27.06.2026, 11:55
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Rudolf Bartels
1872 - 1943
Kinder mit Laternen
Früh kommt die blaue Stunde; schon um sechs
wird 's dunkel uf den Straßen. Die Fassaden
ergrauen und es schließt der letzte Laden
im Städtchen. In der Mitte dieses Flecks
ist noch ein ungewohntes buntes Treiben:
Die Kinder zünden unter ersten Sternen,
die hoch am Himmel blinzeln, die Laternen
für ihren Umzug an. Aus Fensterscheiben
dringt nur vereinzelt ihnen Licht entgegen.
Es gibt im Ort nur Umzügler und Schläfer,
wie 's scheint. Die Kinder singen auf den Wegen.
Die Nacht bricht ein, Die Sicht verliert die Tiefe.
Gleicht deser Zug aus Himmelsperspektive
nicht einer Prozession Johanniskäfer?
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Rudolf Bartels
1872 - 1943
Kinder mit Laternen
Früh kommt die blaue Stunde; schon um sechs
wird 's dunkel uf den Straßen. Die Fassaden
ergrauen und es schließt der letzte Laden
im Städtchen. In der Mitte dieses Flecks
ist noch ein ungewohntes buntes Treiben:
Die Kinder zünden unter ersten Sternen,
die hoch am Himmel blinzeln, die Laternen
für ihren Umzug an. Aus Fensterscheiben
dringt nur vereinzelt ihnen Licht entgegen.
Es gibt im Ort nur Umzügler und Schläfer,
wie 's scheint. Die Kinder singen auf den Wegen.
Die Nacht bricht ein, Die Sicht verliert die Tiefe.
Gleicht deser Zug aus Himmelsperspektive
nicht einer Prozession Johanniskäfer?
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Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.

