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Le Rebelle
#1
Le Rebelle

Un Ange furieux fond du ciel comme un aigle,
Du mécréant saisit à plein poing les cheveux,
Et dit, le secouant: «Tu connaîtras la règle!
(Car je suis ton bon Ange, entends-tu?) Je le veux!

Sache qu'il faut aimer, sans faire la grimace,
Le pauvre, le méchant, le tortu, l'hébété,
Pour que tu puisses faire à Jesus, quand il passe,
Un tapis triomphal avec ta charité.

Tel est l'Amour! Avant que ton coeur ne se blase,
À la gloire de Dieu rallume ton extase;
C'est la Volupté vraie aux durables appas!»

Et l'Ange, châtiant autant, ma foi! qu'il aime,
De ses poings de géant torture 1'anathème;
Mais le damné répond toujours: «Je ne veux pas!»
#2
Als Nachdichtung von
Therese Robinson


Der Rebell

Ein Engel stürzt sich wie ein Aar zur Erde
Und rauft des Glaubenslosen Haar voll Grimm:
»Ich will, dass dem Gesetz Gehorsam werde!
Dein guter Engel bin ich, drum vernimm:

Du sollst sie lieben ohne Widerstreiten,
Die arm und schlecht sind, blöd und kranken Bluts,
Damit du vor dem Herrn dereinst kannst breiten
Prunkvoll den Teppich deines Edelmuts.

Denn das ist Liebe! Sorg' eh' sie entschwindet,
Dass stets dein Herz in Gott Verzückung findet,
Das ist der ewigen Wollust Sinn und Sein!«

Der Engel wahrlich züchtigt, den er liebt,
An dem Verdammten seine Faust er übt;
Doch immer sagt der Gottverfluchte: »Nein!«


.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
#3
In der Umdichtung von
Stefan George


Der Empörer

Ein engel wütend fährt aus wolkenschichten ·
Er packt mit harter faust den bösewicht ·
Er schüttelt ihn: erkennst du deine pflichten?
Ich wills · hör zu! dein guter engel spricht.

Zu lieben hast du ohne mundverzerren
Wer arm und schlecht und blöd und lahm dir naht
Damit du breiten kannst vor Gott dem Herren
Den ehrenteppich deiner guten that.

So ist die liebe, eh dein herz verflache
An himmels herrlichkeit es neu entfache!
Das wird dir wollust wahr und ewig sein.

Der engel züchtigt wahrlich die verruchten
Wie er sie liebt · er foltert den verfluchten
Doch der giebt immer nur zur antwort: nein!


.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.


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