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		<title><![CDATA[Sonett-Forum - Zwischenmenschliches]]></title>
		<link>https://sonett-forum.de/</link>
		<description><![CDATA[Sonett-Forum - https://sonett-forum.de]]></description>
		<pubDate>Tue, 07 Jul 2026 11:05:34 +0000</pubDate>
		<generator>MyBB</generator>
		<item>
			<title><![CDATA[Romantiker]]></title>
			<link>https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=34665</link>
			<pubDate>Sat, 27 Jun 2026 15:04:06 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-forum.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=34665</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Romantiker</span><br />
<br />
Als sie mich als Romantiker benannte,<br />
da klang es so, als sei es eine Rüge,<br />
ein Vorwurf, dass ich mich nur selbst belüge<br />
und dass ich doch das Leben noch nicht kannte.<br />
<br />
Da war wohl wirklich etwas Wahres dran,<br />
doch spürte ich, dass ihre ganze stolze Kühle<br />
nur Schutz war für die eigenen Gefühle,<br />
die sie mit Mühe nur beherrschen kann.<br />
<br />
Wenn es mir wirklich an Erfahrung fehlt,<br />
weil ich noch immer den Gefühlen traue,<br />
dann will ich andere Erfahrung machen:<br />
<br />
Erfahrung die begeistert und beseelt,<br />
und die, wenn ich auf meine Wunden schaue,<br />
im Stande ist, die Glut neu zu entfachen.<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Romantiker</span><br />
<br />
Als sie mich als Romantiker benannte,<br />
da klang es so, als sei es eine Rüge,<br />
ein Vorwurf, dass ich mich nur selbst belüge<br />
und dass ich doch das Leben noch nicht kannte.<br />
<br />
Da war wohl wirklich etwas Wahres dran,<br />
doch spürte ich, dass ihre ganze stolze Kühle<br />
nur Schutz war für die eigenen Gefühle,<br />
die sie mit Mühe nur beherrschen kann.<br />
<br />
Wenn es mir wirklich an Erfahrung fehlt,<br />
weil ich noch immer den Gefühlen traue,<br />
dann will ich andere Erfahrung machen:<br />
<br />
Erfahrung die begeistert und beseelt,<br />
und die, wenn ich auf meine Wunden schaue,<br />
im Stande ist, die Glut neu zu entfachen.<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Briefe schreiben]]></title>
			<link>https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=32995</link>
			<pubDate>Sat, 27 Jun 2026 14:16:55 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-forum.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=32995</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Briefe schreiben</span><br />
<br />
Ich mag sie sehr, die Vorstellung des Briefes<br />
und wie im Schwung der Schreibhand, ja, du weißt es,<br />
sich formuliert der Schwung des eignen Geistes.<br />
Das Schreiben hat etwas Kontemplatives.<br />
<br />
Da ist der Brief Gedichten eng verwandt,<br />
in denen sich Ideen manifestieren.<br />
Wenn wir uns auf die Zeichen konzentrieren,<br />
vertrau'n wir die Ideen unsrer Hand,<br />
<br />
dass sie sie in gemessne Zeilen setze,<br />
proportioniert die Worte und nicht länger<br />
die Zeilen, als es unser Blatt verträgt...<br />
<br />
Ich schreibe selten Briefe, doch ich schätze,<br />
ich hab den Traum nun lang genug gehegt.<br />
Nun endlich gibt 's den passenden Empfanger!<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Briefe schreiben</span><br />
<br />
Ich mag sie sehr, die Vorstellung des Briefes<br />
und wie im Schwung der Schreibhand, ja, du weißt es,<br />
sich formuliert der Schwung des eignen Geistes.<br />
Das Schreiben hat etwas Kontemplatives.<br />
<br />
Da ist der Brief Gedichten eng verwandt,<br />
in denen sich Ideen manifestieren.<br />
Wenn wir uns auf die Zeichen konzentrieren,<br />
vertrau'n wir die Ideen unsrer Hand,<br />
<br />
dass sie sie in gemessne Zeilen setze,<br />
proportioniert die Worte und nicht länger<br />
die Zeilen, als es unser Blatt verträgt...<br />
<br />
Ich schreibe selten Briefe, doch ich schätze,<br />
ich hab den Traum nun lang genug gehegt.<br />
Nun endlich gibt 's den passenden Empfanger!<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Dunkelrot]]></title>
			<link>https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=32994</link>
			<pubDate>Sat, 27 Jun 2026 14:16:34 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-forum.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=32994</guid>
			<description><![CDATA[.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Dunkelrot</span><br />
<br />
Das Näpfchen Farbe ist noch unberührt,<br />
das du mir sandtest mit dem letzten Brief.<br />
Nun such' ich allezeit nach dem Motiv,<br />
zu dem mich deine kleine Gabe führt.<br />
<br />
Wenn ich also durch Stadt und Landschaft streife,<br />
dann liegt nicht so viel Rotes auf dem Weg.<br />
Mal zu orange, mal trüb... und ich begreife:<br />
Dein Rot zu mischen wäre Sakrileg!<br />
<br />
Soll ich es aufbewahren, bis vielleicht<br />
ich meinen Idealen näher bin<br />
und es vermischen nicht mehr heiß, verschmieren?<br />
<br />
Das Ideal pflegt sich im Kopf so leicht,<br />
doch macht es praktisch oftmals dann erst Sinn,<br />
ist man bereit die Unschuld zu verlieren.<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Dunkelrot</span><br />
<br />
Das Näpfchen Farbe ist noch unberührt,<br />
das du mir sandtest mit dem letzten Brief.<br />
Nun such' ich allezeit nach dem Motiv,<br />
zu dem mich deine kleine Gabe führt.<br />
<br />
Wenn ich also durch Stadt und Landschaft streife,<br />
dann liegt nicht so viel Rotes auf dem Weg.<br />
Mal zu orange, mal trüb... und ich begreife:<br />
Dein Rot zu mischen wäre Sakrileg!<br />
<br />
Soll ich es aufbewahren, bis vielleicht<br />
ich meinen Idealen näher bin<br />
und es vermischen nicht mehr heiß, verschmieren?<br />
<br />
Das Ideal pflegt sich im Kopf so leicht,<br />
doch macht es praktisch oftmals dann erst Sinn,<br />
ist man bereit die Unschuld zu verlieren.<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Sans souci]]></title>
			<link>https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=32991</link>
			<pubDate>Sat, 27 Jun 2026 14:15:22 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-forum.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=32991</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Sans souci</span><br />
<br />
Du kennst die Bilder auch: altmeisterliche<br />
von Landschaften mit frisch verliebten Paaren,<br />
die unspektakulär, doch stimmig waren.<br />
Wir kamen ihrem Zauber auf die Schliche,<br />
<br />
der immer um uns war und näher kam,<br />
wenn wir ihm nur Gelegenheiten gaben.<br />
Es hat genügt, dass wir einander haben<br />
und unser Glück ward uns so taubenzahm...<br />
<br />
Ein Viertelstündchen einträchtiges Schweigen,<br />
das einen intensiven Abend krönt ...<br />
Zwei Seelen, die sich ineinander lehnen.<br />
<br />
Wenn wir uns fürder solche Pärchen zeigen,<br />
strahlt Glück aus ihnen, das sie noch verschönt<br />
und die Gewissheit, wir gerhör'n zu jenen.<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Sans souci</span><br />
<br />
Du kennst die Bilder auch: altmeisterliche<br />
von Landschaften mit frisch verliebten Paaren,<br />
die unspektakulär, doch stimmig waren.<br />
Wir kamen ihrem Zauber auf die Schliche,<br />
<br />
der immer um uns war und näher kam,<br />
wenn wir ihm nur Gelegenheiten gaben.<br />
Es hat genügt, dass wir einander haben<br />
und unser Glück ward uns so taubenzahm...<br />
<br />
Ein Viertelstündchen einträchtiges Schweigen,<br />
das einen intensiven Abend krönt ...<br />
Zwei Seelen, die sich ineinander lehnen.<br />
<br />
Wenn wir uns fürder solche Pärchen zeigen,<br />
strahlt Glück aus ihnen, das sie noch verschönt<br />
und die Gewissheit, wir gerhör'n zu jenen.<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Talk about Sex]]></title>
			<link>https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=29618</link>
			<pubDate>Sat, 27 Jun 2026 13:17:33 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-forum.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=29618</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Talk about Sex</span><br />
(Teil einer Tenzone mit Jan Hendrik Rübel)<br />
<br />
Wozu genieren? Ist es nicht normal,<br />
es auch zu haben, - oder doch zu wollen?<br />
Wer sagt, dass wir nicht drüber reden sollen?<br />
Wir reden, - doch wie schnell wirkt es banal,<br />
<br />
als ginge es um eine Handelsware:<br />
Man gibt, man nimmt, man bleibt doch immer fair<br />
und tut, als ob es was Besondres wär...<br />
Was will ich denn? - Ich will, dass ich erfahre,<br />
<br />
dass ich geliebt bin und begehrenswert!<br />
Nichts darf normal sein und inflationär<br />
gebraucht. Es sollte auch nicht immer schwer<br />
<br />
erkämpft sein, doch empfunden sei es tief,<br />
zu ehren jenen Menschen, der dich ehrt.<br />
Dann sprich es aus, doch spreche exklusiv.<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Talk about Sex</span><br />
(Teil einer Tenzone mit Jan Hendrik Rübel)<br />
<br />
Wozu genieren? Ist es nicht normal,<br />
es auch zu haben, - oder doch zu wollen?<br />
Wer sagt, dass wir nicht drüber reden sollen?<br />
Wir reden, - doch wie schnell wirkt es banal,<br />
<br />
als ginge es um eine Handelsware:<br />
Man gibt, man nimmt, man bleibt doch immer fair<br />
und tut, als ob es was Besondres wär...<br />
Was will ich denn? - Ich will, dass ich erfahre,<br />
<br />
dass ich geliebt bin und begehrenswert!<br />
Nichts darf normal sein und inflationär<br />
gebraucht. Es sollte auch nicht immer schwer<br />
<br />
erkämpft sein, doch empfunden sei es tief,<br />
zu ehren jenen Menschen, der dich ehrt.<br />
Dann sprich es aus, doch spreche exklusiv.<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Am Borwin-Brunnen]]></title>
			<link>https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=24950</link>
			<pubDate>Sat, 27 Jun 2026 11:48:27 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-forum.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=24950</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Am Borwin-Brunnen</span><br />
in Güstrow<br />
<br />
<br />
Ein Gleißen geht bei hohem Sonnenstand<br />
rings um den Brunnen. Es ist hell und warm<br />
und eine junge Mutter sitzt am Rand.<br />
ihr Kleiner zieht energisch sie am Arm,<br />
<br />
dann drängelt er sich hoch auf ihren Schoß.<br />
Unter der großen Schale Sandsteinrand:<br />
sechs Bronzefische - und aus jedem Mund<br />
ein Wasserstrahl. Wie faßt man diese blos?<br />
<br />
Oh, wie das glitzert, plätschert, spritzt und platscht!<br />
Von ein paar Tauben argwöhnisch beäugt,<br />
weil er so hektische Bewegung macht,<br />
<br />
wird er von Mama, die sich rüberbeugt,<br />
herangereicht ans kalte Nass. Er klatscht<br />
vor Übermut und auch die Mutter lacht.<br />
<br />
<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Am Borwin-Brunnen</span><br />
in Güstrow<br />
<br />
<br />
Ein Gleißen geht bei hohem Sonnenstand<br />
rings um den Brunnen. Es ist hell und warm<br />
und eine junge Mutter sitzt am Rand.<br />
ihr Kleiner zieht energisch sie am Arm,<br />
<br />
dann drängelt er sich hoch auf ihren Schoß.<br />
Unter der großen Schale Sandsteinrand:<br />
sechs Bronzefische - und aus jedem Mund<br />
ein Wasserstrahl. Wie faßt man diese blos?<br />
<br />
Oh, wie das glitzert, plätschert, spritzt und platscht!<br />
Von ein paar Tauben argwöhnisch beäugt,<br />
weil er so hektische Bewegung macht,<br />
<br />
wird er von Mama, die sich rüberbeugt,<br />
herangereicht ans kalte Nass. Er klatscht<br />
vor Übermut und auch die Mutter lacht.<br />
<br />
<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Torsten]]></title>
			<link>https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=24118</link>
			<pubDate>Sat, 27 Jun 2026 11:31:40 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-forum.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=24118</guid>
			<description><![CDATA[.<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Torsten</span><br />
<br />
<br />
Wir standen unter keinem guten Stern,<br />
wie es das in der welt wohl öfter gibt,<br />
wenn man so sehr den selben Menschen liebt.<br />
Wir hielten uns lang voneinander fern,<br />
was leichter schien, als uns mal auszusprechen.<br />
Er war ein exzellenter Gitarrist;<br />
Er war ein Menschenfreund und als Buddhist,<br />
war es dann wohl an ihm, das Eis zu brechen.<br />
<br />
Das muss man wollen, und man muss es können,<br />
aus dem erlebten Schmerz Verständnuis ziehen.<br />
Ein Annehmen des Schicksals und ein Gönnen,<br />
denn letztlich ist das Leben nur geliehen.<br />
Die Haltung, die er sich im Schmerz erwarb,<br />
half ihm wohl auch, als er dann zu früh starb.<br />
<br />
<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[.<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Torsten</span><br />
<br />
<br />
Wir standen unter keinem guten Stern,<br />
wie es das in der welt wohl öfter gibt,<br />
wenn man so sehr den selben Menschen liebt.<br />
Wir hielten uns lang voneinander fern,<br />
was leichter schien, als uns mal auszusprechen.<br />
Er war ein exzellenter Gitarrist;<br />
Er war ein Menschenfreund und als Buddhist,<br />
war es dann wohl an ihm, das Eis zu brechen.<br />
<br />
Das muss man wollen, und man muss es können,<br />
aus dem erlebten Schmerz Verständnuis ziehen.<br />
Ein Annehmen des Schicksals und ein Gönnen,<br />
denn letztlich ist das Leben nur geliehen.<br />
Die Haltung, die er sich im Schmerz erwarb,<br />
half ihm wohl auch, als er dann zu früh starb.<br />
<br />
<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[De oude Kerk]]></title>
			<link>https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=5178</link>
			<pubDate>Sat, 27 Jun 2026 11:24:54 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-forum.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=5178</guid>
			<description><![CDATA[.<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">De oude Kerk</span><br />
<br />
Der Chor ist noch nicht allzu lang verstummt;<br />
Die Tür geht auf und Pastor Brugg entlässt<br />
die Gottesdienstbesucher: "Frohes Fest! -<br />
und grüßen Sie die Gattin!" - Einer summt<br />
<br />
das letzte Lied noch auf dem Weg hinaus.<br />
Die Kleinen ziehn die Großen an den Händen,<br />
um nun blos keine Zeit mehr zu verschwenden...<br />
Ein Jahr, dann hat er wieder volles Haus.<br />
<br />
Brugg blickt zurück auf seine Weihnachtsmette,<br />
noch gnädiger als sonst scheint sein Gesicht,<br />
und wie ein eingefrornes Feuerwerk<br />
strahlt in der Linde eine Lichterkette.<br />
Nach einer Weile löscht er noch das Licht<br />
und Stille Nacht liegt op de oude Kerk.<br />
<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[.<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">De oude Kerk</span><br />
<br />
Der Chor ist noch nicht allzu lang verstummt;<br />
Die Tür geht auf und Pastor Brugg entlässt<br />
die Gottesdienstbesucher: "Frohes Fest! -<br />
und grüßen Sie die Gattin!" - Einer summt<br />
<br />
das letzte Lied noch auf dem Weg hinaus.<br />
Die Kleinen ziehn die Großen an den Händen,<br />
um nun blos keine Zeit mehr zu verschwenden...<br />
Ein Jahr, dann hat er wieder volles Haus.<br />
<br />
Brugg blickt zurück auf seine Weihnachtsmette,<br />
noch gnädiger als sonst scheint sein Gesicht,<br />
und wie ein eingefrornes Feuerwerk<br />
strahlt in der Linde eine Lichterkette.<br />
Nach einer Weile löscht er noch das Licht<br />
und Stille Nacht liegt op de oude Kerk.<br />
<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Zum Wohlsein]]></title>
			<link>https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=36102</link>
			<pubDate>Wed, 22 Apr 2026 08:49:43 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-forum.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=36102</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Zum Wohlsein</span><br />
<br />
Was soll, was kann ich aus dem Blau noch lesen?<br />
Der Sommer spiegelt seine Turbulenzen<br />
in deinen Augen, die sich feucht entgrenzen,<br />
die noch gewahren, was so falsch gewesen.<br />
<br />
Man spricht so oft und leicht von Konsequenzen<br />
im Plauderton am nächsten Kneipentresen,<br />
doch kann ich wenig tun, dir zum Genesen.<br />
Ich hoffe selbst auf bessere Tendenzen.<br />
<br />
Ich proste dir nur noch mal zu; „Zum Wohlsein“<br />
und kann doch viel zu wenig für dich tun.<br />
Die Lösung kennst du selber. Sie liegt wohl in<br />
 <br />
dir. Ich würde gerne Ruhepol sein,<br />
doch läßt mich dein Geschick oft selbst nicht ruhn.<br />
Du wardst mir längst zur Achse, meine Polin. <br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Zum Wohlsein</span><br />
<br />
Was soll, was kann ich aus dem Blau noch lesen?<br />
Der Sommer spiegelt seine Turbulenzen<br />
in deinen Augen, die sich feucht entgrenzen,<br />
die noch gewahren, was so falsch gewesen.<br />
<br />
Man spricht so oft und leicht von Konsequenzen<br />
im Plauderton am nächsten Kneipentresen,<br />
doch kann ich wenig tun, dir zum Genesen.<br />
Ich hoffe selbst auf bessere Tendenzen.<br />
<br />
Ich proste dir nur noch mal zu; „Zum Wohlsein“<br />
und kann doch viel zu wenig für dich tun.<br />
Die Lösung kennst du selber. Sie liegt wohl in<br />
 <br />
dir. Ich würde gerne Ruhepol sein,<br />
doch läßt mich dein Geschick oft selbst nicht ruhn.<br />
Du wardst mir längst zur Achse, meine Polin. <br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Noch näher]]></title>
			<link>https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=36092</link>
			<pubDate>Sat, 18 Apr 2026 00:37:20 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-forum.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=36092</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Noch näher</span><br />
<br />
Ich habe nicht oft so geliebt und gelitten<br />
(mir liegt aber auch sehr viel Glück auf der Waage).<br />
Du stellst nicht von ungefähr immer die Frage,<br />
was ich noch ertrage, doch glaub mir, inmitten<br />
 <br />
der Wirren, kenn’ ich sehr genau meine Lage.<br />
Kein fleddern der imaginär’n Margeritten;<br />
ich kann noch nichts fordern, doch muß ich dich bitten:<br />
Nimm wörtlich, was ich immer ich über uns sage.<br />
<br />
Vertraut ist dein Wort und ich kenn dein Gebahren,<br />
ich ahne, wohin die Gedanken dir schweifen<br />
Nicht immer -  doch sollst du mir vollständig klaren.<br />
<br />
Ich mag es auch dir durch die Locken zu streifen,<br />
will mit Herz und Hand Leib und Seele erfahren;<br />
ich will dich doch näher, dich spür’n und begreifen.<br />
<br />
 <br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Noch näher</span><br />
<br />
Ich habe nicht oft so geliebt und gelitten<br />
(mir liegt aber auch sehr viel Glück auf der Waage).<br />
Du stellst nicht von ungefähr immer die Frage,<br />
was ich noch ertrage, doch glaub mir, inmitten<br />
 <br />
der Wirren, kenn’ ich sehr genau meine Lage.<br />
Kein fleddern der imaginär’n Margeritten;<br />
ich kann noch nichts fordern, doch muß ich dich bitten:<br />
Nimm wörtlich, was ich immer ich über uns sage.<br />
<br />
Vertraut ist dein Wort und ich kenn dein Gebahren,<br />
ich ahne, wohin die Gedanken dir schweifen<br />
Nicht immer -  doch sollst du mir vollständig klaren.<br />
<br />
Ich mag es auch dir durch die Locken zu streifen,<br />
will mit Herz und Hand Leib und Seele erfahren;<br />
ich will dich doch näher, dich spür’n und begreifen.<br />
<br />
 <br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Das Karussell (In Memoriam RMR, 120 Jahre später)]]></title>
			<link>https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=39427</link>
			<pubDate>Fri, 17 Apr 2026 00:53:03 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-forum.de/member.php?action=profile&uid=6056">Aphrodite</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=39427</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-family: 'Congenial SemiBold';" class="mycode_font">Das Karussell <br />
 (In Memoriam RMR, 120 Jahre später) <br />
</span><br />
<span style="font-family: 'Congenial SemiBold';" class="mycode_font">Am Dancer bouncen Neonlichtovale</span><br />
<span style="font-family: 'Congenial SemiBold';" class="mycode_font">zu TÜV-geprüftem Stangenarretieren -</span><br />
<span style="font-family: 'Congenial SemiBold';" class="mycode_font">obwohl die Girls am Rand der Platte frieren,</span><br />
<span style="font-family: 'Congenial SemiBold';" class="mycode_font">bewundern sie den Spin der Schleuderschale -</span><br />
<span style="font-family: 'Congenial SemiBold';" class="mycode_font"> </span><br />
<span style="font-family: 'Congenial SemiBold';" class="mycode_font">vielleicht die Typen in ihr drin. Signale</span><br />
<span style="font-family: 'Congenial SemiBold';" class="mycode_font">versuchen beide Seiten zu kaschieren,</span><br />
<span style="font-family: 'Congenial SemiBold';" class="mycode_font">bis sich das Bild im schnelleren Rotieren</span><br />
<span style="font-family: 'Congenial SemiBold';" class="mycode_font">verquirlt, zum Sound moderner Madrigale.</span><br />
<span style="font-family: 'Congenial SemiBold';" class="mycode_font"> </span><br />
<span style="font-family: 'Congenial SemiBold';" class="mycode_font">Dem gegenüber dreht ein Virtuose</span><br />
<span style="font-family: 'Congenial SemiBold';" class="mycode_font">ein dünnes Holz durch warme Saccharose</span><br />
<span style="font-family: 'Congenial SemiBold';" class="mycode_font">und sammelt Fäden ohne klares Ende -</span><br />
<span style="font-family: 'Congenial SemiBold';" class="mycode_font"> </span><br />
<span style="font-family: 'Congenial SemiBold';" class="mycode_font">bis sich das Süßgespinst zur Seite neigt.</span><br />
<span style="font-family: 'Congenial SemiBold';" class="mycode_font">Und wenn ein Finger fordernd darauf zeigt,</span><br />
<span style="font-family: 'Congenial SemiBold';" class="mycode_font">gibt er es einem Mädchen in die Hände.</span><br />
<span style="font-family: 'Congenial SemiBold';" class="mycode_font"> </span><br />
<span style="font-family: 'Congenial SemiBold';" class="mycode_font">16.04.2026</span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-family: 'Congenial SemiBold';" class="mycode_font">Das Karussell <br />
 (In Memoriam RMR, 120 Jahre später) <br />
</span><br />
<span style="font-family: 'Congenial SemiBold';" class="mycode_font">Am Dancer bouncen Neonlichtovale</span><br />
<span style="font-family: 'Congenial SemiBold';" class="mycode_font">zu TÜV-geprüftem Stangenarretieren -</span><br />
<span style="font-family: 'Congenial SemiBold';" class="mycode_font">obwohl die Girls am Rand der Platte frieren,</span><br />
<span style="font-family: 'Congenial SemiBold';" class="mycode_font">bewundern sie den Spin der Schleuderschale -</span><br />
<span style="font-family: 'Congenial SemiBold';" class="mycode_font"> </span><br />
<span style="font-family: 'Congenial SemiBold';" class="mycode_font">vielleicht die Typen in ihr drin. Signale</span><br />
<span style="font-family: 'Congenial SemiBold';" class="mycode_font">versuchen beide Seiten zu kaschieren,</span><br />
<span style="font-family: 'Congenial SemiBold';" class="mycode_font">bis sich das Bild im schnelleren Rotieren</span><br />
<span style="font-family: 'Congenial SemiBold';" class="mycode_font">verquirlt, zum Sound moderner Madrigale.</span><br />
<span style="font-family: 'Congenial SemiBold';" class="mycode_font"> </span><br />
<span style="font-family: 'Congenial SemiBold';" class="mycode_font">Dem gegenüber dreht ein Virtuose</span><br />
<span style="font-family: 'Congenial SemiBold';" class="mycode_font">ein dünnes Holz durch warme Saccharose</span><br />
<span style="font-family: 'Congenial SemiBold';" class="mycode_font">und sammelt Fäden ohne klares Ende -</span><br />
<span style="font-family: 'Congenial SemiBold';" class="mycode_font"> </span><br />
<span style="font-family: 'Congenial SemiBold';" class="mycode_font">bis sich das Süßgespinst zur Seite neigt.</span><br />
<span style="font-family: 'Congenial SemiBold';" class="mycode_font">Und wenn ein Finger fordernd darauf zeigt,</span><br />
<span style="font-family: 'Congenial SemiBold';" class="mycode_font">gibt er es einem Mädchen in die Hände.</span><br />
<span style="font-family: 'Congenial SemiBold';" class="mycode_font"> </span><br />
<span style="font-family: 'Congenial SemiBold';" class="mycode_font">16.04.2026</span>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Geborgenheiten]]></title>
			<link>https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=36101</link>
			<pubDate>Thu, 16 Apr 2026 07:54:58 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-forum.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=36101</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Geborgenheiten</span><br />
<br />
Wie man sich manchmal gern von eines Feuers roten<br />
Flammenschein das kalte Herz erwärmen läßt<br />
und träumend sich versenkt ins prasselnde Geäst,<br />
so sah ich auch in deine Augen, als sie lohten.<br />
<br />
Und wie man sich an kalte Regenscheiben preßt<br />
um einen neuen Sommertag früh auszuloten,<br />
hab ich mein Lächeln gerne wieder angeboten<br />
und ein Umarmen, wenn die Trauer dich durchnäßt.<br />
<br />
Was tue ich, seh ich dein Auge sich betauen?<br />
Ich will mein Schicksal nicht nur so geschehen lassen.<br />
Du könntest, würdest du mir in die Augen schauen<br />
<br />
auch Halt in meinen Händen seh’n, den allzu blassen.<br />
Und magst du meiner schwachen Hand auch nicht weit trauen;<br />
Nur keine Scheu: Du darfst mich gerne ganz umfassen.<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Geborgenheiten</span><br />
<br />
Wie man sich manchmal gern von eines Feuers roten<br />
Flammenschein das kalte Herz erwärmen läßt<br />
und träumend sich versenkt ins prasselnde Geäst,<br />
so sah ich auch in deine Augen, als sie lohten.<br />
<br />
Und wie man sich an kalte Regenscheiben preßt<br />
um einen neuen Sommertag früh auszuloten,<br />
hab ich mein Lächeln gerne wieder angeboten<br />
und ein Umarmen, wenn die Trauer dich durchnäßt.<br />
<br />
Was tue ich, seh ich dein Auge sich betauen?<br />
Ich will mein Schicksal nicht nur so geschehen lassen.<br />
Du könntest, würdest du mir in die Augen schauen<br />
<br />
auch Halt in meinen Händen seh’n, den allzu blassen.<br />
Und magst du meiner schwachen Hand auch nicht weit trauen;<br />
Nur keine Scheu: Du darfst mich gerne ganz umfassen.<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Herzschläge]]></title>
			<link>https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=36091</link>
			<pubDate>Tue, 14 Apr 2026 07:53:44 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-forum.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=36091</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Herzschläge<br />
<br />
I. </span><br />
<br />
Man kann sich am Herzen so schmerzlich verschätzen.<br />
Wir lernten es beide auf eigene Art.<br />
Ich mußte dich noch nicht bereuen, doch hart<br />
schlägt mein Herz, seh’ ich deines in Fetzen.<br />
<br />
Du sagst, ohne dich blieb’ mir manches erspart?<br />
Entferne dich nicht, um mich nicht zu verletzen;<br />
dich sollten ganz andre Gefühle entsetzen.<br />
Ich harre dem Tag, der dein Glück wieder klart.<br />
<br />
Ich bin weder hieb- oder stichfest, mich trifft<br />
jeder Blick, jedes Wort, dein verzweifeltes Klagen.<br />
Zur Linderung zehre ich mit von dem Gift.<br />
<br />
Du willst es nicht teilen, Du magst mich nicht schlagen...<br />
Ich weiß, daß kein Schlag mich je vorsätzlich trifft;<br />
Alles andere werde ich gerne ertragen.<br />
<br />
 <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">II.</span><br />
<br />
Hab’ ich dir zur Unzeit die Liebe gestanden?<br />
Ich wollte nicht weiter ins Ungewiß schieben,<br />
was mich manchen Tag, manche Nacht umgetrieben.<br />
Wir sind, du und ich, doch nicht mehr Konfirmanden;<br />
 <br />
Du bist mir, du weißt es, nichts schuldig geblieben,<br />
nur weil wir uns in falschen Umständen fanden.<br />
Ich komme dir nicht so schnell wieder abhanden,<br />
verstehe mich auch auf geduldiges Lieben.<br />
<br />
Ich wählte dich anfänglich aus freien Stücken,<br />
ging mit kleinem Tempo, ich hielt es für meines.<br />
ich achtete spät auf den Weg, seine Tücken...<br />
<br />
Nun droht mich mein eigenes Herz zu erdrücken.<br />
Ich kann keine Ansprüche stellen: Nur eines:<br />
Laß mich dir nur meine Gefühle ausdrücken.<br />
<br />
 <br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Herzschläge<br />
<br />
I. </span><br />
<br />
Man kann sich am Herzen so schmerzlich verschätzen.<br />
Wir lernten es beide auf eigene Art.<br />
Ich mußte dich noch nicht bereuen, doch hart<br />
schlägt mein Herz, seh’ ich deines in Fetzen.<br />
<br />
Du sagst, ohne dich blieb’ mir manches erspart?<br />
Entferne dich nicht, um mich nicht zu verletzen;<br />
dich sollten ganz andre Gefühle entsetzen.<br />
Ich harre dem Tag, der dein Glück wieder klart.<br />
<br />
Ich bin weder hieb- oder stichfest, mich trifft<br />
jeder Blick, jedes Wort, dein verzweifeltes Klagen.<br />
Zur Linderung zehre ich mit von dem Gift.<br />
<br />
Du willst es nicht teilen, Du magst mich nicht schlagen...<br />
Ich weiß, daß kein Schlag mich je vorsätzlich trifft;<br />
Alles andere werde ich gerne ertragen.<br />
<br />
 <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">II.</span><br />
<br />
Hab’ ich dir zur Unzeit die Liebe gestanden?<br />
Ich wollte nicht weiter ins Ungewiß schieben,<br />
was mich manchen Tag, manche Nacht umgetrieben.<br />
Wir sind, du und ich, doch nicht mehr Konfirmanden;<br />
 <br />
Du bist mir, du weißt es, nichts schuldig geblieben,<br />
nur weil wir uns in falschen Umständen fanden.<br />
Ich komme dir nicht so schnell wieder abhanden,<br />
verstehe mich auch auf geduldiges Lieben.<br />
<br />
Ich wählte dich anfänglich aus freien Stücken,<br />
ging mit kleinem Tempo, ich hielt es für meines.<br />
ich achtete spät auf den Weg, seine Tücken...<br />
<br />
Nun droht mich mein eigenes Herz zu erdrücken.<br />
Ich kann keine Ansprüche stellen: Nur eines:<br />
Laß mich dir nur meine Gefühle ausdrücken.<br />
<br />
 <br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Die Gespielin]]></title>
			<link>https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=36089</link>
			<pubDate>Sun, 12 Apr 2026 00:03:54 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-forum.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=36089</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Die Gespielin<br />
<br />
I.</span><br />
<br />
Ein Spiel um die Wahrheit, nun gut, laß uns spielen.<br />
Wir kennen die Finten und Fluchten des andern,<br />
und wie wir dem Schabernack Lust anverwandern,<br />
das eignet sich herzlich nach Steinen zu zielen.<br />
<br />
Wir können uns selber die Regeln erfinden,<br />
so frei ist die Liebe, man muß wirklich staunen!<br />
Was brütest du jetzt wieder unter den Braunen?<br />
Ich seh was du denkst und ich will nicht erblinden.<br />
<br />
Du kannst mir nicht weh tun, ich kann dich nicht hassen.<br />
Die Liebe entzieht sich dem Rationalismus.<br />
Ich möcht meine Absurditäten verprassen.<br />
<br />
Vernunft gebiert uns immer nur Fatalismus.<br />
Und scheint uns auch nichts inneinander zu passen,<br />
so bleibt uns zumindest der Surrealismus.<br />
<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">II.</span><br />
<br />
Wer sagt da, wir sei’n uns zu flüchtig verbunden?<br />
Wer hält da für seinen Verstand Skeptizismus?<br />
Ich proste ihm zu auf den Surrealismus!<br />
Ich habe ihn sprachlos – und alles gewonnen!<br />
<br />
Die Mystik schlug immer den Kopfkatechismus.<br />
Was, ist dir denn etwa ein Zweifel geronnen?<br />
Vernunft ist nur scheinbar so klar und besonnen.<br />
Die Wahrheit ist größer als ein Aphorismus.<br />
<br />
Am Rande die unleserlichen Vermerke;<br />
Wir sichten die Seichten, wir kauschen die keuschen.<br />
Besinnen wir uns auf die eigene Stärke.<br />
<br />
Den Zwischenruf sticken wir unter Geräuschen.<br />
Wir kennen die imaginären Gewerke;<br />
Wir können uns Wahrheiten tauschen, statt täuschen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Die Gespielin<br />
<br />
I.</span><br />
<br />
Ein Spiel um die Wahrheit, nun gut, laß uns spielen.<br />
Wir kennen die Finten und Fluchten des andern,<br />
und wie wir dem Schabernack Lust anverwandern,<br />
das eignet sich herzlich nach Steinen zu zielen.<br />
<br />
Wir können uns selber die Regeln erfinden,<br />
so frei ist die Liebe, man muß wirklich staunen!<br />
Was brütest du jetzt wieder unter den Braunen?<br />
Ich seh was du denkst und ich will nicht erblinden.<br />
<br />
Du kannst mir nicht weh tun, ich kann dich nicht hassen.<br />
Die Liebe entzieht sich dem Rationalismus.<br />
Ich möcht meine Absurditäten verprassen.<br />
<br />
Vernunft gebiert uns immer nur Fatalismus.<br />
Und scheint uns auch nichts inneinander zu passen,<br />
so bleibt uns zumindest der Surrealismus.<br />
<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">II.</span><br />
<br />
Wer sagt da, wir sei’n uns zu flüchtig verbunden?<br />
Wer hält da für seinen Verstand Skeptizismus?<br />
Ich proste ihm zu auf den Surrealismus!<br />
Ich habe ihn sprachlos – und alles gewonnen!<br />
<br />
Die Mystik schlug immer den Kopfkatechismus.<br />
Was, ist dir denn etwa ein Zweifel geronnen?<br />
Vernunft ist nur scheinbar so klar und besonnen.<br />
Die Wahrheit ist größer als ein Aphorismus.<br />
<br />
Am Rande die unleserlichen Vermerke;<br />
Wir sichten die Seichten, wir kauschen die keuschen.<br />
Besinnen wir uns auf die eigene Stärke.<br />
<br />
Den Zwischenruf sticken wir unter Geräuschen.<br />
Wir kennen die imaginären Gewerke;<br />
Wir können uns Wahrheiten tauschen, statt täuschen.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Erfahrungswerte]]></title>
			<link>https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=36103</link>
			<pubDate>Fri, 10 Apr 2026 07:23:13 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-forum.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=36103</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Erfahrungswerte</span><br />
<br />
Es war einmal, so tröstet mancher einen,<br />
und gibt Erfahrung weiter als Beweise.<br />
„Relational“ sagt man, „Beziehungsweise“<br />
und zieht hinab das Größte zum Gemeinen,<br />
<br />
vergleicht und glättet fahrlässig den feinen<br />
Widerspruch, der erst der Seele Speise,<br />
und nennt sein Totentum die Lebensweise,<br />
die Bestand hat unter tausend Scheinen.<br />
<br />
Es ist nicht nur wie’s ist, der Status Quo<br />
verschleiert oft was er zu schlichten sann;<br />
dagegen lohnt sich manches Risiko.<br />
<br />
Ich richte, was ich dir berichten kann.<br />
Ich liebe! und mir ist egal wieso.<br />
Ich will! So fangen die Geschichten an.<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Erfahrungswerte</span><br />
<br />
Es war einmal, so tröstet mancher einen,<br />
und gibt Erfahrung weiter als Beweise.<br />
„Relational“ sagt man, „Beziehungsweise“<br />
und zieht hinab das Größte zum Gemeinen,<br />
<br />
vergleicht und glättet fahrlässig den feinen<br />
Widerspruch, der erst der Seele Speise,<br />
und nennt sein Totentum die Lebensweise,<br />
die Bestand hat unter tausend Scheinen.<br />
<br />
Es ist nicht nur wie’s ist, der Status Quo<br />
verschleiert oft was er zu schlichten sann;<br />
dagegen lohnt sich manches Risiko.<br />
<br />
Ich richte, was ich dir berichten kann.<br />
Ich liebe! und mir ist egal wieso.<br />
Ich will! So fangen die Geschichten an.<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
	</channel>
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