Gestern, 08:35
Es galt mir nie als Heimatland die Erde,
Stets bin ich fremd durchs Weltgewühl gegangen;
Mir weckte nie noch sehnendes Verlangen,
Was ihr erstrebt mit wichtiger Gebärde.
Mich lockt nur eins: daß nicht die Welt gefährde,
Was Höchstes in der Brust mir aufgegangen;
Als Priester hüt’ ich treulich und mit Bangen
Die heil’ge Glut auf reinem Seelenherde.
Und schau’ ich all die hastende Bewegung,
Den heißen Drang, das ungestüme Sehnen,
Den Kampf um Geld und Gut, um Rang und Ehren,
Dann steh’ ich stumm und lächle sonder Regung
Und spreche gleich dem Hehrsten der Hellenen:
„Wie viel, wie viel, mein Herz, kannst du entbehren!“
Stets bin ich fremd durchs Weltgewühl gegangen;
Mir weckte nie noch sehnendes Verlangen,
Was ihr erstrebt mit wichtiger Gebärde.
Mich lockt nur eins: daß nicht die Welt gefährde,
Was Höchstes in der Brust mir aufgegangen;
Als Priester hüt’ ich treulich und mit Bangen
Die heil’ge Glut auf reinem Seelenherde.
Und schau’ ich all die hastende Bewegung,
Den heißen Drang, das ungestüme Sehnen,
Den Kampf um Geld und Gut, um Rang und Ehren,
Dann steh’ ich stumm und lächle sonder Regung
Und spreche gleich dem Hehrsten der Hellenen:
„Wie viel, wie viel, mein Herz, kannst du entbehren!“
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.

