Joseph Friedrich Lentner
1814 - 1852
Die Taube und der Wanderer
Frei nach dem Französischen
Wanderer
Wie, in des Frühlings wonnenvollen Tagen
Bist, Täubchen, du so traurig und allein?
Sag’ an, was sollen deine stillen Klagen,
Wo alle andern Vöglein sich erfreu’n?
Täubchen
Nicht wundert’s mich, daß du magst also fragen.
Wohl nimmer werd’ ich froh und glücklich seyn.
Der Jäger hat lieb Männlein mir erschlagen;
Drum bin ich, ach! verlassen und allein.
Wanderer
Und du kannst noch in diesem Walde ruh’n?
Du fürchtest nicht, daß dich der Jäger fände,
Den Todespfeil auch deinem Herzen sende?
Täubchen
Ach nein, ach nein! Zur Qual ist mir das Leben.
O mög’ der Wilde bald den Tod mir geben!
Thut er es nicht, so wird mein Schmerz es thun!
.
1814 - 1852
Die Taube und der Wanderer
Frei nach dem Französischen
Wanderer
Wie, in des Frühlings wonnenvollen Tagen
Bist, Täubchen, du so traurig und allein?
Sag’ an, was sollen deine stillen Klagen,
Wo alle andern Vöglein sich erfreu’n?
Täubchen
Nicht wundert’s mich, daß du magst also fragen.
Wohl nimmer werd’ ich froh und glücklich seyn.
Der Jäger hat lieb Männlein mir erschlagen;
Drum bin ich, ach! verlassen und allein.
Wanderer
Und du kannst noch in diesem Walde ruh’n?
Du fürchtest nicht, daß dich der Jäger fände,
Den Todespfeil auch deinem Herzen sende?
Täubchen
Ach nein, ach nein! Zur Qual ist mir das Leben.
O mög’ der Wilde bald den Tod mir geben!
Thut er es nicht, so wird mein Schmerz es thun!
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Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.

