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		<title><![CDATA[Sonett-Forum - Friedrich Wilhelm Riemer ]]></title>
		<link>https://sonett-forum.de/</link>
		<description><![CDATA[Sonett-Forum - https://sonett-forum.de]]></description>
		<pubDate>Sat, 11 Jul 2026 23:20:13 +0000</pubDate>
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		<item>
			<title><![CDATA[Zufriedenheit]]></title>
			<link>https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=32155</link>
			<pubDate>Wed, 08 Jul 2026 08:17:03 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-forum.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=32155</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Zufriedenheit</span><br />
<br />
Wie man das Glück, das Einzige, erjage,<br />
Ist aller Menschen sinnen und Beginnen;<br />
Doch wird ein Jeder anders sich besinnen,<br />
Was Glück denn sei, gilt’s Antwort auf die Frage.<br />
<br />
Und Einer denkt sich endlos goldne Tage,<br />
Ein Andrer Ehr’ und Geld und Gut gewinnen;<br />
Der Vollgenuß im Taflen und im Minnen,<br />
Dem schon genügt Erlaß von Not und Plage.<br />
<br />
Ich denke doch das Wahre zu entdecken:<br />
Denn schon des Volkes Stimme meint in Glücklich<br />
So etwas wie von Frieden und Zufrieden.<br />
<br />
Da haben wir’s! Befriedigung ausdrücklich<br />
Der Wünsche, darin ist das Glück beschieden! –<br />
Ja ja, Befried’gung wie von Zaun und Hecken!<br />
<br />
 <br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Zufriedenheit</span><br />
<br />
Wie man das Glück, das Einzige, erjage,<br />
Ist aller Menschen sinnen und Beginnen;<br />
Doch wird ein Jeder anders sich besinnen,<br />
Was Glück denn sei, gilt’s Antwort auf die Frage.<br />
<br />
Und Einer denkt sich endlos goldne Tage,<br />
Ein Andrer Ehr’ und Geld und Gut gewinnen;<br />
Der Vollgenuß im Taflen und im Minnen,<br />
Dem schon genügt Erlaß von Not und Plage.<br />
<br />
Ich denke doch das Wahre zu entdecken:<br />
Denn schon des Volkes Stimme meint in Glücklich<br />
So etwas wie von Frieden und Zufrieden.<br />
<br />
Da haben wir’s! Befriedigung ausdrücklich<br />
Der Wünsche, darin ist das Glück beschieden! –<br />
Ja ja, Befried’gung wie von Zaun und Hecken!<br />
<br />
 <br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Glück des Neides]]></title>
			<link>https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=32154</link>
			<pubDate>Tue, 09 Jun 2026 07:39:52 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-forum.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=32154</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"> Glück des Neides</span><br />
<br />
Im Ernste, wie? du könntest mich beneiden<br />
Um ein Talent, wie du es gütigst nennst?<br />
Du denkst von deinem Werte so bescheiden:<br />
Sieh nur, wie du dich selbst und mich verkennst!<br />
<br />
Ein wahr Gefühl in wahren Ausdruck kleiden,<br />
Daß Füll und Tiefe sich im Maß begrenzt –<br />
Bist du’s nicht selbst, die du mir stets zu beiden<br />
Gehalt und Form aus deiner Anmut gönnst?<br />
<br />
Und bin ich beneidenswert zu nennen –<br />
Denn Glückliche macht erst der Neider kund –,<br />
So muß ich doppelt mich dafür bekennen:<br />
<br />
Denn doppelt glücklich macht mich heut dein Mund;<br />
so wie du selbst mich findest zu beneiden,<br />
Muß jeder mich noch um den Neid beneiden.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"> Glück des Neides</span><br />
<br />
Im Ernste, wie? du könntest mich beneiden<br />
Um ein Talent, wie du es gütigst nennst?<br />
Du denkst von deinem Werte so bescheiden:<br />
Sieh nur, wie du dich selbst und mich verkennst!<br />
<br />
Ein wahr Gefühl in wahren Ausdruck kleiden,<br />
Daß Füll und Tiefe sich im Maß begrenzt –<br />
Bist du’s nicht selbst, die du mir stets zu beiden<br />
Gehalt und Form aus deiner Anmut gönnst?<br />
<br />
Und bin ich beneidenswert zu nennen –<br />
Denn Glückliche macht erst der Neider kund –,<br />
So muß ich doppelt mich dafür bekennen:<br />
<br />
Denn doppelt glücklich macht mich heut dein Mund;<br />
so wie du selbst mich findest zu beneiden,<br />
Muß jeder mich noch um den Neid beneiden.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Entschluß]]></title>
			<link>https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=29579</link>
			<pubDate>Sat, 13 Apr 2024 00:36:32 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-forum.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=29579</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Entschluß</span><br />
<br />
Umsonst ermahnst Du, Andern nachzustreben,<br />
Mich hoffnungsvollrem Dienst zu weihn! -<br />
Wie dünkt mich sonst ein Glück so schnöd' und klein,<br />
Um Dich, mein Einz'ges, dafür hinzugeben!<br />
<br />
Es ließen Märtyrer mit Lust ihr Leben,<br />
In grausen Qualen, namenloser Pein,<br />
Nur um dem eignen Herzen treu zu seyn,<br />
Und treu dem Glauben, dem sie sich ergeben.<br />
<br />
So heg' ich nur an Dich den Einen Glauben,<br />
Entsage willig jedem andern Hoffen,<br />
Und weihe mich dem zeitlichen Verderben;<br />
<br />
Nicht kann die Welt Dich mir, Du selbst nicht, rauben:<br />
Dein Auge zeigte mir den Himmel offen -<br />
Ich bin entzückt - für Dich, um Dich - zu sterben!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Entschluß</span><br />
<br />
Umsonst ermahnst Du, Andern nachzustreben,<br />
Mich hoffnungsvollrem Dienst zu weihn! -<br />
Wie dünkt mich sonst ein Glück so schnöd' und klein,<br />
Um Dich, mein Einz'ges, dafür hinzugeben!<br />
<br />
Es ließen Märtyrer mit Lust ihr Leben,<br />
In grausen Qualen, namenloser Pein,<br />
Nur um dem eignen Herzen treu zu seyn,<br />
Und treu dem Glauben, dem sie sich ergeben.<br />
<br />
So heg' ich nur an Dich den Einen Glauben,<br />
Entsage willig jedem andern Hoffen,<br />
Und weihe mich dem zeitlichen Verderben;<br />
<br />
Nicht kann die Welt Dich mir, Du selbst nicht, rauben:<br />
Dein Auge zeigte mir den Himmel offen -<br />
Ich bin entzückt - für Dich, um Dich - zu sterben!]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Gewalt der Liebe]]></title>
			<link>https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=29578</link>
			<pubDate>Thu, 11 Apr 2024 08:45:29 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-forum.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=29578</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Gewalt der Liebe</span><br />
<br />
Du willst, ich weiß es, nichts von Liebe hören<br />
Und schon das Wort vermag Dich zu betrüben,<br />
Und doch, wer kann Dich sehen und nicht lieben?<br />
Wer lieben, und das holde Wort verschwören?<br />
<br />
Dann mußt Du selbst uns Deinen Anblick wehren,<br />
Nicht Deines Wesens Zauberkraft mehr üben,<br />
Nicht mehr zum reizendsten von allen Trieben<br />
Durch süßen Blick und Schmeichelwort bethören.<br />
<br />
Doch ja! ich bin gefaßt das Wort zu meiden,<br />
Das Deines Busens keuschen Zorn empört,<br />
Zum letzten Mal vergönn' es noch zu nennen;<br />
<br />
Wie immer auch mein Innres möge leiden,<br />
Dein Wille wird allein von mir verehrt:<br />
"Nur Liebe kann zu lieben nicht bekennen!"]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Gewalt der Liebe</span><br />
<br />
Du willst, ich weiß es, nichts von Liebe hören<br />
Und schon das Wort vermag Dich zu betrüben,<br />
Und doch, wer kann Dich sehen und nicht lieben?<br />
Wer lieben, und das holde Wort verschwören?<br />
<br />
Dann mußt Du selbst uns Deinen Anblick wehren,<br />
Nicht Deines Wesens Zauberkraft mehr üben,<br />
Nicht mehr zum reizendsten von allen Trieben<br />
Durch süßen Blick und Schmeichelwort bethören.<br />
<br />
Doch ja! ich bin gefaßt das Wort zu meiden,<br />
Das Deines Busens keuschen Zorn empört,<br />
Zum letzten Mal vergönn' es noch zu nennen;<br />
<br />
Wie immer auch mein Innres möge leiden,<br />
Dein Wille wird allein von mir verehrt:<br />
"Nur Liebe kann zu lieben nicht bekennen!"]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Kaltsinn]]></title>
			<link>https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=29577</link>
			<pubDate>Tue, 09 Apr 2024 00:37:25 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-forum.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=29577</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Kaltsinn</span><br />
<br />
Von stiller Zärtlichkeit, die aufzublicken<br />
Zu Dir kaum wagt, schon selig Dich zu denken,<br />
Fliehst Du zur wilden Lust von losen Schwänken,<br />
Mir der Verachtung Dolch ins Herz zu drücken.<br />
<br />
Vermagst Du so ein treues Herz zu kränken,<br />
Das Du zuvor mit Schmeichelwort und Blicken<br />
Und süßer Huld gewußt Dir zu umstricken,<br />
Ja ganz Dein holdes Bild ihm einzusenken?<br />
<br />
Ach, sage! thatest Du's, mich nur zu prüfen?<br />
Mich zu entfremden ist Dir nicht gelungen:<br />
Die Fassung war von außen nur erzwungen,<br />
<br />
Indeß im Innern tausend Stimmen riefen:<br />
Ja, doppelt, dreyfach hast Du mich umschlungen,<br />
Ich liebe Dich aus allen Herzenstiefen!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Kaltsinn</span><br />
<br />
Von stiller Zärtlichkeit, die aufzublicken<br />
Zu Dir kaum wagt, schon selig Dich zu denken,<br />
Fliehst Du zur wilden Lust von losen Schwänken,<br />
Mir der Verachtung Dolch ins Herz zu drücken.<br />
<br />
Vermagst Du so ein treues Herz zu kränken,<br />
Das Du zuvor mit Schmeichelwort und Blicken<br />
Und süßer Huld gewußt Dir zu umstricken,<br />
Ja ganz Dein holdes Bild ihm einzusenken?<br />
<br />
Ach, sage! thatest Du's, mich nur zu prüfen?<br />
Mich zu entfremden ist Dir nicht gelungen:<br />
Die Fassung war von außen nur erzwungen,<br />
<br />
Indeß im Innern tausend Stimmen riefen:<br />
Ja, doppelt, dreyfach hast Du mich umschlungen,<br />
Ich liebe Dich aus allen Herzenstiefen!]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Zauber]]></title>
			<link>https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=29576</link>
			<pubDate>Sun, 07 Apr 2024 00:18:02 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-forum.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=29576</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Zauber</span><br />
<br />
Du aller Herzen, aller Augen Weide,<br />
Die uns in jeder Tracht auf's neu' entzückt:<br />
Denn immer bist Du durch Dich selbst geschmückt,<br />
Im Festgewand so wie im schlichten Kleide;<br />
<br />
Nur Ein Gewand, ein Himmel ist's von Seide,<br />
Das schon zu denken mein Gefühl beglückt,<br />
Da sich in ihm Dein Wesen ausgedrückt,<br />
Ist doch Dein allerwürdigstes Geschmeide,<br />
<br />
Voll Reiz und Pracht, voll hoher Würd' und Milde:<br />
Es locket Mild' und Reiz sich anzuschmiegen,<br />
Doch Würd' und Pracht heißt solchen Wunsch besiegen.<br />
<br />
So steigt vor Dir und Deinem Ebenbilde<br />
Des Blickes Sehnsucht, der nichts kann genügen<br />
Als in dieß Meer von Anmut zu versiegen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Zauber</span><br />
<br />
Du aller Herzen, aller Augen Weide,<br />
Die uns in jeder Tracht auf's neu' entzückt:<br />
Denn immer bist Du durch Dich selbst geschmückt,<br />
Im Festgewand so wie im schlichten Kleide;<br />
<br />
Nur Ein Gewand, ein Himmel ist's von Seide,<br />
Das schon zu denken mein Gefühl beglückt,<br />
Da sich in ihm Dein Wesen ausgedrückt,<br />
Ist doch Dein allerwürdigstes Geschmeide,<br />
<br />
Voll Reiz und Pracht, voll hoher Würd' und Milde:<br />
Es locket Mild' und Reiz sich anzuschmiegen,<br />
Doch Würd' und Pracht heißt solchen Wunsch besiegen.<br />
<br />
So steigt vor Dir und Deinem Ebenbilde<br />
Des Blickes Sehnsucht, der nichts kann genügen<br />
Als in dieß Meer von Anmut zu versiegen.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Neues Leben]]></title>
			<link>https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=29575</link>
			<pubDate>Fri, 05 Apr 2024 00:12:18 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-forum.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=29575</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Neues Leben</span><br />
<br />
Wie soll ich Dir, o Herrinn würdig danken,<br />
Daß Deine Huld vergönnt Dir zu entfalten,<br />
Was ich im kühnsten Aufschwung der Gedanken<br />
Nur kaum gewagt in Worte zu gestalten!<br />
<br />
Dein Blick, Dein Wort durchbrach der Demuth Schranken;<br />
Nun hab' ich nichts vor Dir geheim zu halten,<br />
Gefesselt hast Du meiner Sehnsucht Ranken,<br />
Sie kann, sie wird nur mit mir selbst erkalten.<br />
<br />
Ja bittrer Schuld sollt' ich mich zeihen,<br />
Daß ich des Lebens höchsten Schatz verloren,<br />
Nicht früh mein reinstes Streben Dir zu weihen!<br />
<br />
Huldreiche Frau! die Güte selbst, die Milde!<br />
Ich halte fest an Deinem Götterbilde;<br />
Dein Gnadenblick hat mich aufs neu geboren.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Neues Leben</span><br />
<br />
Wie soll ich Dir, o Herrinn würdig danken,<br />
Daß Deine Huld vergönnt Dir zu entfalten,<br />
Was ich im kühnsten Aufschwung der Gedanken<br />
Nur kaum gewagt in Worte zu gestalten!<br />
<br />
Dein Blick, Dein Wort durchbrach der Demuth Schranken;<br />
Nun hab' ich nichts vor Dir geheim zu halten,<br />
Gefesselt hast Du meiner Sehnsucht Ranken,<br />
Sie kann, sie wird nur mit mir selbst erkalten.<br />
<br />
Ja bittrer Schuld sollt' ich mich zeihen,<br />
Daß ich des Lebens höchsten Schatz verloren,<br />
Nicht früh mein reinstes Streben Dir zu weihen!<br />
<br />
Huldreiche Frau! die Güte selbst, die Milde!<br />
Ich halte fest an Deinem Götterbilde;<br />
Dein Gnadenblick hat mich aufs neu geboren.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Das Mittel]]></title>
			<link>https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=29574</link>
			<pubDate>Mon, 01 Apr 2024 03:35:08 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-forum.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=29574</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Das Mittel</span><br />
<br />
So darf mein Arm den Deinen nie berühren,<br />
Gönnst Du mir auch das Glück Dich zu geleiten!<br />
Und will ich Deine Hand zum Munde führen,<br />
Mit welcher Anmut weiß sie zu entgleiten!<br />
<br />
Muß nicht Dein Weigern mich nur mehr verführen,<br />
Dich reizende Gestalt mir zu erbeuten? -<br />
Ich hoffe nicht durch Flehen Dich zu rühren,<br />
Allein zu kühnern Mitteln kann ich schreiten!<br />
<br />
Magst Du auch ewig meinem Arm entrinnen,<br />
Du schärfest um so mehr die Kraft der Augen,<br />
Die insgeheim mit Blicken Dich umspinnen;<br />
<br />
Und wie die Blumen still das Licht der Sonnen,<br />
So streben küssend sie Dich einzusaugen,<br />
Bis sie Dich ganz auf ewig sich gewonnen!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Das Mittel</span><br />
<br />
So darf mein Arm den Deinen nie berühren,<br />
Gönnst Du mir auch das Glück Dich zu geleiten!<br />
Und will ich Deine Hand zum Munde führen,<br />
Mit welcher Anmut weiß sie zu entgleiten!<br />
<br />
Muß nicht Dein Weigern mich nur mehr verführen,<br />
Dich reizende Gestalt mir zu erbeuten? -<br />
Ich hoffe nicht durch Flehen Dich zu rühren,<br />
Allein zu kühnern Mitteln kann ich schreiten!<br />
<br />
Magst Du auch ewig meinem Arm entrinnen,<br />
Du schärfest um so mehr die Kraft der Augen,<br />
Die insgeheim mit Blicken Dich umspinnen;<br />
<br />
Und wie die Blumen still das Licht der Sonnen,<br />
So streben küssend sie Dich einzusaugen,<br />
Bis sie Dich ganz auf ewig sich gewonnen!]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Die Zauber-Chiffre]]></title>
			<link>https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=29573</link>
			<pubDate>Sat, 30 Mar 2024 02:26:52 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-forum.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=29573</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Die Zauber-Chiffre</span><br />
<br />
Was deuten diese magischen Gestalten,<br />
So glühnde Rosen auf des Winters Auen?<br />
Wird nicht ihr Brand den zarten Schnee erthauen?<br />
Wird nicht vom Schnee die Purpurglut erkalten? -<br />
<br />
Sieh, sieh! Beweglich lassen sie sich schauen!<br />
Ein Zaubergeist kann nur in ihnen walten.<br />
O Wunder, wie sie sich zum Wort gestalten<br />
Und holden Sinn in Blumenschrift vertrauen!<br />
<br />
Ja nun erkenn' ich sie, die theuren Lettern,<br />
Und jene Hand, die ach! so zart, so milde,<br />
Zum schönsten Kranze sie für mich ersann:<br />
<br />
Was sag' ich, Hand? Nein mehr, bey allen Göttern!<br />
Ihr eigner Purpurmund in süßem Bilde<br />
Spricht rosig mich aus diesen Rosen an.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Die Zauber-Chiffre</span><br />
<br />
Was deuten diese magischen Gestalten,<br />
So glühnde Rosen auf des Winters Auen?<br />
Wird nicht ihr Brand den zarten Schnee erthauen?<br />
Wird nicht vom Schnee die Purpurglut erkalten? -<br />
<br />
Sieh, sieh! Beweglich lassen sie sich schauen!<br />
Ein Zaubergeist kann nur in ihnen walten.<br />
O Wunder, wie sie sich zum Wort gestalten<br />
Und holden Sinn in Blumenschrift vertrauen!<br />
<br />
Ja nun erkenn' ich sie, die theuren Lettern,<br />
Und jene Hand, die ach! so zart, so milde,<br />
Zum schönsten Kranze sie für mich ersann:<br />
<br />
Was sag' ich, Hand? Nein mehr, bey allen Göttern!<br />
Ihr eigner Purpurmund in süßem Bilde<br />
Spricht rosig mich aus diesen Rosen an.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Abschiedskarte]]></title>
			<link>https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=29572</link>
			<pubDate>Thu, 28 Mar 2024 10:55:58 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-forum.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=29572</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Abschiedskarte</span><br />
<br />
Du gehst - und ach! der Lenz, der nun begonnen,<br />
Dein schönes Ebenbild, wird mit Dir scheiden! -<br />
Mit eins ist Lust und Leben mir zerronnen:<br />
Denn mit Dir ziehen alle meine Freuden!<br />
<br />
Zur fernen Flur, die ewig drum zu neiden,<br />
Bringst Du des Himmels allerreinste Wonnen;<br />
Sie wird dein Blick in frische Blumen kleiden,<br />
Die freudig sich an seinem Lichte sonnen.<br />
<br />
Und ach! die ich gehofft für Dich zu pflücken,<br />
Sie müssen fern von Deinem Aug' erblassen<br />
Und sterben, eh' zum holden Licht sie kamen.<br />
<br />
Umsonst strebt' ich im Bilde Dich zu fassen:<br />
Wie Echo schwindest Du vor meinen Blicken,<br />
Und bleibst mir nur zurück im süßen Namen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Abschiedskarte</span><br />
<br />
Du gehst - und ach! der Lenz, der nun begonnen,<br />
Dein schönes Ebenbild, wird mit Dir scheiden! -<br />
Mit eins ist Lust und Leben mir zerronnen:<br />
Denn mit Dir ziehen alle meine Freuden!<br />
<br />
Zur fernen Flur, die ewig drum zu neiden,<br />
Bringst Du des Himmels allerreinste Wonnen;<br />
Sie wird dein Blick in frische Blumen kleiden,<br />
Die freudig sich an seinem Lichte sonnen.<br />
<br />
Und ach! die ich gehofft für Dich zu pflücken,<br />
Sie müssen fern von Deinem Aug' erblassen<br />
Und sterben, eh' zum holden Licht sie kamen.<br />
<br />
Umsonst strebt' ich im Bilde Dich zu fassen:<br />
Wie Echo schwindest Du vor meinen Blicken,<br />
Und bleibst mir nur zurück im süßen Namen.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Reisewunsch]]></title>
			<link>https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=29571</link>
			<pubDate>Fri, 08 Mar 2024 08:57:55 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-forum.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=29571</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Reisewunsch</span><br />
<br />
Fühlst Du nun bald auf väterlichen Auen<br />
Der Berge Frühlings-Lüftchen Dich umfließen,<br />
Wie sehnsuchtsvoll die Wolken auf Dich schauen<br />
Und freundlich nickend Blum' und Zweig begrüßen;<br />
<br />
Siehst Du am Fels, im heimlich-süßen Grauen<br />
Der Einsamkeit, ein traulich Moos entsprießen<br />
Und bey des Abends seligem Niederthauen<br />
Sein glühend Roth Dich liebend übergießen;<br />
<br />
Hörst Du des Waldbachs nächtlich-fernes Rauschen,<br />
Indeß des Mondes Glanz in blauen Weiten,<br />
Der Sterne Hochwacht, schützend, sich entzündet:<br />
<br />
Verschmähe nicht den Ahnungen zu lauschen:<br />
Es ist mein Geist, der sich Dir anzudeuten<br />
Mit Erd' und Himmel sehnsuchtsvoll verkündet.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Reisewunsch</span><br />
<br />
Fühlst Du nun bald auf väterlichen Auen<br />
Der Berge Frühlings-Lüftchen Dich umfließen,<br />
Wie sehnsuchtsvoll die Wolken auf Dich schauen<br />
Und freundlich nickend Blum' und Zweig begrüßen;<br />
<br />
Siehst Du am Fels, im heimlich-süßen Grauen<br />
Der Einsamkeit, ein traulich Moos entsprießen<br />
Und bey des Abends seligem Niederthauen<br />
Sein glühend Roth Dich liebend übergießen;<br />
<br />
Hörst Du des Waldbachs nächtlich-fernes Rauschen,<br />
Indeß des Mondes Glanz in blauen Weiten,<br />
Der Sterne Hochwacht, schützend, sich entzündet:<br />
<br />
Verschmähe nicht den Ahnungen zu lauschen:<br />
Es ist mein Geist, der sich Dir anzudeuten<br />
Mit Erd' und Himmel sehnsuchtsvoll verkündet.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Nähe und Ferne]]></title>
			<link>https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=29570</link>
			<pubDate>Wed, 06 Mar 2024 09:08:26 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-forum.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=29570</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Nähe und Ferne</span><br />
<br />
Nicht in vergangne, nicht in künftge Ferne<br />
Zieht Sehnsucht Dich und hoffendes Verlangen;<br />
Nur an der Gegenwart liebst Du zu hangen<br />
Und greifst das Leben so im innern Kerne.<br />
<br />
O diesem Beyspiel folgt' ich nur zu gerne<br />
Und hielte Deine Gegenwart umfangen;<br />
Doch, kaum erschienen, bist Du mir vergangen<br />
Und lässest mich allein in jener Ferne:<br />
<br />
So leb' ich im Erinnern nur und Hoffen,<br />
Von Dir getrennt, ein einsam Dämmrungsleben,<br />
Des vollen Tages sehnsuchtsvoll gewärtig;<br />
<br />
Ja ewig bliebe mir der Himmel offen,<br />
Der reine Tag im goldnen Lichte schweben -<br />
Wärst Du, o Sonne, nur mir gegenwärtig!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Nähe und Ferne</span><br />
<br />
Nicht in vergangne, nicht in künftge Ferne<br />
Zieht Sehnsucht Dich und hoffendes Verlangen;<br />
Nur an der Gegenwart liebst Du zu hangen<br />
Und greifst das Leben so im innern Kerne.<br />
<br />
O diesem Beyspiel folgt' ich nur zu gerne<br />
Und hielte Deine Gegenwart umfangen;<br />
Doch, kaum erschienen, bist Du mir vergangen<br />
Und lässest mich allein in jener Ferne:<br />
<br />
So leb' ich im Erinnern nur und Hoffen,<br />
Von Dir getrennt, ein einsam Dämmrungsleben,<br />
Des vollen Tages sehnsuchtsvoll gewärtig;<br />
<br />
Ja ewig bliebe mir der Himmel offen,<br />
Der reine Tag im goldnen Lichte schweben -<br />
Wärst Du, o Sonne, nur mir gegenwärtig!]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Bononischer Stein]]></title>
			<link>https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=29569</link>
			<pubDate>Mon, 04 Mar 2024 09:28:22 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-forum.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=29569</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Bononischer Stein</span><br />
<br />
Kennst Du wohl jenen Stein, den wunderbaren,<br />
Der aus der Sonne saugt ein heimlich Leben? -<br />
Doch läßt sein stilles liebevolles Streben<br />
Ihr allgemeiner Tag uns nicht gewahren;<br />
<br />
Nur wenn ihn Nacht und Finsterniß umweben,<br />
Kann das Geheimniß hell sich offenbaren:<br />
Entzündet von dem Licht, das er erfahren,<br />
Siehst Du es ihn erglühend wiedergeben.<br />
<br />
Ihm gleicht mein Herz, das ingeheim entglommen,<br />
Von Deiner Nähe Sonnenglanz verschlungen<br />
Die Gluth verheelt, die Du in ihm entzündet,<br />
<br />
Doch wenn ihm Nacht und Einsamkeit gekommen,<br />
Das süße Licht, von dem es ganz durchdrungen,<br />
In Liedes Tönen leuchtend Dir verkündet.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Bononischer Stein</span><br />
<br />
Kennst Du wohl jenen Stein, den wunderbaren,<br />
Der aus der Sonne saugt ein heimlich Leben? -<br />
Doch läßt sein stilles liebevolles Streben<br />
Ihr allgemeiner Tag uns nicht gewahren;<br />
<br />
Nur wenn ihn Nacht und Finsterniß umweben,<br />
Kann das Geheimniß hell sich offenbaren:<br />
Entzündet von dem Licht, das er erfahren,<br />
Siehst Du es ihn erglühend wiedergeben.<br />
<br />
Ihm gleicht mein Herz, das ingeheim entglommen,<br />
Von Deiner Nähe Sonnenglanz verschlungen<br />
Die Gluth verheelt, die Du in ihm entzündet,<br />
<br />
Doch wenn ihm Nacht und Einsamkeit gekommen,<br />
Das süße Licht, von dem es ganz durchdrungen,<br />
In Liedes Tönen leuchtend Dir verkündet.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Lebendiger Spiegel]]></title>
			<link>https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=29568</link>
			<pubDate>Thu, 29 Feb 2024 01:09:12 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-forum.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=29568</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Lebendiger Spiegel</span><br />
<br />
Wie magst Du Dich dem todten Spiegel zeigen,<br />
Den stumm und kalten um ein Urtheil fragen?<br />
Laß ihn Dir auch gewohntes Schöne sagen,<br />
Das Schönste muß er ewig Dir verschweigen;<br />
<br />
Er hat kein Herz in keinem Busen schlagen,<br />
Um Dir in Lieb' und Ehrfurcht anzuneigen,<br />
Dich Deiner Anmut ganz zu überzeugen:<br />
Du würdest sonst Dich im Gedächtniß tragen.<br />
<br />
O dürft' ich so statt seiner, vor Dich treten,<br />
Und Du, wie ihm, so mir ins Auge schauen,<br />
Das Unbewußte würd' ich Dir vertrauen;<br />
<br />
Du würdest Dich nicht so an Dich gewöhnen,<br />
Nein, überrascht, mit steigendem Erröthen,<br />
Dich vor Dir selbst und mir verschönen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Lebendiger Spiegel</span><br />
<br />
Wie magst Du Dich dem todten Spiegel zeigen,<br />
Den stumm und kalten um ein Urtheil fragen?<br />
Laß ihn Dir auch gewohntes Schöne sagen,<br />
Das Schönste muß er ewig Dir verschweigen;<br />
<br />
Er hat kein Herz in keinem Busen schlagen,<br />
Um Dir in Lieb' und Ehrfurcht anzuneigen,<br />
Dich Deiner Anmut ganz zu überzeugen:<br />
Du würdest sonst Dich im Gedächtniß tragen.<br />
<br />
O dürft' ich so statt seiner, vor Dich treten,<br />
Und Du, wie ihm, so mir ins Auge schauen,<br />
Das Unbewußte würd' ich Dir vertrauen;<br />
<br />
Du würdest Dich nicht so an Dich gewöhnen,<br />
Nein, überrascht, mit steigendem Erröthen,<br />
Dich vor Dir selbst und mir verschönen.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Die Klippe]]></title>
			<link>https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=29567</link>
			<pubDate>Fri, 09 Feb 2024 08:25:42 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-forum.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=29567</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Die Klippe</span><br />
<br />
Wenn aus der tiefen Nacht der Wimpern Säume<br />
Mir Deiner Augen Licht, der süßen, blauen,<br />
So freundlich lacht, wie sonnige Veilchen-Auen<br />
Aus ernstem Kranze schattendunkler Bäume:<br />
<br />
Den Himmel selbst, gefaßt in diese Räume,<br />
Und Edens Fluren wähn' ich einzuschauen!<br />
Da will mein Blick sich eine Heimat bauen,<br />
Mein Geist lustwallt vertieft in holde Träume -<br />
<br />
Doch ach! traumwandelnd ruft' es aus den heitern<br />
Gefilden plötzlich ihn, wie Stimmen der Sirene,<br />
Herab zum Rosenbord der schönsten Lippen,<br />
<br />
Und Ohr und Blick versenkt zum Quell der Töne,<br />
Muß er, im Angesicht der Zauberklippen,<br />
Umsonst erwacht, nur so gewisser scheitern!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Die Klippe</span><br />
<br />
Wenn aus der tiefen Nacht der Wimpern Säume<br />
Mir Deiner Augen Licht, der süßen, blauen,<br />
So freundlich lacht, wie sonnige Veilchen-Auen<br />
Aus ernstem Kranze schattendunkler Bäume:<br />
<br />
Den Himmel selbst, gefaßt in diese Räume,<br />
Und Edens Fluren wähn' ich einzuschauen!<br />
Da will mein Blick sich eine Heimat bauen,<br />
Mein Geist lustwallt vertieft in holde Träume -<br />
<br />
Doch ach! traumwandelnd ruft' es aus den heitern<br />
Gefilden plötzlich ihn, wie Stimmen der Sirene,<br />
Herab zum Rosenbord der schönsten Lippen,<br />
<br />
Und Ohr und Blick versenkt zum Quell der Töne,<br />
Muß er, im Angesicht der Zauberklippen,<br />
Umsonst erwacht, nur so gewisser scheitern!]]></content:encoded>
		</item>
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