27.06.2026, 14:38
Max Slevogt
1868 - 1932
Ansicht von Frankfurt 1911
Geschwärzt stehn die Alleen wie von Ruß.
In Grau zeigt sich das Altstadtpanorama.
Am Main dehnt sich im Vordergrund ein warmer
gelb-beiger Strand. Der Himmel bleibt difus
und unterbindet jeden Schattenwurf.
Die meisten Schiffe liegen fest vertäut
am Ufer, wo nur einzeln, weit verstreut
die Menschen gehen, denn der Hund bedurft
des Ausgangs - oder was sonst nötig scheint.
In dicker Kleidung, eingehüllt wie Larven,
sind sie den nackten Bäumen mehr vereint
als andern Menschen, so als sei's ihr Wille
selbst Herbst zu werden, Winter, schließlich Stille,
um eingehüllt in Wolken lang zu schlafen.
.
1868 - 1932
Ansicht von Frankfurt 1911
Geschwärzt stehn die Alleen wie von Ruß.
In Grau zeigt sich das Altstadtpanorama.
Am Main dehnt sich im Vordergrund ein warmer
gelb-beiger Strand. Der Himmel bleibt difus
und unterbindet jeden Schattenwurf.
Die meisten Schiffe liegen fest vertäut
am Ufer, wo nur einzeln, weit verstreut
die Menschen gehen, denn der Hund bedurft
des Ausgangs - oder was sonst nötig scheint.
In dicker Kleidung, eingehüllt wie Larven,
sind sie den nackten Bäumen mehr vereint
als andern Menschen, so als sei's ihr Wille
selbst Herbst zu werden, Winter, schließlich Stille,
um eingehüllt in Wolken lang zu schlafen.
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Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.

