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Das Genie
#1
Das Genie
(Veranlaßt durch ein Sonett von Emil Deschamps)

Ich lese sinnend das Sonett zuweilen,
Mit dem an Camoes sich Tasso wendet
Und ihm vom Ruhm der Zeit die Hälfte spendet,
Wie in ein Reich zwei Könige sich teilen.

Doch beide hat das Los mit gift’gen Pfeilen
Verfolgt, da dieser sein Gedicht vollendet
Im Irrenhaus und jener ihm gesendet
Aus dem Spitale seine Antwortzeilen.

Wie mancher mißt sich heut mit diesen Riesen
Und will verkannt, wie Tasso unterdrückt sein,
Und elend gleich dem großen Portugiesen!

Doch scheint mir, daß die Ähnlichkeit mit diesen,
Daß der Beruf durch Hunger und Verrücktsein
Und Verseschreiben keineswegs bewiesen.


.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
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