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Interregnum
#1
Interregnum

Enttäuscht mußt' ich vom Heißgeliebten scheiden,
Und stumm nun pocht mein Herz in mattern Schlägen,
Es naht kein Sturm, die Brust mir zu bewegen,
Doch wähnet nicht, mein Los sei zu beneiden.

Entsetzlich dünkt mich's: dauernd Liebe meiden,
Drum groll' ich dieser Rast, der schläfrig-trägen,
Längst wünscht' ich: Möchte Gluth aufs neu sich regen!
Nach Liebe seufz' ich, müßt' ich neu auch leiden.

Ob, was mich bannt, auch Liebeshuld mir wehre,
Ob nie sich lohne mein entbranntes Werben
Und nie mir winke schmeichelndes Gekose:

Ich trag' es gern, nur nicht dies liebelose,
Graufarb'ge Nichts, dies dämmrig-dumpfe Sterben,
Nur nicht des Herzens grauenvolle Leere!
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.


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