08.07.2026, 08:26
Julius Rodenberg
(eig. Levy)
1831 – 1914
Ave Maria!
Habt ihr gesehen das Bildnis der Madonne,
Wie sich die Hände träum’risch bittend heben,
Wie um den Mund das menschlich süße Beben,
Das Spätroth glüht gesunkner Erdenwonne?
Das Aug’ ein klarer, lichterfüllter Bronne,
Darüber letzte Schatten leis verschweben, -
Indes wie Ahnung von zukünftgem Leben
Um’s Haupt schon zuckt der Glanz aufgehnder Sonne.
So war ihr Angesicht in hehren Stunden,
Wenn sie im Dämmern saß mit holdem Schmachten,
Und Heimathweh ihr liebes Herz empfunden.
Wenn Engel, knieend still zu ihren Füßen,
Ihr aus der Heimath schöne Lieder brachten,
Und ihr in’s Auge sahen, sie zu grüßen.
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(eig. Levy)
1831 – 1914
Ave Maria!
Habt ihr gesehen das Bildnis der Madonne,
Wie sich die Hände träum’risch bittend heben,
Wie um den Mund das menschlich süße Beben,
Das Spätroth glüht gesunkner Erdenwonne?
Das Aug’ ein klarer, lichterfüllter Bronne,
Darüber letzte Schatten leis verschweben, -
Indes wie Ahnung von zukünftgem Leben
Um’s Haupt schon zuckt der Glanz aufgehnder Sonne.
So war ihr Angesicht in hehren Stunden,
Wenn sie im Dämmern saß mit holdem Schmachten,
Und Heimathweh ihr liebes Herz empfunden.
Wenn Engel, knieend still zu ihren Füßen,
Ihr aus der Heimath schöne Lieder brachten,
Und ihr in’s Auge sahen, sie zu grüßen.
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Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.

