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		<title><![CDATA[Sonett-Forum - Ernst Barlach]]></title>
		<link>https://sonett-forum.de/</link>
		<description><![CDATA[Sonett-Forum - https://sonett-forum.de]]></description>
		<pubDate>Wed, 08 Jul 2026 13:33:34 +0000</pubDate>
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		<item>
			<title><![CDATA[Ernst Barlach: Gefesselte Hexe]]></title>
			<link>https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=24917</link>
			<pubDate>Sat, 27 Jun 2026 13:57:52 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-forum.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=24917</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ernst Barlach</span><br />
<br />
<br />
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<br /><!-- start: attachment_icon -->
<img src="https://sonett-forum.de/images/attachtypes/image.gif" title="JPEG Image" border="0" alt=".jpg" />
<!-- end: attachment_icon -->&nbsp;&nbsp;<a href="attachment.php?aid=610" target="_blank" title="27.09.2022, 12:49">hexe-klein.JPG</a> (Größe: 221,48 KB / Downloads: 3)
<!-- end: postbit_attachments_attachment --><br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Gefesselte Hexe</span><br />
<br />
"Ungläubige!" und "Antichristin!", "Hexe!"<br />
Ungläubig nimmt sie hin, was ihr geschieht,<br />
ungläubig, was der Nachbar in ihr sieht...<br />
Sie kennt den Wald, die heilenden Gewächse;<br />
<br />
Was kann denn schlecht sein, wenn man Menschen heilt?<br />
Im vollen Brustton einer Gottessendung,<br />
hat man sich zur Verurteilung beeilt.<br />
"Herr, sag mir, welcher Trank hilft bei Verblendung?"<br />
<br />
Sie haben Recht: Geheuchelt wär die Reue.<br />
Kein Betteln oder Beten wird sie retten.<br />
Die Heiligen in ihrer Bauernschläue,<br />
in ihren Kämpfen wider die Versuchung;<br />
sie möchten sich in Engelsschwingen betten<br />
und schüren nur die eigene Verfluchung.<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ernst Barlach</span><br />
<br />
<br />
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<!-- end: postbit_attachments_attachment --><br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Gefesselte Hexe</span><br />
<br />
"Ungläubige!" und "Antichristin!", "Hexe!"<br />
Ungläubig nimmt sie hin, was ihr geschieht,<br />
ungläubig, was der Nachbar in ihr sieht...<br />
Sie kennt den Wald, die heilenden Gewächse;<br />
<br />
Was kann denn schlecht sein, wenn man Menschen heilt?<br />
Im vollen Brustton einer Gottessendung,<br />
hat man sich zur Verurteilung beeilt.<br />
"Herr, sag mir, welcher Trank hilft bei Verblendung?"<br />
<br />
Sie haben Recht: Geheuchelt wär die Reue.<br />
Kein Betteln oder Beten wird sie retten.<br />
Die Heiligen in ihrer Bauernschläue,<br />
in ihren Kämpfen wider die Versuchung;<br />
sie möchten sich in Engelsschwingen betten<br />
und schüren nur die eigene Verfluchung.<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Ernst Barlach: Fries der Lauschenden - 5. Der Wanderer]]></title>
			<link>https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=24171</link>
			<pubDate>Sat, 27 Jun 2026 12:57:43 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-forum.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=24171</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ernst Barlach</span><br />
1870 - 1938<br />
<br />
<br />
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<br /><!-- start: attachment_icon -->
<img src="https://sonett-forum.de/images/attachtypes/image.gif" title="JPEG Image" border="0" alt=".jpg" />
<!-- end: attachment_icon -->&nbsp;&nbsp;<a href="attachment.php?aid=576" target="_blank" title="28.11.2021, 15:09">0fries-klein-cut.JPG</a> (Größe: 21,81 KB / Downloads: 4)
<!-- end: postbit_attachments_attachment --><br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Fries der Lauschenden</span><br />
<br />
<br />
<!-- start: postbit_attachments_attachment -->
<br /><!-- start: attachment_icon -->
<img src="https://sonett-forum.de/images/attachtypes/image.gif" title="JPEG Image" border="0" alt=".jpg" />
<!-- end: attachment_icon -->&nbsp;&nbsp;<a href="attachment.php?aid=577" target="_blank" title="28.11.2021, 15:09">5Wanderer-klein.JPG</a> (Größe: 22,19 KB / Downloads: 4)
<!-- end: postbit_attachments_attachment --><br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">5. Der Wanderer</span><br />
<br />
Wie schön wär es am Wegesende, krönt<br />
der Abend diesen Tag mit Chorgesängen,<br />
verspielten Flöten oder Orgelklängen...<br />
Aus einer alten Backsteinkirche tönt<br />
Musik. Die Melodien zu erkennen,<br />
hält er kurz an, stützt sich auf seinen Stock.<br />
Wird Bach gespielt? Auf jeden Fall Barock.<br />
Auf Anhieb kann er es nicht klar benennen.<br />
<br />
Es klingt auch nicht so klar aus diesen Mauern.<br />
Es klingt als Einladung hier einzukehren,<br />
ein Hafen, eine Insel in der Zeit.<br />
<br />
Doch der Versuchung muss er sich erwehren.<br />
Im Sinn wird die Musik lang überdauern,<br />
doch er muss los. Der Weg ist ja noch weit.<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ernst Barlach</span><br />
1870 - 1938<br />
<br />
<br />
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<!-- end: postbit_attachments_attachment --><br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Fries der Lauschenden</span><br />
<br />
<br />
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<!-- end: postbit_attachments_attachment --><br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">5. Der Wanderer</span><br />
<br />
Wie schön wär es am Wegesende, krönt<br />
der Abend diesen Tag mit Chorgesängen,<br />
verspielten Flöten oder Orgelklängen...<br />
Aus einer alten Backsteinkirche tönt<br />
Musik. Die Melodien zu erkennen,<br />
hält er kurz an, stützt sich auf seinen Stock.<br />
Wird Bach gespielt? Auf jeden Fall Barock.<br />
Auf Anhieb kann er es nicht klar benennen.<br />
<br />
Es klingt auch nicht so klar aus diesen Mauern.<br />
Es klingt als Einladung hier einzukehren,<br />
ein Hafen, eine Insel in der Zeit.<br />
<br />
Doch der Versuchung muss er sich erwehren.<br />
Im Sinn wird die Musik lang überdauern,<br />
doch er muss los. Der Weg ist ja noch weit.<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Ernst Barlach: Der Zweifler]]></title>
			<link>https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=24946</link>
			<pubDate>Sat, 27 Jun 2026 11:48:01 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-forum.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=24946</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ernst Barlach</span><br />
1870 - 1938<br />
<br />
<br />
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<img src="https://sonett-forum.de/images/attachtypes/image.gif" title="JPEG Image" border="0" alt=".jpg" />
<!-- end: attachment_icon -->&nbsp;&nbsp;<a href="attachment.php?aid=614" target="_blank" title="27.09.2022, 17:04">zweifler-werkmodell-klein.JPG</a> (Größe: 11,98 KB / Downloads: 5)
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<img src="https://sonett-forum.de/images/attachtypes/image.gif" title="JPEG Image" border="0" alt=".jpg" />
<!-- end: attachment_icon -->&nbsp;&nbsp;<a href="attachment.php?aid=613" target="_blank" title="27.09.2022, 17:04">zweifler2kleiner.jpg</a> (Größe: 13,29 KB / Downloads: 5)
<!-- end: postbit_attachments_attachment --><br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Der Zweifler</span><br />
<br />
Die Schultern angezogen, auf den Knien<br />
sehn wir den Zweifler seine Hände falten,<br />
die mit sich ringen. Wie lang kann man ihn<br />
so seh'n, kann er sich halbwegs aufrecht halten?<br />
<br />
Noch sinkt er nicht vollends in sich zusammen.<br />
Noch hält er dies fragile Gleichgewicht.<br />
Wird er sich durch den Zweifel selbst verdammen<br />
oder besteht er vor dem Schwurgericht<br />
<br />
der Seele? Schwach wirkt er, doch konzentriert.<br />
Leis sein Bekenntnis vor sich her zu stammeln,<br />
läßt ihn noch weiteratmen. Doch wie lange?<br />
<br />
Er grübelt, ob er sich in sich verliert;<br />
er grübelt aber auch, um sich zu sammeln<br />
und ist dabei mal hoffnungsvoll, mal bange.<br />
<br />
<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ernst Barlach</span><br />
1870 - 1938<br />
<br />
<br />
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<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Der Zweifler</span><br />
<br />
Die Schultern angezogen, auf den Knien<br />
sehn wir den Zweifler seine Hände falten,<br />
die mit sich ringen. Wie lang kann man ihn<br />
so seh'n, kann er sich halbwegs aufrecht halten?<br />
<br />
Noch sinkt er nicht vollends in sich zusammen.<br />
Noch hält er dies fragile Gleichgewicht.<br />
Wird er sich durch den Zweifel selbst verdammen<br />
oder besteht er vor dem Schwurgericht<br />
<br />
der Seele? Schwach wirkt er, doch konzentriert.<br />
Leis sein Bekenntnis vor sich her zu stammeln,<br />
läßt ihn noch weiteratmen. Doch wie lange?<br />
<br />
Er grübelt, ob er sich in sich verliert;<br />
er grübelt aber auch, um sich zu sammeln<br />
und ist dabei mal hoffnungsvoll, mal bange.<br />
<br />
<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Ernst Barlach: Der Flötenbläser]]></title>
			<link>https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=24941</link>
			<pubDate>Sat, 27 Jun 2026 11:47:07 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-forum.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=24941</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ernst Barlach</span><br />
1870 - 1938<br />
<br />
<br />
<!-- start: postbit_attachments_attachment -->
<br /><!-- start: attachment_icon -->
<img src="https://sonett-forum.de/images/attachtypes/image.gif" title="JPEG Image" border="0" alt=".jpg" />
<!-- end: attachment_icon -->&nbsp;&nbsp;<a href="attachment.php?aid=612" target="_blank" title="27.09.2022, 13:30">flötenblaeser-klein.jpg</a> (Größe: 61,44 KB / Downloads: 2)
<!-- end: postbit_attachments_attachment --><br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Der Flötenbläser</span><br />
<br />
<br />
Der eng in seinen Mantel eingerollte,<br />
hat sich von aller Welt zurückgezogen.<br />
Zurückgebeugt beschreibt der Leib 'nen Bogen,<br />
als ob er Wesen, Form annehmen wollte<br />
<br />
von seiner Flöte, um, ganz eins mit ihr,<br />
zu spielen und zu lauschen und zu spielen...<br />
Einzelne Töne erst, aber dann fielen<br />
ihm Melodien zu und er verliert<br />
<br />
sich gänzlich in sich, um sich neu zu finden,<br />
im Klang sich aufzulösen und zu dehnen.<br />
ist dies der Zauber der Musik? das Schöne,<br />
<br />
dass man die Melodien und die Töne<br />
erst ziehen lassen muss, um sie zu binden<br />
und sich den Harmonien anzulehnen?<br />
<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ernst Barlach</span><br />
1870 - 1938<br />
<br />
<br />
<!-- start: postbit_attachments_attachment -->
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<!-- end: postbit_attachments_attachment --><br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Der Flötenbläser</span><br />
<br />
<br />
Der eng in seinen Mantel eingerollte,<br />
hat sich von aller Welt zurückgezogen.<br />
Zurückgebeugt beschreibt der Leib 'nen Bogen,<br />
als ob er Wesen, Form annehmen wollte<br />
<br />
von seiner Flöte, um, ganz eins mit ihr,<br />
zu spielen und zu lauschen und zu spielen...<br />
Einzelne Töne erst, aber dann fielen<br />
ihm Melodien zu und er verliert<br />
<br />
sich gänzlich in sich, um sich neu zu finden,<br />
im Klang sich aufzulösen und zu dehnen.<br />
ist dies der Zauber der Musik? das Schöne,<br />
<br />
dass man die Melodien und die Töne<br />
erst ziehen lassen muss, um sie zu binden<br />
und sich den Harmonien anzulehnen?<br />
<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Ernst Barlach: Lesender Klosterschüler]]></title>
			<link>https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=24916</link>
			<pubDate>Sat, 27 Jun 2026 11:46:05 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-forum.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=24916</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ernst Barlach</span><br />
<br />
<br />
<!-- start: postbit_attachments_attachment -->
<br /><!-- start: attachment_icon -->
<img src="https://sonett-forum.de/images/attachtypes/image.gif" title="JPEG Image" border="0" alt=".jpg" />
<!-- end: attachment_icon -->&nbsp;&nbsp;<a href="attachment.php?aid=609" target="_blank" title="27.09.2022, 12:46">klosterschueler-klein.JPG</a> (Größe: 236,05 KB / Downloads: 3)
<!-- end: postbit_attachments_attachment --><br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><br />
Lesender Klosterschüler</span><br />
<br />
Wie er da sitzt, vertieft in die Lektüre,<br />
vergisst er alle Welt um sich herum.<br />
Er sitzt dort konzentriert, neugierig, stumm,<br />
doch liest man im Gesicht, ist auch zu spüren:<br />
<br />
Er nimmt Gedrucktes nicht als heilig hin,<br />
nur weil 's dort steht. Er liest es mit Bedacht,<br />
gibt auch auf jede Ungereimtheit acht<br />
und fragt bei den Geboten nach dem Sinn.<br />
<br />
Der Glaube heiligt, sagt man. Doch was schützt<br />
vor Irr- und Aberglaube? Glaubenssachen<br />
sind heiligend nur mit Bezug zur Welt.<br />
<br />
Wie er das Buch in der Balance hält,<br />
sieht man, wie er sich von der Bank abstützt.<br />
Man muss den Rücken auch mal grade machen. <br />
<br />
<br />
<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ernst Barlach</span><br />
<br />
<br />
<!-- start: postbit_attachments_attachment -->
<br /><!-- start: attachment_icon -->
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<!-- end: postbit_attachments_attachment --><br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><br />
Lesender Klosterschüler</span><br />
<br />
Wie er da sitzt, vertieft in die Lektüre,<br />
vergisst er alle Welt um sich herum.<br />
Er sitzt dort konzentriert, neugierig, stumm,<br />
doch liest man im Gesicht, ist auch zu spüren:<br />
<br />
Er nimmt Gedrucktes nicht als heilig hin,<br />
nur weil 's dort steht. Er liest es mit Bedacht,<br />
gibt auch auf jede Ungereimtheit acht<br />
und fragt bei den Geboten nach dem Sinn.<br />
<br />
Der Glaube heiligt, sagt man. Doch was schützt<br />
vor Irr- und Aberglaube? Glaubenssachen<br />
sind heiligend nur mit Bezug zur Welt.<br />
<br />
Wie er das Buch in der Balance hält,<br />
sieht man, wie er sich von der Bank abstützt.<br />
Man muss den Rücken auch mal grade machen. <br />
<br />
<br />
<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Ernst Barlach: Bettelvolk]]></title>
			<link>https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=24771</link>
			<pubDate>Sat, 27 Jun 2026 11:38:26 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-forum.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=24771</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ernst Barlach</span><br />
1870 - 1938<br />
<br />
<br />
<!-- start: postbit_attachments_attachment -->
<br /><!-- start: attachment_icon -->
<img src="https://sonett-forum.de/images/attachtypes/image.gif" title="JPEG Image" border="0" alt=".jpg" />
<!-- end: attachment_icon -->&nbsp;&nbsp;<a href="attachment.php?aid=600" target="_blank" title="06.06.2022, 13:53">bettelvolk.jpg</a> (Größe: 62,84 KB / Downloads: 4)
<!-- end: postbit_attachments_attachment --><br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Bettelvolk</span><br />
<br />
<br />
Er zieht den Hut und nahe am Verbeugen<br />
ist seine ganze haltung; kaum zu wagen,<br />
ihm eine kleine Bitte abzuschlagen.<br />
Beinahe kann sein Betteln überzeugen,<br />
<br />
doch etwas anderes in mir verweigert<br />
die Hilfe. Wer da folgsam um ihn lungert,<br />
mit Schmerzensfratzen, krumm und halb verhungert,<br />
dies Elend, ins Groteske übersteigert,<br />
<br />
wie aus den Höllenkreisen ausgespien,<br />
bedroht zu sehr mein eignes Seelenheil.<br />
<br />
Es ist wohl richtig, dass das Geben frommt,<br />
nur sei uns die zurückhaltung verziehn,<br />
wenn Not als Urgewalt hereinbricht, weil<br />
erschüttert, wenn das Elend näher kommt.<br />
<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ernst Barlach</span><br />
1870 - 1938<br />
<br />
<br />
<!-- start: postbit_attachments_attachment -->
<br /><!-- start: attachment_icon -->
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<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Bettelvolk</span><br />
<br />
<br />
Er zieht den Hut und nahe am Verbeugen<br />
ist seine ganze haltung; kaum zu wagen,<br />
ihm eine kleine Bitte abzuschlagen.<br />
Beinahe kann sein Betteln überzeugen,<br />
<br />
doch etwas anderes in mir verweigert<br />
die Hilfe. Wer da folgsam um ihn lungert,<br />
mit Schmerzensfratzen, krumm und halb verhungert,<br />
dies Elend, ins Groteske übersteigert,<br />
<br />
wie aus den Höllenkreisen ausgespien,<br />
bedroht zu sehr mein eignes Seelenheil.<br />
<br />
Es ist wohl richtig, dass das Geben frommt,<br />
nur sei uns die zurückhaltung verziehn,<br />
wenn Not als Urgewalt hereinbricht, weil<br />
erschüttert, wenn das Elend näher kommt.<br />
<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Ernst Barlach: Fries der Lauschenden - 8. Der Begnadete]]></title>
			<link>https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=24172</link>
			<pubDate>Sat, 27 Jun 2026 11:35:49 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-forum.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=24172</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ernst Barlach</span><br />
1870 - 1938<br />
<br />
<br />
<!-- start: postbit_attachments_attachment -->
<br /><!-- start: attachment_icon -->
<img src="https://sonett-forum.de/images/attachtypes/image.gif" title="JPEG Image" border="0" alt=".jpg" />
<!-- end: attachment_icon -->&nbsp;&nbsp;<a href="attachment.php?aid=578" target="_blank" title="28.11.2021, 18:30">0fries-klein-cut.JPG</a> (Größe: 21,81 KB / Downloads: 4)
<!-- end: postbit_attachments_attachment --><br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Fries der Lauschenden</span><br />
<br />
<br />
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<img src="https://sonett-forum.de/images/attachtypes/image.gif" title="JPEG Image" border="0" alt=".jpg" />
<!-- end: attachment_icon -->&nbsp;&nbsp;<a href="attachment.php?aid=579" target="_blank" title="28.11.2021, 18:30">8Begnadete-klein.JPG</a> (Größe: 21,65 KB / Downloads: 4)
<!-- end: postbit_attachments_attachment --><br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">8. Der Begnadete</span><br />
<br />
Zu viel, das ist zu viel! Nur mühsam zähmt<br />
er das Gefühl der Überwältigung.<br />
Zugleich beglückt, erschrocken und beschämt,<br />
klaubt er nach Wahrheit und Bestätigung.<br />
<br />
Er kann es noch nicht fassen und so fasst<br />
er sich nur an den Kopf: Es ist der Klang,<br />
der unbeachtet stets schon in ihm schwang.<br />
Man muß nur hinhör'n. Hört nur - und es passt<br />
<br />
alles zusammen: Durch eine Musik<br />
zu Harmonien im Innern angeregt,<br />
in denen er wie ausgegossen badet,<br />
<br />
aus denen er wie neugeboren stieg,<br />
wird er ein anderer. Er ist bewegt.<br />
Ob er 's verdient hat? Doch er ist begnadet.<br />
<br />
<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ernst Barlach</span><br />
1870 - 1938<br />
<br />
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<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Fries der Lauschenden</span><br />
<br />
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<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">8. Der Begnadete</span><br />
<br />
Zu viel, das ist zu viel! Nur mühsam zähmt<br />
er das Gefühl der Überwältigung.<br />
Zugleich beglückt, erschrocken und beschämt,<br />
klaubt er nach Wahrheit und Bestätigung.<br />
<br />
Er kann es noch nicht fassen und so fasst<br />
er sich nur an den Kopf: Es ist der Klang,<br />
der unbeachtet stets schon in ihm schwang.<br />
Man muß nur hinhör'n. Hört nur - und es passt<br />
<br />
alles zusammen: Durch eine Musik<br />
zu Harmonien im Innern angeregt,<br />
in denen er wie ausgegossen badet,<br />
<br />
aus denen er wie neugeboren stieg,<br />
wird er ein anderer. Er ist bewegt.<br />
Ob er 's verdient hat? Doch er ist begnadet.<br />
<br />
<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Ernst Barlach: Fries der Lauschenden - 9. Die Erwartende]]></title>
			<link>https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=24173</link>
			<pubDate>Sat, 27 Jun 2026 11:34:53 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-forum.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=24173</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ernst Barlach</span><br />
1870 - 1938<br />
<br />
<br />
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<!-- end: attachment_icon -->&nbsp;&nbsp;<a href="attachment.php?aid=580" target="_blank" title="28.11.2021, 18:37">0fries-klein-cut.JPG</a> (Größe: 21,81 KB / Downloads: 3)
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<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Fries der Lauschenden</span><br />
<br />
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<img src="https://sonett-forum.de/images/attachtypes/image.gif" title="JPEG Image" border="0" alt=".jpg" />
<!-- end: attachment_icon -->&nbsp;&nbsp;<a href="attachment.php?aid=581" target="_blank" title="28.11.2021, 18:37">9Erwartende-klein.JPG</a> (Größe: 20,82 KB / Downloads: 3)
<!-- end: postbit_attachments_attachment --><br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">9. Die Erwartende</span><br />
<br />
Es ist in ihren Zügen nichts zu lesen.<br />
Sie hält die Arme vor der Brust verschränkt.<br />
Man weiß nicht was, man weiß nicht, ob sie denkt.<br />
Ein unergründbar fernes fremdes Wesen.<br />
<br />
Was um sie rum geschieht, geht sie nichts an<br />
und was sie hört, läßt sie vorüber rauschen.<br />
Doch innig und beharrlich ist ihr Lauschen,<br />
das die Geräuche überdauern kann,<br />
<br />
den Lärm, als wär der Sphärenklang entartet.<br />
Sie nimmt ihn hin, doch völlig unbeteiligt.<br />
Sie weiß nicht ganz genau, was sie erwartet,<br />
doch spürt sie in sich deutlich einen Drang,<br />
ja eine Sehnsucht, nach dem einen Klang,<br />
der die Geräusche ordnet und sie heiligt.<br />
<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ernst Barlach</span><br />
1870 - 1938<br />
<br />
<br />
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<!-- end: attachment_icon -->&nbsp;&nbsp;<a href="attachment.php?aid=580" target="_blank" title="28.11.2021, 18:37">0fries-klein-cut.JPG</a> (Größe: 21,81 KB / Downloads: 3)
<!-- end: postbit_attachments_attachment --><br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Fries der Lauschenden</span><br />
<br />
<br />
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<img src="https://sonett-forum.de/images/attachtypes/image.gif" title="JPEG Image" border="0" alt=".jpg" />
<!-- end: attachment_icon -->&nbsp;&nbsp;<a href="attachment.php?aid=581" target="_blank" title="28.11.2021, 18:37">9Erwartende-klein.JPG</a> (Größe: 20,82 KB / Downloads: 3)
<!-- end: postbit_attachments_attachment --><br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">9. Die Erwartende</span><br />
<br />
Es ist in ihren Zügen nichts zu lesen.<br />
Sie hält die Arme vor der Brust verschränkt.<br />
Man weiß nicht was, man weiß nicht, ob sie denkt.<br />
Ein unergründbar fernes fremdes Wesen.<br />
<br />
Was um sie rum geschieht, geht sie nichts an<br />
und was sie hört, läßt sie vorüber rauschen.<br />
Doch innig und beharrlich ist ihr Lauschen,<br />
das die Geräuche überdauern kann,<br />
<br />
den Lärm, als wär der Sphärenklang entartet.<br />
Sie nimmt ihn hin, doch völlig unbeteiligt.<br />
Sie weiß nicht ganz genau, was sie erwartet,<br />
doch spürt sie in sich deutlich einen Drang,<br />
ja eine Sehnsucht, nach dem einen Klang,<br />
der die Geräusche ordnet und sie heiligt.<br />
<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Ernst Barlach: Fries der Lauschenden - 4. Der Blinde]]></title>
			<link>https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=24170</link>
			<pubDate>Sat, 27 Jun 2026 11:33:55 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-forum.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=24170</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ernst Barlach</span><br />
1870 - 1938<br />
<br />
<br />
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<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Fries der Lauschenden</span><br />
<br />
<br />
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<img src="https://sonett-forum.de/images/attachtypes/image.gif" title="JPEG Image" border="0" alt=".jpg" />
<!-- end: attachment_icon -->&nbsp;&nbsp;<a href="attachment.php?aid=575" target="_blank" title="28.11.2021, 14:59">4Blinde-klein.JPG</a> (Größe: 22,84 KB / Downloads: 3)
<!-- end: postbit_attachments_attachment --><br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">4. Der Blinde</span><br />
<br />
Den Weg, der vor ihm liegt, sich zu ertasten,<br />
führt er zwei Stöcke mit sich, doch sie ruhen.<br />
Die Füße stehen still in festen Schuhen.<br />
Ein Stille-Werden wie ein Sinne-Fasten,<br />
<br />
in langen Mußestunden eingeübt,<br />
aus eigner Not die Tugend zu gewinnen,<br />
führt ihn auf sich zurück - und auf ein Innen,<br />
das eine Welt sein kann, ganz ungetrübt<br />
<br />
von Ablenkung und grellem Mumenschanz.<br />
Die Welt ist Klang, und was er in sich trägt,<br />
ist mehr als nur ein Bild, ist Resonanz.<br />
<br />
Die Welt dort draußen ist bald fern und winzig,<br />
und ist es auch nur Klang, der ihn bewegt:<br />
Er trägt ein ganzes Universum in sich.<br />
<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ernst Barlach</span><br />
1870 - 1938<br />
<br />
<br />
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<!-- end: attachment_icon -->&nbsp;&nbsp;<a href="attachment.php?aid=574" target="_blank" title="28.11.2021, 14:59">0fries-klein-cut.JPG</a> (Größe: 21,81 KB / Downloads: 3)
<!-- end: postbit_attachments_attachment --><br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Fries der Lauschenden</span><br />
<br />
<br />
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<br /><!-- start: attachment_icon -->
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<!-- end: attachment_icon -->&nbsp;&nbsp;<a href="attachment.php?aid=575" target="_blank" title="28.11.2021, 14:59">4Blinde-klein.JPG</a> (Größe: 22,84 KB / Downloads: 3)
<!-- end: postbit_attachments_attachment --><br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">4. Der Blinde</span><br />
<br />
Den Weg, der vor ihm liegt, sich zu ertasten,<br />
führt er zwei Stöcke mit sich, doch sie ruhen.<br />
Die Füße stehen still in festen Schuhen.<br />
Ein Stille-Werden wie ein Sinne-Fasten,<br />
<br />
in langen Mußestunden eingeübt,<br />
aus eigner Not die Tugend zu gewinnen,<br />
führt ihn auf sich zurück - und auf ein Innen,<br />
das eine Welt sein kann, ganz ungetrübt<br />
<br />
von Ablenkung und grellem Mumenschanz.<br />
Die Welt ist Klang, und was er in sich trägt,<br />
ist mehr als nur ein Bild, ist Resonanz.<br />
<br />
Die Welt dort draußen ist bald fern und winzig,<br />
und ist es auch nur Klang, der ihn bewegt:<br />
Er trägt ein ganzes Universum in sich.<br />
<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Ernst Barlach: Fries der Lauschenden -3. Die Tänzerin]]></title>
			<link>https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=24169</link>
			<pubDate>Sat, 27 Jun 2026 11:32:46 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-forum.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=24169</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ernst Barlach</span><br />
1870 - 1938<br />
<br />
<br />
<!-- start: postbit_attachments_attachment -->
<br /><!-- start: attachment_icon -->
<img src="https://sonett-forum.de/images/attachtypes/image.gif" title="JPEG Image" border="0" alt=".jpg" />
<!-- end: attachment_icon -->&nbsp;&nbsp;<a href="attachment.php?aid=572" target="_blank" title="28.11.2021, 14:29">0fries-klein-cut.JPG</a> (Größe: 21,81 KB / Downloads: 3)
<!-- end: postbit_attachments_attachment --><br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Fries der Lauschenden</span><br />
<br />
<br />
<!-- start: postbit_attachments_attachment -->
<br /><!-- start: attachment_icon -->
<img src="https://sonett-forum.de/images/attachtypes/image.gif" title="JPEG Image" border="0" alt=".jpg" />
<!-- end: attachment_icon -->&nbsp;&nbsp;<a href="attachment.php?aid=573" target="_blank" title="28.11.2021, 14:29">3Tänzerin-klein.JPG</a> (Größe: 18,67 KB / Downloads: 3)
<!-- end: postbit_attachments_attachment --><br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">3. Die Tänzerin</span><br />
<br />
Sie stellt sich barfuß auf die Zehenspitzen,<br />
die Hände spürn im eigenen Gesicht<br />
ein jeder Regung nach. Kann man besitzen,<br />
was man sich nicht zu eigen macht? Wohl nicht.<br />
<br />
Ist Tanz nicht ein bewegtes Gleichgewicht?<br />
Der Tanz, der sich ganz tief in ihr verbirgt,<br />
dringt an die Oberfläche, - und er wirkt,<br />
dass aus jeder Geste von ihr spricht.<br />
<br />
Ob Knöchel oder Handgelenk: Geschmeidig<br />
sind alle Glieder, auch dort, wo sie ruhn.<br />
<br />
Ihr Antlitz ist entspannt und glänzt wie seidig.<br />
Die Füße, die doch keine Schritte tun,<br />
<br />
erheben zu sich selbst die Tänzern.<br />
Beschwingt ruhn sie in sich, der Tanz darin.<br />
<br />
<br />
<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ernst Barlach</span><br />
1870 - 1938<br />
<br />
<br />
<!-- start: postbit_attachments_attachment -->
<br /><!-- start: attachment_icon -->
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<!-- end: attachment_icon -->&nbsp;&nbsp;<a href="attachment.php?aid=572" target="_blank" title="28.11.2021, 14:29">0fries-klein-cut.JPG</a> (Größe: 21,81 KB / Downloads: 3)
<!-- end: postbit_attachments_attachment --><br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Fries der Lauschenden</span><br />
<br />
<br />
<!-- start: postbit_attachments_attachment -->
<br /><!-- start: attachment_icon -->
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<!-- end: attachment_icon -->&nbsp;&nbsp;<a href="attachment.php?aid=573" target="_blank" title="28.11.2021, 14:29">3Tänzerin-klein.JPG</a> (Größe: 18,67 KB / Downloads: 3)
<!-- end: postbit_attachments_attachment --><br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">3. Die Tänzerin</span><br />
<br />
Sie stellt sich barfuß auf die Zehenspitzen,<br />
die Hände spürn im eigenen Gesicht<br />
ein jeder Regung nach. Kann man besitzen,<br />
was man sich nicht zu eigen macht? Wohl nicht.<br />
<br />
Ist Tanz nicht ein bewegtes Gleichgewicht?<br />
Der Tanz, der sich ganz tief in ihr verbirgt,<br />
dringt an die Oberfläche, - und er wirkt,<br />
dass aus jeder Geste von ihr spricht.<br />
<br />
Ob Knöchel oder Handgelenk: Geschmeidig<br />
sind alle Glieder, auch dort, wo sie ruhn.<br />
<br />
Ihr Antlitz ist entspannt und glänzt wie seidig.<br />
Die Füße, die doch keine Schritte tun,<br />
<br />
erheben zu sich selbst die Tänzern.<br />
Beschwingt ruhn sie in sich, der Tanz darin.<br />
<br />
<br />
<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Ernst Barlach: Fries der Lauschenden - 2. Der Gläubige]]></title>
			<link>https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=24168</link>
			<pubDate>Sat, 27 Jun 2026 11:32:10 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-forum.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=24168</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ernst Barlach</span><br />
1870 - 1938<br />
<br />
<br />
<!-- start: postbit_attachments_attachment -->
<br /><!-- start: attachment_icon -->
<img src="https://sonett-forum.de/images/attachtypes/image.gif" title="JPEG Image" border="0" alt=".jpg" />
<!-- end: attachment_icon -->&nbsp;&nbsp;<a href="attachment.php?aid=570" target="_blank" title="28.11.2021, 14:18">0fries-klein-cut.JPG</a> (Größe: 21,81 KB / Downloads: 3)
<!-- end: postbit_attachments_attachment --><br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Fries der Lauschenden</span><br />
<br />
<br />
<!-- start: postbit_attachments_attachment -->
<br /><!-- start: attachment_icon -->
<img src="https://sonett-forum.de/images/attachtypes/image.gif" title="JPEG Image" border="0" alt=".jpg" />
<!-- end: attachment_icon -->&nbsp;&nbsp;<a href="attachment.php?aid=571" target="_blank" title="28.11.2021, 14:18">2Gläubige-klein.JPG</a> (Größe: 23,38 KB / Downloads: 3)
<!-- end: postbit_attachments_attachment --><br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">2. Der Gläubige</span><br />
<br />
Die Füße auf der Erde und das Haupt<br />
gen Himmel, offen auch mit beiden Händen,<br />
ob sie erhalten wollen oder spenden;<br />
So zeigt sich uns der Lauschende. Er glaubt.<br />
<br />
Er glaubt an Gott, die Welt als Gottes Werk<br />
und ist von all den Harmonien betört,<br />
die er hier wahrnimmt, die er sieht und hört.<br />
Und nichts, was ihn im Glauben nicht bestärkt!<br />
<br />
<br />
Am Anfang war das Wort, also ein Klang,<br />
der alle stumme Finsternis durchdrang<br />
und weiterschwingend Licht und Wel erschuf.<br />
<br />
Er horcht der Schöpfung nach, noch in der Stille.<br />
Was er zu hören glaubt, ist ihm ein Ruf<br />
in die Vereinigung aus Welt und Wille.<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ernst Barlach</span><br />
1870 - 1938<br />
<br />
<br />
<!-- start: postbit_attachments_attachment -->
<br /><!-- start: attachment_icon -->
<img src="https://sonett-forum.de/images/attachtypes/image.gif" title="JPEG Image" border="0" alt=".jpg" />
<!-- end: attachment_icon -->&nbsp;&nbsp;<a href="attachment.php?aid=570" target="_blank" title="28.11.2021, 14:18">0fries-klein-cut.JPG</a> (Größe: 21,81 KB / Downloads: 3)
<!-- end: postbit_attachments_attachment --><br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Fries der Lauschenden</span><br />
<br />
<br />
<!-- start: postbit_attachments_attachment -->
<br /><!-- start: attachment_icon -->
<img src="https://sonett-forum.de/images/attachtypes/image.gif" title="JPEG Image" border="0" alt=".jpg" />
<!-- end: attachment_icon -->&nbsp;&nbsp;<a href="attachment.php?aid=571" target="_blank" title="28.11.2021, 14:18">2Gläubige-klein.JPG</a> (Größe: 23,38 KB / Downloads: 3)
<!-- end: postbit_attachments_attachment --><br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">2. Der Gläubige</span><br />
<br />
Die Füße auf der Erde und das Haupt<br />
gen Himmel, offen auch mit beiden Händen,<br />
ob sie erhalten wollen oder spenden;<br />
So zeigt sich uns der Lauschende. Er glaubt.<br />
<br />
Er glaubt an Gott, die Welt als Gottes Werk<br />
und ist von all den Harmonien betört,<br />
die er hier wahrnimmt, die er sieht und hört.<br />
Und nichts, was ihn im Glauben nicht bestärkt!<br />
<br />
<br />
Am Anfang war das Wort, also ein Klang,<br />
der alle stumme Finsternis durchdrang<br />
und weiterschwingend Licht und Wel erschuf.<br />
<br />
Er horcht der Schöpfung nach, noch in der Stille.<br />
Was er zu hören glaubt, ist ihm ein Ruf<br />
in die Vereinigung aus Welt und Wille.<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Ernst Barlach: Fries der Lauschenden - 7. Der Empfindsame]]></title>
			<link>https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=24121</link>
			<pubDate>Sun, 05 Apr 2026 00:53:16 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-forum.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=24121</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ernst Barlach</span><br />
1870 - 1938<br />
<br />
<br />
<!-- start: postbit_attachments_attachment -->
<br /><!-- start: attachment_icon -->
<img src="https://sonett-forum.de/images/attachtypes/image.gif" title="JPEG Image" border="0" alt=".jpg" />
<!-- end: attachment_icon -->&nbsp;&nbsp;<a href="attachment.php?aid=568" target="_blank" title="28.11.2021, 14:07">0fries-klein-cut.JPG</a> (Größe: 21,81 KB / Downloads: 24)
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<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Fries der Lauschenden</span><br />
<br />
<br />
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<img src="https://sonett-forum.de/images/attachtypes/image.gif" title="JPEG Image" border="0" alt=".jpg" />
<!-- end: attachment_icon -->&nbsp;&nbsp;<a href="attachment.php?aid=569" target="_blank" title="28.11.2021, 14:07">7Empfindsame-klein.JPG</a> (Größe: 22,47 KB / Downloads: 16)
<!-- end: postbit_attachments_attachment --><br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">7. Der Empfindsame</span><br />
<br />
<br />
Es braucht nicht viel, um seinen Sinn zu schärfen,<br />
kein Vorspiel und kein einleitendes Wort.<br />
Ein erster Klang, der ist nicht mal Akkord,<br />
spannt seine Haut, elektrisiert die Nerven<br />
<br />
und wo der brausend anschwillt, wird er stumm.<br />
Den Flügelklang macht er sich ganz zu eigen;<br />
Die Tastenanschläge zu Fingerzeigen<br />
und jedes Instrument zum Medium.<br />
<br />
Sein Leib ist Instrument, nicht nur die Ohren.<br />
Er stellt ihn, ständig neu justierend, scharf.<br />
<br />
Er spürt sich selbst nicht mehr, ist nur Empfänger,<br />
und geht sich dabei doch nie ganz verloren.<br />
<br />
Er ist nicht Pianist, nicht Geiger, Sänger:<br />
Er ist als Lauschender der Seismograph. <br />
<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ernst Barlach</span><br />
1870 - 1938<br />
<br />
<br />
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<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Fries der Lauschenden</span><br />
<br />
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<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">7. Der Empfindsame</span><br />
<br />
<br />
Es braucht nicht viel, um seinen Sinn zu schärfen,<br />
kein Vorspiel und kein einleitendes Wort.<br />
Ein erster Klang, der ist nicht mal Akkord,<br />
spannt seine Haut, elektrisiert die Nerven<br />
<br />
und wo der brausend anschwillt, wird er stumm.<br />
Den Flügelklang macht er sich ganz zu eigen;<br />
Die Tastenanschläge zu Fingerzeigen<br />
und jedes Instrument zum Medium.<br />
<br />
Sein Leib ist Instrument, nicht nur die Ohren.<br />
Er stellt ihn, ständig neu justierend, scharf.<br />
<br />
Er spürt sich selbst nicht mehr, ist nur Empfänger,<br />
und geht sich dabei doch nie ganz verloren.<br />
<br />
Er ist nicht Pianist, nicht Geiger, Sänger:<br />
Er ist als Lauschender der Seismograph. <br />
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<br />
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.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Ernst Barlach: Fries der Lauschenden - 1. Die Träumende]]></title>
			<link>https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=24120</link>
			<pubDate>Sat, 28 Feb 2026 00:45:17 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-forum.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=24120</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ernst Barlach</span><br />
1870 - 1938<br />
<br />
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<img src="https://sonett-forum.de/images/attachtypes/image.gif" title="JPEG Image" border="0" alt=".jpg" />
<!-- end: attachment_icon -->&nbsp;&nbsp;<a href="attachment.php?aid=564" target="_blank" title="28.11.2021, 14:04">0fries-klein-cut.JPG</a> (Größe: 21,81 KB / Downloads: 22)
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<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Fries der Lauschenden</span><br />
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<img src="https://sonett-forum.de/images/attachtypes/image.gif" title="JPEG Image" border="0" alt=".jpg" />
<!-- end: attachment_icon -->&nbsp;&nbsp;<a href="attachment.php?aid=565" target="_blank" title="28.11.2021, 14:04">1Träumende-klein.JPG</a> (Größe: 20,27 KB / Downloads: 23)
<!-- end: postbit_attachments_attachment --><br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">1. Die Träumende</span><br />
<br />
<br />
So tief rührt die Musik, doch schon verschwimmen<br />
in ihr die Melodien und die Töne.<br />
Es rührt sich in ihr Wehmut und das Schöne<br />
aus Träumen und Erinnern hebt die Stimmen.<br />
<br />
Der Klang im Raum und die Erinnerungen,<br />
wer wollte sie noch auseinanderhalten? <br />
Erinnerungen, die sich, zu entfalten,<br />
kaum wagten. Hat sie heimlich mitgesungen,<br />
<br />
im Innern, ganz für sich? Ließ sie sich nur<br />
vom Klang in ihre Innenwelten führen?<br />
Was Weg war, wird All-Eines und wird zur<br />
<br />
Selbstvergewisserung. Auch wenn dies Spüren<br />
so flüchtig ist, wie alle Melodien,<br />
hat sie der Welt die Flüchtigkeit verziehn.<br />
<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ernst Barlach</span><br />
1870 - 1938<br />
<br />
<br />
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<img src="https://sonett-forum.de/images/attachtypes/image.gif" title="JPEG Image" border="0" alt=".jpg" />
<!-- end: attachment_icon -->&nbsp;&nbsp;<a href="attachment.php?aid=564" target="_blank" title="28.11.2021, 14:04">0fries-klein-cut.JPG</a> (Größe: 21,81 KB / Downloads: 22)
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<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Fries der Lauschenden</span><br />
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<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">1. Die Träumende</span><br />
<br />
<br />
So tief rührt die Musik, doch schon verschwimmen<br />
in ihr die Melodien und die Töne.<br />
Es rührt sich in ihr Wehmut und das Schöne<br />
aus Träumen und Erinnern hebt die Stimmen.<br />
<br />
Der Klang im Raum und die Erinnerungen,<br />
wer wollte sie noch auseinanderhalten? <br />
Erinnerungen, die sich, zu entfalten,<br />
kaum wagten. Hat sie heimlich mitgesungen,<br />
<br />
im Innern, ganz für sich? Ließ sie sich nur<br />
vom Klang in ihre Innenwelten führen?<br />
Was Weg war, wird All-Eines und wird zur<br />
<br />
Selbstvergewisserung. Auch wenn dies Spüren<br />
so flüchtig ist, wie alle Melodien,<br />
hat sie der Welt die Flüchtigkeit verziehn.<br />
<br />
<br />
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.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Ernst Barlach: Fries der Lauschenden - 6. Die Pilgerin]]></title>
			<link>https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=24119</link>
			<pubDate>Mon, 19 Jan 2026 00:43:45 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-forum.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=24119</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ernst Barlach</span><br />
1870 - 1938<br />
<br />
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<img src="https://sonett-forum.de/images/attachtypes/image.gif" title="JPEG Image" border="0" alt=".jpg" />
<!-- end: attachment_icon -->&nbsp;&nbsp;<a href="attachment.php?aid=566" target="_blank" title="28.11.2021, 14:06">0fries-klein-cut.JPG</a> (Größe: 21,81 KB / Downloads: 25)
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<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Fries der Lauschenden</span><br />
<br />
<br />
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<img src="https://sonett-forum.de/images/attachtypes/image.gif" title="JPEG Image" border="0" alt=".jpg" />
<!-- end: attachment_icon -->&nbsp;&nbsp;<a href="attachment.php?aid=567" target="_blank" title="28.11.2021, 14:06">6Pilgerin-klein.JPG</a> (Größe: 23,45 KB / Downloads: 30)
<!-- end: postbit_attachments_attachment --><br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">6. Die Pilgerin</span><br />
<br />
Sie schließt die Augen, denn die Sonne spielt<br />
ihr im Gesicht und Vögel sind zu hören,<br />
vermischen sich im Wind zu Engelschören.<br />
Der Weg ist weit, sie weiß, und dennoch hielt<br />
<br />
sie inne, denn ihr Kompass ist dies Lauschen.<br />
Sie horcht den Winden nach und ist beseelt.<br />
Wer seinen Kompass in sich trägt, der fehlt<br />
nicht, wird nicht untergehn im großen Rauschen,<br />
<br />
der wird erfasst, getragen und wird eins<br />
mit ihm, mit Gott, der Welt... Der Mensch dazwischen,<br />
alleine im Bewußtsein seines Seins,<br />
kann alles überwinden durch den Geist:<br />
die Schöpfung wahren, pflegen und erfrischen,<br />
worauf ihn jeder seiner Sinne weist.<br />
<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ernst Barlach</span><br />
1870 - 1938<br />
<br />
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<img src="https://sonett-forum.de/images/attachtypes/image.gif" title="JPEG Image" border="0" alt=".jpg" />
<!-- end: attachment_icon -->&nbsp;&nbsp;<a href="attachment.php?aid=566" target="_blank" title="28.11.2021, 14:06">0fries-klein-cut.JPG</a> (Größe: 21,81 KB / Downloads: 25)
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<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Fries der Lauschenden</span><br />
<br />
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<!-- end: attachment_icon -->&nbsp;&nbsp;<a href="attachment.php?aid=567" target="_blank" title="28.11.2021, 14:06">6Pilgerin-klein.JPG</a> (Größe: 23,45 KB / Downloads: 30)
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<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">6. Die Pilgerin</span><br />
<br />
Sie schließt die Augen, denn die Sonne spielt<br />
ihr im Gesicht und Vögel sind zu hören,<br />
vermischen sich im Wind zu Engelschören.<br />
Der Weg ist weit, sie weiß, und dennoch hielt<br />
<br />
sie inne, denn ihr Kompass ist dies Lauschen.<br />
Sie horcht den Winden nach und ist beseelt.<br />
Wer seinen Kompass in sich trägt, der fehlt<br />
nicht, wird nicht untergehn im großen Rauschen,<br />
<br />
der wird erfasst, getragen und wird eins<br />
mit ihm, mit Gott, der Welt... Der Mensch dazwischen,<br />
alleine im Bewußtsein seines Seins,<br />
kann alles überwinden durch den Geist:<br />
die Schöpfung wahren, pflegen und erfrischen,<br />
worauf ihn jeder seiner Sinne weist.<br />
<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Ernst Barlach: Der Zweifler]]></title>
			<link>https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=5199</link>
			<pubDate>Thu, 26 Jan 2023 10:41:48 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-forum.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=5199</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ernst Barlach</span><br />
1870 - 1938<br />
<br />
<br />
<!-- start: postbit_attachments_attachment -->
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<img src="https://sonett-forum.de/images/attachtypes/image.gif" title="JPEG Image" border="0" alt=".jpg" />
<!-- end: attachment_icon -->&nbsp;&nbsp;<a href="attachment.php?aid=500" target="_blank" title="02.02.2020, 12:46">zweifler.jpg</a> (Größe: 14,71 KB / Downloads: 28)
<!-- end: postbit_attachments_attachment --><br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Der Zweifler</span><br />
<br />
Wo ist nun diese Kraft, die liebend waltet?<br />
Es ist die Frage schon, die ihn verstört.<br />
Nur unverständig? - oder unerhört?<br />
Er kniet, die Hände zum Gebet gefaltet,<br />
<br />
wie auch zuvor schon tausend und ein mal.<br />
Doch heute sind die Hände steif und fest.<br />
Vielleicht soll's eine Prüfung sein, ein Test...<br />
Die Andacht wird zum leeren Ritual.<br />
<br />
Er würde gerne beten, doch an wen?<br />
Und loben! Preisen! Doch wem gilt die Ehre?<br />
<br />
Man glaubt halt, - und man muss Gott nicht verstehen.<br />
Wie oft hat er dies Mantra schon gesagt.<br />
<br />
Er wär ja offen, doch er spürt nur Leere...<br />
und er erschrickt vor sich … und er verzagt.<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ernst Barlach</span><br />
1870 - 1938<br />
<br />
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<!-- end: attachment_icon -->&nbsp;&nbsp;<a href="attachment.php?aid=500" target="_blank" title="02.02.2020, 12:46">zweifler.jpg</a> (Größe: 14,71 KB / Downloads: 28)
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<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Der Zweifler</span><br />
<br />
Wo ist nun diese Kraft, die liebend waltet?<br />
Es ist die Frage schon, die ihn verstört.<br />
Nur unverständig? - oder unerhört?<br />
Er kniet, die Hände zum Gebet gefaltet,<br />
<br />
wie auch zuvor schon tausend und ein mal.<br />
Doch heute sind die Hände steif und fest.<br />
Vielleicht soll's eine Prüfung sein, ein Test...<br />
Die Andacht wird zum leeren Ritual.<br />
<br />
Er würde gerne beten, doch an wen?<br />
Und loben! Preisen! Doch wem gilt die Ehre?<br />
<br />
Man glaubt halt, - und man muss Gott nicht verstehen.<br />
Wie oft hat er dies Mantra schon gesagt.<br />
<br />
Er wär ja offen, doch er spürt nur Leere...<br />
und er erschrickt vor sich … und er verzagt.<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
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