04.05.2026, 08:09
Von der Tragik des Genies
...Und doch ward das Genie von jenem Greisen
Bettler von Chios bis zu unsern Tagen
verkannt, gehetzt von Hunger, Not und Plagen,
wie die Annalen jedes Volks beweisen.
Vielleicht die größten Dichter sind’s und Weisen,
die ungekannt dem Elend unterlagen
und unerforscht wie die erhabnen Fragen
der goldnen Sterne, die am Himmel kreisen.
Doch sind’s nicht jene lärmenden Genossen,
die ihre Schmerzen aus beredtem Munde
auf Markt und Gassen vor der Welt ergossen.
Nicht kokettierend mit der eignen Wunde,
nein, stolz und trotzig in sich selbst verschlossen
und lautlos gehn die Besten oft zugrunde.
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...Und doch ward das Genie von jenem Greisen
Bettler von Chios bis zu unsern Tagen
verkannt, gehetzt von Hunger, Not und Plagen,
wie die Annalen jedes Volks beweisen.
Vielleicht die größten Dichter sind’s und Weisen,
die ungekannt dem Elend unterlagen
und unerforscht wie die erhabnen Fragen
der goldnen Sterne, die am Himmel kreisen.
Doch sind’s nicht jene lärmenden Genossen,
die ihre Schmerzen aus beredtem Munde
auf Markt und Gassen vor der Welt ergossen.
Nicht kokettierend mit der eignen Wunde,
nein, stolz und trotzig in sich selbst verschlossen
und lautlos gehn die Besten oft zugrunde.
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Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.

