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Grenzsteine
#1
Grenzsteine

Entflohn der grauen Wüste der Gedanken,
Wo „bleich“ der Mond, die Luft ist trocken heiß,
Und wo die Stirn erfrischt kein Myrthenreis,
Und keiner frischen Quelle lachend Schwanken:

Seh’ ich nun wieder Blumen mich umranken;
Gesichter, rosigroth und Lilienweiß,
Erblick’ ich wieder, und ich singe Preis
Dem neuen Leben und den alten Schranken.

Mit den modernen Philosophenfragen
Verlor ich ein’ge meiner Lebenslenze,
Einspinnend mich in düst’re Winterklagen.

Die großen Kinder tragen Narrenkränze;
Will nicht moderne Denkerkäppchen tragen,
Ich lebe froh und kenne meine Grenze.


.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.


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