12.05.2026, 09:03
Karl Friedrich Litzlkirchner
1802 - ?
Süßer Wahn
Im Herzen trag’ ich still ein holdes Wähnen,
Als wär’ ich nah dem letzten Athemzuge
Und losgebunden schon vom Erdentruge,
Der mich umstrickt mit dumpfem, düsterm Sehnen.
Als läg’ vor mir das Land des Himmlischschönen,
Folg’ ich der Heil’gen glanzumfloss’nem Zuge,
Und schweb’ von Stern zu Stern im Seraphfluge
Und lausch’ des All’s melodisch süßen Tönen.
Die Jungfrau seh’ im Strahlenkranz ich prangen,
Und Gnade lächeln aus der Engelmiene;
Ein heil’ger Schauer hält mich süß umfangen.
Da ward das ird’sche Auge mir gebunden.
Noch nicht vollendet ist des Sünders Sühne,
Und Traum nur ist’s in süßen Geisterstunden!
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1802 - ?
Süßer Wahn
Im Herzen trag’ ich still ein holdes Wähnen,
Als wär’ ich nah dem letzten Athemzuge
Und losgebunden schon vom Erdentruge,
Der mich umstrickt mit dumpfem, düsterm Sehnen.
Als läg’ vor mir das Land des Himmlischschönen,
Folg’ ich der Heil’gen glanzumfloss’nem Zuge,
Und schweb’ von Stern zu Stern im Seraphfluge
Und lausch’ des All’s melodisch süßen Tönen.
Die Jungfrau seh’ im Strahlenkranz ich prangen,
Und Gnade lächeln aus der Engelmiene;
Ein heil’ger Schauer hält mich süß umfangen.
Da ward das ird’sche Auge mir gebunden.
Noch nicht vollendet ist des Sünders Sühne,
Und Traum nur ist’s in süßen Geisterstunden!
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Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.

