26.05.2026, 08:57
Franz Litterscheid
1854 - 1921
Tod und Mensch
Nur kurze zeit ist uns zur Lebensreise
Auf Erden hier durch Gottes Wort gegeben,
Kaum haben wir erkannt das wahre Leben,
Tönt schon des Grabgesanges trübe Weise.
Und in des Lebens wechselvollem Kreise,
Wo drohend stete schlünde uns umgeben,
Muß da nicht unser Geist in Bangen schweben,
Ob er der wandlung würdig sich erweise?
Nein! In des Lebens buntem Freudenschwalle,
- Und säh’ er rings die ganze Welt erblassen, -
Denkt nie der Mensch, daß er einst selbst zerfalle.
Er will es nicht mit seinem Geiste fassen,
Daß Kindermund ihm eins Gebete lalle,
Wenn seinen Leib man in das Grab gelassen!
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1854 - 1921
Tod und Mensch
Nur kurze zeit ist uns zur Lebensreise
Auf Erden hier durch Gottes Wort gegeben,
Kaum haben wir erkannt das wahre Leben,
Tönt schon des Grabgesanges trübe Weise.
Und in des Lebens wechselvollem Kreise,
Wo drohend stete schlünde uns umgeben,
Muß da nicht unser Geist in Bangen schweben,
Ob er der wandlung würdig sich erweise?
Nein! In des Lebens buntem Freudenschwalle,
- Und säh’ er rings die ganze Welt erblassen, -
Denkt nie der Mensch, daß er einst selbst zerfalle.
Er will es nicht mit seinem Geiste fassen,
Daß Kindermund ihm eins Gebete lalle,
Wenn seinen Leib man in das Grab gelassen!
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Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.

