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Ich trog dir dennoch . . .
#1
Ich trog dir dennoch . . .

Die starken Zähne grubst du knirschend tief
In meiner Schulter marmorkühle Haut . . .
Und ich, von Schmerz geschüttelt, stöhnte laut,
Indeß mein Blut in deine Hände lief . . .

In deine Hände, zitternd, wie verhalten,
Dann immer rascher rann der dunkle Strahl . . .
Und küssend trankst du meine tiefste Qual
Aus meines Blutes lodernden Gewalten . . .

Doch ob ich, schwankend zwischen Tod und Leben,
Erstickt in sinnverlorner Küsse Grab,
Dir, wunderschöner Tiger, mich gegeben . . .

Ob ich mein Haar auch um den Hals dir gab,
Daß es mit seidnen Ketten uns vereinte . . .
- Ich trog dir dennoch. - Ein Erinnern weinte. -
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.


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