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Sonnets 017
#3
In der Übersetzung von
Johann Gottlob Regis



XVII.

Wer glaubt wohl künftig an mein Lied, erfüllet
Von deinem höchsten Wert? – Der Himmel zwar
Weiß, nur ein Grab ist’s. das dein Leben hüllet,
Nicht halb dein Erbteil schildernd wie es war. –

Schrieb ich die Schönheit deiner Augenlichter,
In frischen Weisen jeden Reiz von dir,
Die Nachwelt spräch: ein Lügner ist der Dichter,
So himmlisch blickt kein Erdenauge hier.

So wäre dann, Greisen gleich von minder Witz als Worten,
Mein Blatt, vergilbt an ihrem Alter, schon
Zu Spott, dein gutes Recht ein Dichterwahnsinn worden,
Aus einem alten Sang ein übertrieb’ner Ton!

Doch, hättest du ein Kind um jene Zeit,
Zwiefach wär’st du, in ihm, und meinem Reim erneut.


.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.


Nachrichten in diesem Thema
Sonnets 017 - von ZaunköniG - 13.08.2007, 00:10
RE: Sonnets 017 - von ZaunköniG - 26.02.2023, 01:12
RE: Sonnets 017 - von ZaunköniG - 06.07.2024, 04:52
RE: Sonnets 017 - von ZaunköniG - 01.12.2024, 11:55
RE: Sonnets 017 - von ZaunköniG - 05.02.2025, 11:24
RE: Sonnets 017 - von ZaunköniG - 22.05.2026, 01:12

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