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Dräxler-Manfred, Carl Ferdinand: Wehmut
#1
Carl Ferdinand Dräxler-Manfred
1806 - 1879


Wehmuth

Ich küßte dich in sel'gen Augenblicken,
Da faßte Wehmuth mich und stilles Weinen,
Daß diese Lippen ewig nicht die meinen,
Wehmuth, die durch kein Gleichniß auszudrücken.

Denn wenn der Goldschmid sich von seinen Stücken
Verkaufend trennt, von seinen Edelsteinen,
Mag er sie immer nennen noch die seinen,
Weil er zu formen sie gewußt, zu schmücken.

Mich aber drückt, wenn ich mich von dir trenne,
Ein ewiges Entbehren und ein Darben;
Und nicht einmal ein Zeichen deinem Munde

Vermag ich aufzudrücken, daß man kenne,
Was meine Lippen einst von dir erwarben,
Und wie dein Herz mit meinem war im Bunde.


.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.


Nachrichten in diesem Thema
Dräxler-Manfred, Carl Ferdinand: Wehmut - von ZaunköniG - 06.06.2024, 09:41

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