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Der wartende Hirt.
#1
Der wartende Hirt.
(Nach Lope da Vega.)



O Hirt, der du mit süßer Liebesflöte
Mich wecktest aus des Sündenschlafes Blende,
Der du auchh mir sie bot'st, die blut'gen Hände,
Als dich das Kreuz, dein Hirtnstab , erhöhte;

O neig' dein Ohr dem reuigen Gebete;
Zu mir, mein Hirt, mein Hort, dein Antlitz wende,
Der ich viel Seel' und Leben jetzt verpfände,
Daß ich fortan in deine Spur nur trete.

Ach, laß dich, treuer Hirte, gnädig finden,
Geh nicht vorüber taub für meine Klagen!
Erschrick nicht Sünderfreund, ob meinen Sünden;

O, warte mein, zur Heerde mich zu tragen!
Ach ja, ich seh's, du lässt mich nicht dahinten:
Ist ja dein Fuß zum Warten festgeschlagen!


.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.


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