28.04.2026, 09:00
Joseph Friedrich Lentner
1814 - 1852
Der Nibelungen Saal
im Königsbau zu München
Seyd mir gegrüßt, ihr hohen Nibelungen,
Ihr Heldenbilder in des Königs Saal!
Wie euch des Sklaven kühner Geist gesungen,
So pranget ihr in lichtem Farbenstrahl.
Chriemhilden hält hier Siegfried hold umschlungen;
Dort blickt Brunhilde stolz auf den Gemahl,
Und Hagen trotzt von wilder Rach’ durchdrungen;
Der wackre Völker prüft der Zither Schall.
Und Rüd’ger, Dietrich, all’ die edlen Degen,
Wie steh’n sie groß und herrlich vor mir da,
Und blicken kühn voll Leben mir entgegen!
Als euch, ihr hehren Bilder all’, ich sah,
Fühlt’ ich in mir ein unnennbares Regen,
Und euern Zeiten wähnet’ ich mich nah!
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1814 - 1852
Der Nibelungen Saal
im Königsbau zu München
Seyd mir gegrüßt, ihr hohen Nibelungen,
Ihr Heldenbilder in des Königs Saal!
Wie euch des Sklaven kühner Geist gesungen,
So pranget ihr in lichtem Farbenstrahl.
Chriemhilden hält hier Siegfried hold umschlungen;
Dort blickt Brunhilde stolz auf den Gemahl,
Und Hagen trotzt von wilder Rach’ durchdrungen;
Der wackre Völker prüft der Zither Schall.
Und Rüd’ger, Dietrich, all’ die edlen Degen,
Wie steh’n sie groß und herrlich vor mir da,
Und blicken kühn voll Leben mir entgegen!
Als euch, ihr hehren Bilder all’, ich sah,
Fühlt’ ich in mir ein unnennbares Regen,
Und euern Zeiten wähnet’ ich mich nah!
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Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.

