03.06.2026, 09:36
Übersetzung von
Alexander Neidhardt
1819-1908
XVIII.
Soll ich vergleichen dich dem Sommertag,
Da du doch holder und beständ'ger bist?
Der Sturm entblättert oft die Blüth' im Hag,
Der Sommer selbst hat allzu kurze Frist,
Zu heiß oft scheint das Äug' am Himmelszelt,
Verdüstert oft sein liebliches Azur —
Sieh wie das Sch8ne oft vom Schönen fällt
Durch Zufall oder Wechsel der Natur!
Dein ew'ger Sommer aber welke nie,
Nie fallend von der Schönheit, die dein Theil;
Tod prahle nicht: sein Schatten bleiche sie —
Lebst du in meinem Lied doch jederweil!
Solang ein Herz noch schlägt, ein Auge sieht,
Leb' auch, dir Leben gebend, dies mein Lied!
.
Alexander Neidhardt
1819-1908
XVIII.
Soll ich vergleichen dich dem Sommertag,
Da du doch holder und beständ'ger bist?
Der Sturm entblättert oft die Blüth' im Hag,
Der Sommer selbst hat allzu kurze Frist,
Zu heiß oft scheint das Äug' am Himmelszelt,
Verdüstert oft sein liebliches Azur —
Sieh wie das Sch8ne oft vom Schönen fällt
Durch Zufall oder Wechsel der Natur!
Dein ew'ger Sommer aber welke nie,
Nie fallend von der Schönheit, die dein Theil;
Tod prahle nicht: sein Schatten bleiche sie —
Lebst du in meinem Lied doch jederweil!
Solang ein Herz noch schlägt, ein Auge sieht,
Leb' auch, dir Leben gebend, dies mein Lied!
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Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.

