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Dach, Simon: Der Mensch klagt jetzt die Nacht...
#1
Simon Dach                          
1605 - 1659


Der Mensch klagt jetzt die Nacht, das Meer klagt seine Winde,
Durch die es rasend wird vnd auff vnd abwerts steigt,
Der Wald den wilden Frost, wann jhm sein Safft vertreugst,
Sein Laub entfellt, sein Baum trägt nichts als Aest vnd Rinde,
 
Das Feld des Regens Macht. Herr Schröder, ich befinde
Daß nichts von dem euch kränckt: nicht Nacht, die Sonne zeigt
Sich euch ja selbst; nicht Wind, die Lufft, so an euch fleugt,
Ist sanffter, als der West, der vmb den Lentz gelinde
 
Das Land erquickt; nicht Frost, wer liebt, dem feuret nicht,
Noch Regen; denn der fellt bey keiner Sonnen Liecht.
Drumb lebet jhr in Rhue vnd lasst euch nicht bewegen.
 
Bekehrt in Gott vnd Euch vnd ewren Auffenthalt;
Es finde sich dabey der Mensch, das Meer, der Wald
Vnd alles Feld beschwert durch Nacht, Wind, Kältt’ vnd Regen.
 
 
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.


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