08.05.2026, 09:49
Heinrich Lersch
1889 - 1936
Ich war von Weltweh krank
Nun preß ich deinen Kopf in meine Hände;
Und schließe deinen Mund mit meinem Munde zu.
Nun schlägt das Herz hart an der Rippen Wände,
Aufblüht die Seele aus der dunklen Ruh.
Du läßt nicht los, die Lippe zittert: „Du!“
Dein Atem! Das ist: Höchster Sehnsucht Brände
Kühlender Hauch. Dein Kuß ist: Schicksalswende!
Ich steig aus Erden-Ekel Gottes Himmeln zu.
Dein Mund: Firne über Firne, vom Blau
Des Himmels angehaucht. Dein Mund:
Des Meeres Ewigkeit. Dein Mund: die ewige Frau!
Ich war von Weltweh krank und lebenswund.
Da kamst du, Heilige! Liebtest mich! Durch deinen Mund
Schloß Gott und Welt und Mensch mit mir den Bruderbund.
.
1889 - 1936
Ich war von Weltweh krank
Nun preß ich deinen Kopf in meine Hände;
Und schließe deinen Mund mit meinem Munde zu.
Nun schlägt das Herz hart an der Rippen Wände,
Aufblüht die Seele aus der dunklen Ruh.
Du läßt nicht los, die Lippe zittert: „Du!“
Dein Atem! Das ist: Höchster Sehnsucht Brände
Kühlender Hauch. Dein Kuß ist: Schicksalswende!
Ich steig aus Erden-Ekel Gottes Himmeln zu.
Dein Mund: Firne über Firne, vom Blau
Des Himmels angehaucht. Dein Mund:
Des Meeres Ewigkeit. Dein Mund: die ewige Frau!
Ich war von Weltweh krank und lebenswund.
Da kamst du, Heilige! Liebtest mich! Durch deinen Mund
Schloß Gott und Welt und Mensch mit mir den Bruderbund.
.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.

