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Itzt will ich in den Wald / und mit Dianen jagen!
#1
Itzt will ich in den Wald / und mit Dianen jagen!
Ich lieb' / und das ich lieb / gefält mir selber nicht;
dann Lieb' ist solch ein Tuhn / das alles guhte bricht /
mein Elend ist zu groß; Ich muß mich damit plagen /

das mein Gewissen krenckt / und stets Verlangen tragen
nach dem / das mir nicht wird: die böse Liebes Gicht /
die grimme Tobessucht / hat mich so zugericht /
daß ich nicht ich mehr bin; Itzt will ich ihr entsagen /

so viel ich immer kan / dan ungegründte Trew
läst nimmer friedsam seyn / und bringt zu späte Rew;

Sie ist ein fressend Fewr / und frisst sich nimmer satt /
ist blind / ist Wind / und brent / ist ein Verderb der Jugend /
sie ist ein guhtes Bös' und lasterhaffte Tugend;
doch sey sie / wie sie wol / mich macht sie faul und matt.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.


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