O Freund, der hohe Himmel drückt uns nieder:
Wenn erst der letzte Himmelsstern entschwunden,
Dann jauchzen wonneselig alle Lieder!


.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.


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