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		<title><![CDATA[Sonett-Forum - Saisonales und Landschaftsdichtung]]></title>
		<link>https://sonett-forum.de/</link>
		<description><![CDATA[Sonett-Forum - https://sonett-forum.de]]></description>
		<pubDate>Wed, 08 Jul 2026 20:08:33 +0000</pubDate>
		<generator>MyBB</generator>
		<item>
			<title><![CDATA[Vorfrühling in der Leinemasch II.]]></title>
			<link>https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=38278</link>
			<pubDate>Sat, 27 Jun 2026 15:45:41 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-forum.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=38278</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Vorfrühling in der Leinemasch<br />
<br />
II.</span><br />
<br />
Die Störche klappern, Amseln zupfen Moos<br />
und praller wirken selbst die Mistelbollen.<br />
Die ganze Welt hört gerade auf zu schmollen,<br />
der Himmel wird im Frühling wieder groß.<br />
<br />
Der immer noch recht frische Windhauch trügt<br />
nicht länger übern Sonnenschein hinweg.<br />
Es schmückt sich jeder offne Wiesenfleck<br />
mit Grün. Die ersten Äcker sind gepflügt.<br />
<br />
Die feuchte Scholle glänzt vom Licht umzingelt.<br />
Zwei hunde tollen voller Überschwang<br />
und hinterrücks die helle Fahrradklingel<br />
signalisiert dir ihren Vorwärtsdrang.<br />
<br />
Es grüßen freundlicher die Wanderer<br />
und auch du selbst wirst nun ein anderer.<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Vorfrühling in der Leinemasch<br />
<br />
II.</span><br />
<br />
Die Störche klappern, Amseln zupfen Moos<br />
und praller wirken selbst die Mistelbollen.<br />
Die ganze Welt hört gerade auf zu schmollen,<br />
der Himmel wird im Frühling wieder groß.<br />
<br />
Der immer noch recht frische Windhauch trügt<br />
nicht länger übern Sonnenschein hinweg.<br />
Es schmückt sich jeder offne Wiesenfleck<br />
mit Grün. Die ersten Äcker sind gepflügt.<br />
<br />
Die feuchte Scholle glänzt vom Licht umzingelt.<br />
Zwei hunde tollen voller Überschwang<br />
und hinterrücks die helle Fahrradklingel<br />
signalisiert dir ihren Vorwärtsdrang.<br />
<br />
Es grüßen freundlicher die Wanderer<br />
und auch du selbst wirst nun ein anderer.<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Vorfrühling in der Leinemasch I.]]></title>
			<link>https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=38277</link>
			<pubDate>Sat, 27 Jun 2026 15:45:07 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-forum.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=38277</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Vorfrühling in der Leinemasch<br />
<br />
I.</span><br />
<br />
Noch kahle Äste staken in den Wolken;<br />
Die ziehen unbeeindruckt ihre Bahn.<br />
Ein kurzer Schrei - dann sieht man den Milan,<br />
der kreiselt über dunkeltrüben Kolken.<br />
<br />
Der abgetrennte, alte Leinearm<br />
von lichten Bruchgehölzen dicht umstanden<br />
harrt lange schon endgültigem Verlanden<br />
und plötzlich schlagen Wildgänse Alarm.<br />
<br />
Ein Weißstorch stakt durch überschwemmte Weiden.<br />
Er kam den Gänsen offenbar zu nah.<br />
Die können sich kaum gegenseitig leiden<br />
und lesen Näherungen als Gefahr.<br />
<br />
Der Storch hebt an zu einem kurzen Flug.<br />
Die Masch ist weit und sie hat Platz genug.<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Vorfrühling in der Leinemasch<br />
<br />
I.</span><br />
<br />
Noch kahle Äste staken in den Wolken;<br />
Die ziehen unbeeindruckt ihre Bahn.<br />
Ein kurzer Schrei - dann sieht man den Milan,<br />
der kreiselt über dunkeltrüben Kolken.<br />
<br />
Der abgetrennte, alte Leinearm<br />
von lichten Bruchgehölzen dicht umstanden<br />
harrt lange schon endgültigem Verlanden<br />
und plötzlich schlagen Wildgänse Alarm.<br />
<br />
Ein Weißstorch stakt durch überschwemmte Weiden.<br />
Er kam den Gänsen offenbar zu nah.<br />
Die können sich kaum gegenseitig leiden<br />
und lesen Näherungen als Gefahr.<br />
<br />
Der Storch hebt an zu einem kurzen Flug.<br />
Die Masch ist weit und sie hat Platz genug.<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Die Pappeln]]></title>
			<link>https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=37524</link>
			<pubDate>Sat, 27 Jun 2026 15:38:22 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-forum.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=37524</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Die Pappeln</span><br />
bei Laatzen / Grasdorf<br />
<br />
<br />
Schlank aufgerichtet stehn im Weideland<br />
die Pappelpyramiden nassen Fußes.<br />
Ihr Rauschen wie der Nachhall eines Grußes<br />
in Richtung stadt am nahen Himmelsrand.<br />
<br />
Und sie bewegen sich: Die Böen gehen<br />
durchs Laub. Die Blätter wiegen sich zusammen.<br />
Sie schwanken, flackern auf wie Kerzenflammen...<br />
Ich will sie so einmal bei Mondschein sehen,<br />
<br />
Bei Silberrschimmern Raum und Zeit vergessen.<br />
Ein Sommerabend soll es sein, wenn noch<br />
um elf die Mücken tanzen; wie Zypressen<br />
in einem Nachtgemälde von van Gogh<br />
de Pappeln lodern und manch Sternchen lugt.<br />
Dann ist auch dieser Himmel groß genug.<br />
<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Die Pappeln</span><br />
bei Laatzen / Grasdorf<br />
<br />
<br />
Schlank aufgerichtet stehn im Weideland<br />
die Pappelpyramiden nassen Fußes.<br />
Ihr Rauschen wie der Nachhall eines Grußes<br />
in Richtung stadt am nahen Himmelsrand.<br />
<br />
Und sie bewegen sich: Die Böen gehen<br />
durchs Laub. Die Blätter wiegen sich zusammen.<br />
Sie schwanken, flackern auf wie Kerzenflammen...<br />
Ich will sie so einmal bei Mondschein sehen,<br />
<br />
Bei Silberrschimmern Raum und Zeit vergessen.<br />
Ein Sommerabend soll es sein, wenn noch<br />
um elf die Mücken tanzen; wie Zypressen<br />
in einem Nachtgemälde von van Gogh<br />
de Pappeln lodern und manch Sternchen lugt.<br />
Dann ist auch dieser Himmel groß genug.<br />
<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Ende September]]></title>
			<link>https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=35029</link>
			<pubDate>Sat, 27 Jun 2026 15:15:25 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-forum.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=35029</guid>
			<description><![CDATA[.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ende September</span><br />
<br />
Allmählich gehn die Kirschen aus dem Laub<br />
und geben einen blauen Himmel frei.<br />
Wird es auch mittags nochmal warm: ich glaub'<br />
der Sommer geht vorbei.<br />
<br />
Es duftet nach Kaffee und Zwetschgenkuchen,<br />
Noch blühen Rosen vor der Bäckerei.<br />
Wir ahnen, wenn wir Sonnenplätze suchen:<br />
Der Sommer geht vorbei.<br />
<br />
Der Schatten von Geäst liegt wie gekerbt<br />
auf frisch gekehrten roten Pflasterwegen.<br />
Mitunter treibt ein welkes Blatt vorbei,<br />
mit trocknem Rand, gekrümmt und bunt gefärbt,<br />
und will sich zu den andern Blättern legen.<br />
Der Sommer ist vorbei.<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ende September</span><br />
<br />
Allmählich gehn die Kirschen aus dem Laub<br />
und geben einen blauen Himmel frei.<br />
Wird es auch mittags nochmal warm: ich glaub'<br />
der Sommer geht vorbei.<br />
<br />
Es duftet nach Kaffee und Zwetschgenkuchen,<br />
Noch blühen Rosen vor der Bäckerei.<br />
Wir ahnen, wenn wir Sonnenplätze suchen:<br />
Der Sommer geht vorbei.<br />
<br />
Der Schatten von Geäst liegt wie gekerbt<br />
auf frisch gekehrten roten Pflasterwegen.<br />
Mitunter treibt ein welkes Blatt vorbei,<br />
mit trocknem Rand, gekrümmt und bunt gefärbt,<br />
und will sich zu den andern Blättern legen.<br />
Der Sommer ist vorbei.<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Lindenallee]]></title>
			<link>https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=34664</link>
			<pubDate>Sat, 27 Jun 2026 15:01:51 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-forum.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=34664</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Lindenallee</span><br />
<br />
Das frische Laub der Straßenlinden flimmert<br />
im Gegenlicht, die nasse Straße dampft.<br />
Für die neu angelegte Einfahrt stampft<br />
der Nachbar seinen Mörtel glatt. Es zimmert<br />
<br />
ein Specht, vernehmbar, aber ausser Sicht.<br />
Ein andrer Nachbar mäht schon nach dem Schauer<br />
und merkt sehr bald, zu warten wäre schlauer<br />
gewesen, weil im Mähwerk eine Schicht<br />
<br />
von Rasenabschnitt auf der andern klebt.<br />
Zwei Bahnen noch, dann ist es doch Paletti.<br />
Es summt und brummt, die Lindenallee lebt.<br />
<br />
Und eine Bö geht durch den Kirschenbaum<br />
und lässt den ganzen zarten Blütenschaum<br />
verwirbelnd niederregnen wie Konfetti.<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Lindenallee</span><br />
<br />
Das frische Laub der Straßenlinden flimmert<br />
im Gegenlicht, die nasse Straße dampft.<br />
Für die neu angelegte Einfahrt stampft<br />
der Nachbar seinen Mörtel glatt. Es zimmert<br />
<br />
ein Specht, vernehmbar, aber ausser Sicht.<br />
Ein andrer Nachbar mäht schon nach dem Schauer<br />
und merkt sehr bald, zu warten wäre schlauer<br />
gewesen, weil im Mähwerk eine Schicht<br />
<br />
von Rasenabschnitt auf der andern klebt.<br />
Zwei Bahnen noch, dann ist es doch Paletti.<br />
Es summt und brummt, die Lindenallee lebt.<br />
<br />
Und eine Bö geht durch den Kirschenbaum<br />
und lässt den ganzen zarten Blütenschaum<br />
verwirbelnd niederregnen wie Konfetti.<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Platanen]]></title>
			<link>https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=34663</link>
			<pubDate>Sat, 27 Jun 2026 14:59:45 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-forum.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=34663</guid>
			<description><![CDATA[<!-- start: postbit_attachments_attachment -->
<br /><!-- start: attachment_icon -->
<img src="https://sonett-forum.de/images/attachtypes/image.gif" title="JPEG Image" border="0" alt=".jpg" />
<!-- end: attachment_icon -->&nbsp;&nbsp;<a href="attachment.php?aid=805" target="_blank" title="03.05.2025, 18:07">Burgdorf-platane-klein.jpg</a> (Größe: 455,1 KB / Downloads: 2)
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<br /><!-- start: attachment_icon -->
<img src="https://sonett-forum.de/images/attachtypes/image.gif" title="JPEG Image" border="0" alt=".jpg" />
<!-- end: attachment_icon -->&nbsp;&nbsp;<a href="attachment.php?aid=804" target="_blank" title="03.05.2025, 18:07">Burgdorf-platane2-klein.jpg</a> (Größe: 423,45 KB / Downloads: 2)
<!-- end: postbit_attachments_attachment --><br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Platanen</span><br />
<br />
Der blaue Sommerhimmel blitzt gezackt<br />
durch ihre ausladend gespreizte Krone;<br />
Ihr Stamm, die großen Äste, beinah ohne<br />
die alte Borke präsentiert nich nackt<br />
<br />
der Sonne: cream und beige und grüngrau scheckig,<br />
als blättere der Putz, nur, dass verjüngt<br />
uns die gealterte Platane dünkt.<br />
Vom Licht- und Schattenspiel der Krone fleckig,<br />
<br />
liegt unter ihr der Rasen und der Kies<br />
des Boulefelds, frisch geharkt und aufgeräumt.<br />
Von weiteren Platanen licht gesäumt:<br />
<br />
der Weg zum Schloss. Gewölk, als ob es qualmt,<br />
quillt hinter ihm hervor. - Und mancher Riss<br />
in alten Stämmen wird glatt überwalmt.<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- start: postbit_attachments_attachment -->
<br /><!-- start: attachment_icon -->
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<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Platanen</span><br />
<br />
Der blaue Sommerhimmel blitzt gezackt<br />
durch ihre ausladend gespreizte Krone;<br />
Ihr Stamm, die großen Äste, beinah ohne<br />
die alte Borke präsentiert nich nackt<br />
<br />
der Sonne: cream und beige und grüngrau scheckig,<br />
als blättere der Putz, nur, dass verjüngt<br />
uns die gealterte Platane dünkt.<br />
Vom Licht- und Schattenspiel der Krone fleckig,<br />
<br />
liegt unter ihr der Rasen und der Kies<br />
des Boulefelds, frisch geharkt und aufgeräumt.<br />
Von weiteren Platanen licht gesäumt:<br />
<br />
der Weg zum Schloss. Gewölk, als ob es qualmt,<br />
quillt hinter ihm hervor. - Und mancher Riss<br />
in alten Stämmen wird glatt überwalmt.<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Hainholzbach]]></title>
			<link>https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=34611</link>
			<pubDate>Sat, 27 Jun 2026 14:52:55 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-forum.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=34611</guid>
			<description><![CDATA[<!-- start: postbit_attachments_attachment -->
<br /><!-- start: attachment_icon -->
<img src="https://sonett-forum.de/images/attachtypes/image.gif" title="JPEG Image" border="0" alt=".jpg" />
<!-- end: attachment_icon -->&nbsp;&nbsp;<a href="attachment.php?aid=778" target="_blank" title="09.04.2025, 17:38">burgdorf-hainholzbach-klein.jpg</a> (Größe: 210,71 KB / Downloads: 2)
<!-- end: postbit_attachments_attachment --><br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Hainholzbach</span><br />
<br />
Hier, wo als eine größere Erhebung<br />
der Bahndamm gilt, wird auch der Atem flach.<br />
Ein kleines Wehr spreizt sich im Hainholzbach<br />
und sorgt die nächsten Meter für Belebung<br />
<br />
im Wasserlauf. Es scheint ein leichtes Spiel:<br />
Es tut, als müsse es die Fluten bändigen,<br />
und leicht ist es, sich darauf zu verständigen,<br />
dass auch dem Wasser dieser Sturz gefiel,<br />
der, nicht zu tief und leicht zu überschauen,<br />
in ein gemachtes Bett führt, wie gewohnt.<br />
Die Ruhe, die der Landschaft innewohnt<br />
<br />
ist echt. Es gibt nicht vieles anzustauen,<br />
was sich dann heftiger die Bahnen Bricht;<br />
Ein Spiel aus Wasser nur, Beton und Licht.<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- start: postbit_attachments_attachment -->
<br /><!-- start: attachment_icon -->
<img src="https://sonett-forum.de/images/attachtypes/image.gif" title="JPEG Image" border="0" alt=".jpg" />
<!-- end: attachment_icon -->&nbsp;&nbsp;<a href="attachment.php?aid=778" target="_blank" title="09.04.2025, 17:38">burgdorf-hainholzbach-klein.jpg</a> (Größe: 210,71 KB / Downloads: 2)
<!-- end: postbit_attachments_attachment --><br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Hainholzbach</span><br />
<br />
Hier, wo als eine größere Erhebung<br />
der Bahndamm gilt, wird auch der Atem flach.<br />
Ein kleines Wehr spreizt sich im Hainholzbach<br />
und sorgt die nächsten Meter für Belebung<br />
<br />
im Wasserlauf. Es scheint ein leichtes Spiel:<br />
Es tut, als müsse es die Fluten bändigen,<br />
und leicht ist es, sich darauf zu verständigen,<br />
dass auch dem Wasser dieser Sturz gefiel,<br />
der, nicht zu tief und leicht zu überschauen,<br />
in ein gemachtes Bett führt, wie gewohnt.<br />
Die Ruhe, die der Landschaft innewohnt<br />
<br />
ist echt. Es gibt nicht vieles anzustauen,<br />
was sich dann heftiger die Bahnen Bricht;<br />
Ein Spiel aus Wasser nur, Beton und Licht.<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Felssturz]]></title>
			<link>https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=32647</link>
			<pubDate>Sat, 27 Jun 2026 14:08:23 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-forum.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=32647</guid>
			<description><![CDATA[.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Felssturz</span><br />
<br />
Von Wurzelkraft und strengem Frost zu Quadern,<br />
die sich am Hang verkeilen, einst zersprengt,<br />
liegt der Granit. Durch seine Spalten zwängt<br />
geschmeidig sich ein Netz aus Wasseradern...<br />
<br />
Auch dieser Fluss schleift seine Kanten glatt,<br />
bis er ins Rutschen kommt - oder ins Rollen.<br />
Dort, wo die Brocken liegen bleiben sollen,<br />
dort, wo die Elemente auf ein Patt<br />
<br />
sich einigen, - vorerst - dort wirt schon runder<br />
der Stein, nur großem Wasser noch Barriere...<br />
Doch kräftiger fließt's drüber oder drunter,<br />
und wieviel Fels ihm auch liegt in der Quere:<br />
Verzehren wird's den Stein mit jeder Zähre,<br />
als ob grad' dieses die Bestimmung wäre.<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Felssturz</span><br />
<br />
Von Wurzelkraft und strengem Frost zu Quadern,<br />
die sich am Hang verkeilen, einst zersprengt,<br />
liegt der Granit. Durch seine Spalten zwängt<br />
geschmeidig sich ein Netz aus Wasseradern...<br />
<br />
Auch dieser Fluss schleift seine Kanten glatt,<br />
bis er ins Rutschen kommt - oder ins Rollen.<br />
Dort, wo die Brocken liegen bleiben sollen,<br />
dort, wo die Elemente auf ein Patt<br />
<br />
sich einigen, - vorerst - dort wirt schon runder<br />
der Stein, nur großem Wasser noch Barriere...<br />
Doch kräftiger fließt's drüber oder drunter,<br />
und wieviel Fels ihm auch liegt in der Quere:<br />
Verzehren wird's den Stein mit jeder Zähre,<br />
als ob grad' dieses die Bestimmung wäre.<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Karpfenteich im Garten von Schloss Scharlottenburg]]></title>
			<link>https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=25578</link>
			<pubDate>Sat, 27 Jun 2026 13:48:00 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-forum.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=25578</guid>
			<description><![CDATA[<!-- start: postbit_attachments_attachment -->
<br /><!-- start: attachment_icon -->
<img src="https://sonett-forum.de/images/attachtypes/image.gif" title="JPEG Image" border="0" alt=".jpg" />
<!-- end: attachment_icon -->&nbsp;&nbsp;<a href="attachment.php?aid=652" target="_blank" title="30.07.2023, 14:13">charlottenburg.jpg</a> (Größe: 278,48 KB / Downloads: 2)
<!-- end: postbit_attachments_attachment --><br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Karpfenteich <br />
im Garten von Schloss Scharlottenburg</span><br />
<br />
<br />
Links steigt vom Ufer sanft zum Schloss empor<br />
die Sandsteintreppe, breit und leicht zu gehen.<br />
Am Ufer gegenüber blühn Nympheen....<br />
So stellte man sich wohl Arcadien vor.<br />
Die Schafe grasen wo handzahme Spatzen<br />
im Flug Brosamen aus den Fingern picken,<br />
wo Weidenzweige auf das Wasser nicken<br />
und junge Pärchen ungezwungen schwatzen.<br />
<br />
Selbst Regen stört nicht dieses Paradies,<br />
- solang er warm ist. - und beizeiten endet.<br />
Die Spatzen fliehn. Die Herde Schafe wendet<br />
sich frischer Weide zu - und wie begossen<br />
stehn die Besucher da. Und überdies<br />
wird'd dunkel und der Park wird gleich geschlossen.<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- start: postbit_attachments_attachment -->
<br /><!-- start: attachment_icon -->
<img src="https://sonett-forum.de/images/attachtypes/image.gif" title="JPEG Image" border="0" alt=".jpg" />
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<!-- end: postbit_attachments_attachment --><br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Karpfenteich <br />
im Garten von Schloss Scharlottenburg</span><br />
<br />
<br />
Links steigt vom Ufer sanft zum Schloss empor<br />
die Sandsteintreppe, breit und leicht zu gehen.<br />
Am Ufer gegenüber blühn Nympheen....<br />
So stellte man sich wohl Arcadien vor.<br />
Die Schafe grasen wo handzahme Spatzen<br />
im Flug Brosamen aus den Fingern picken,<br />
wo Weidenzweige auf das Wasser nicken<br />
und junge Pärchen ungezwungen schwatzen.<br />
<br />
Selbst Regen stört nicht dieses Paradies,<br />
- solang er warm ist. - und beizeiten endet.<br />
Die Spatzen fliehn. Die Herde Schafe wendet<br />
sich frischer Weide zu - und wie begossen<br />
stehn die Besucher da. Und überdies<br />
wird'd dunkel und der Park wird gleich geschlossen.<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Ortseingang parkseitig]]></title>
			<link>https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=36076</link>
			<pubDate>Sun, 15 Mar 2026 01:58:14 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-forum.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=36076</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ortseingang parkseitig</span><br />
<br />
Radfahrer streifen die südliche Mark<br />
und allerlei Hunde, den Rädern zur Seite,<br />
Die Bäume, gruppiert, suggerieren noch Weite,<br />
Vier Pappeln im Hintergrund, wolkig wie stark.<br />
<br />
Die Aue fließt flach unserm Weg zum Geleite<br />
und eh man es weiß führt er schon in den Park;<br />
ein Teich den man halb hinter Waldwuchs verbarg;<br />
Ein Schwan zeigt dort stolz (oder drohend) die Spreite.<br />
<br />
Mag sein, daß er hier in der Nähe noch brüte.<br />
Ein Schulschwänzer schnippt einen Stein in die Wellen<br />
und zieht sich den weitenden Kreis zu Gemüte,<br />
<br />
daneben der Rest gutgelaunter Gesellen:<br />
Im Wind spielt vom Vorabend noch eine Tüte;<br />
und Flaschen, die (seltsam) im Rasen zerschellen.<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ortseingang parkseitig</span><br />
<br />
Radfahrer streifen die südliche Mark<br />
und allerlei Hunde, den Rädern zur Seite,<br />
Die Bäume, gruppiert, suggerieren noch Weite,<br />
Vier Pappeln im Hintergrund, wolkig wie stark.<br />
<br />
Die Aue fließt flach unserm Weg zum Geleite<br />
und eh man es weiß führt er schon in den Park;<br />
ein Teich den man halb hinter Waldwuchs verbarg;<br />
Ein Schwan zeigt dort stolz (oder drohend) die Spreite.<br />
<br />
Mag sein, daß er hier in der Nähe noch brüte.<br />
Ein Schulschwänzer schnippt einen Stein in die Wellen<br />
und zieht sich den weitenden Kreis zu Gemüte,<br />
<br />
daneben der Rest gutgelaunter Gesellen:<br />
Im Wind spielt vom Vorabend noch eine Tüte;<br />
und Flaschen, die (seltsam) im Rasen zerschellen.<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Spätes Glück]]></title>
			<link>https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=36066</link>
			<pubDate>Wed, 11 Mar 2026 07:24:31 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-forum.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=36066</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Spätes Glück</span><br />
<br />
Der Sommer schwand mit stillem Gruß,<br />
den Blick zurück auf Blau und Flieder.<br />
Die Vögel richten ihr Gefieder,<br />
und es zieht, wer ziehen muß.<br />
 <br />
Es streckt sich früh die Sonne nieder.<br />
Der Winter steht mit einem Fuß<br />
schon fest im Land; aus einem Guß<br />
schließt sich der Kreis auch dies Jahr wieder.<br />
<br />
Man kann den Herbsttag doch beneiden,<br />
kalt und dunkel schon umringt,<br />
schafft er’s doch, wenn auch bescheiden,<br />
<br />
daß dir eine Brise winkt<br />
und dir zeigt, bei allem Leiden,<br />
daß schon Wenig Freude bringt.<br />
<br />
 <br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Spätes Glück</span><br />
<br />
Der Sommer schwand mit stillem Gruß,<br />
den Blick zurück auf Blau und Flieder.<br />
Die Vögel richten ihr Gefieder,<br />
und es zieht, wer ziehen muß.<br />
 <br />
Es streckt sich früh die Sonne nieder.<br />
Der Winter steht mit einem Fuß<br />
schon fest im Land; aus einem Guß<br />
schließt sich der Kreis auch dies Jahr wieder.<br />
<br />
Man kann den Herbsttag doch beneiden,<br />
kalt und dunkel schon umringt,<br />
schafft er’s doch, wenn auch bescheiden,<br />
<br />
daß dir eine Brise winkt<br />
und dir zeigt, bei allem Leiden,<br />
daß schon Wenig Freude bringt.<br />
<br />
 <br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Maschsee, Anfang April]]></title>
			<link>https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=25331</link>
			<pubDate>Wed, 09 Apr 2025 09:53:25 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-forum.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=25331</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Maschsee</span>,<br />
Anfang April<br />
<br />
<br />
<br />
Die dicken Mäntel sind schon aufgeknöpft,<br />
die Bleichgesichter drehn sich nach dem Licht,<br />
das durch die tiefverhangne Wolkenschicht<br />
sanft diffundiert. Ja, wärmer wird's! Man schöpft<br />
schon Hoffnung auf die neue Bootssaison<br />
mit prallen Segeln... - Nur ein Wimpel schmiegt<br />
sich in die Flaute und das Wasser liegt<br />
im Halblicht grau und reglos wie Beton.<br />
<br />
Kein Wellengang. Der See bleibt matt und flach.<br />
Es täuscht auch kaum das Vorfrühlngsgefühl<br />
hinweg über das nackte Baumspalier.<br />
<br />
Man mag kurz rasten unterm Grünspandach<br />
des Kiosks, aber sehr bald wird es kühl.<br />
Für 'n Kaffee geht 's - und schön ist 's dennoch hier.<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Maschsee</span>,<br />
Anfang April<br />
<br />
<br />
<br />
Die dicken Mäntel sind schon aufgeknöpft,<br />
die Bleichgesichter drehn sich nach dem Licht,<br />
das durch die tiefverhangne Wolkenschicht<br />
sanft diffundiert. Ja, wärmer wird's! Man schöpft<br />
schon Hoffnung auf die neue Bootssaison<br />
mit prallen Segeln... - Nur ein Wimpel schmiegt<br />
sich in die Flaute und das Wasser liegt<br />
im Halblicht grau und reglos wie Beton.<br />
<br />
Kein Wellengang. Der See bleibt matt und flach.<br />
Es täuscht auch kaum das Vorfrühlngsgefühl<br />
hinweg über das nackte Baumspalier.<br />
<br />
Man mag kurz rasten unterm Grünspandach<br />
des Kiosks, aber sehr bald wird es kühl.<br />
Für 'n Kaffee geht 's - und schön ist 's dennoch hier.<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Rasenmähersonette]]></title>
			<link>https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=32780</link>
			<pubDate>Thu, 12 Sep 2024 17:58:56 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-forum.de/member.php?action=profile&uid=4450">Reinhart Thamm</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=32780</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Erstes Rasenmähersonett</span><br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Vor langer Zeit    </span><br />
<br />
So lausche doch der Harken Arbeit, riet<br />
der Dichter Orpheus einst, denn in ihr hörst du<br />
der Menschen Takt. In stillen Gärten schied-<br />
en Zinken aus Holz raschelnd vom Gras im Nu,<br />
<br />
was Herbstes Bäume von sich warfen. Und<br />
sanft sanken grüne Halme nieder. War`n sie,<br />
unblut`ge Opfer scharfer Sensen, rund-<br />
um vergilbt, fütterten sie winters das Vieh.<br />
<br />
Im knospengrünen Frühjahr angefangen,<br />
durch den sattfarb`nen Sommer zu gelangen<br />
bis in den farbensprüh`nden Spätherbst hinein,<br />
<br />
Tag für Tag, bis die Glocken abends klangen,<br />
froh seines Lebens und der Arbeit zu sein -<br />
damals schien`s Leben wie ein Gedicht so fein!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Erstes Rasenmähersonett</span><br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Vor langer Zeit    </span><br />
<br />
So lausche doch der Harken Arbeit, riet<br />
der Dichter Orpheus einst, denn in ihr hörst du<br />
der Menschen Takt. In stillen Gärten schied-<br />
en Zinken aus Holz raschelnd vom Gras im Nu,<br />
<br />
was Herbstes Bäume von sich warfen. Und<br />
sanft sanken grüne Halme nieder. War`n sie,<br />
unblut`ge Opfer scharfer Sensen, rund-<br />
um vergilbt, fütterten sie winters das Vieh.<br />
<br />
Im knospengrünen Frühjahr angefangen,<br />
durch den sattfarb`nen Sommer zu gelangen<br />
bis in den farbensprüh`nden Spätherbst hinein,<br />
<br />
Tag für Tag, bis die Glocken abends klangen,<br />
froh seines Lebens und der Arbeit zu sein -<br />
damals schien`s Leben wie ein Gedicht so fein!]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Teegarten im Bonsaigarten Ferch]]></title>
			<link>https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=25503</link>
			<pubDate>Mon, 03 Jun 2024 09:26:06 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-forum.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=25503</guid>
			<description><![CDATA[.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Teegarten im Bonsaigarten Ferch</span><br />
Juni 2023<br />
<br />
<br />
Das Harz von frisch gestutzen Lebensbäumen<br />
hängt in der Luft. Es poltern Kiefernzapfen<br />
auf's Dach des Teehauses, dort Katzenstapfen<br />
im Sand. Verwittert rauhe Steine säumen<br />
<br />
das wasserlose Bachbett stellenweise:<br />
Dazwischen trocknes Moos und nackte Erde.<br />
Vom Wipfel kommt die zeternde Beschwerde<br />
der Amsel, aber plötzlich - wird es leise,<br />
<br />
denn irgend etwas hat sie aufgeschreckt.<br />
Bewegung im Geäst; - Ein schwarzer Pfeil,<br />
schon ist sie wieder aus dem Blick verschwunden.<br />
<br />
Die Sonnenflecken wandern mit den Stunden,<br />
Dazwischen Farne, glänzend wie Email,<br />
und mattes Moos, grau wie von Staub bedeckt.<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Teegarten im Bonsaigarten Ferch</span><br />
Juni 2023<br />
<br />
<br />
Das Harz von frisch gestutzen Lebensbäumen<br />
hängt in der Luft. Es poltern Kiefernzapfen<br />
auf's Dach des Teehauses, dort Katzenstapfen<br />
im Sand. Verwittert rauhe Steine säumen<br />
<br />
das wasserlose Bachbett stellenweise:<br />
Dazwischen trocknes Moos und nackte Erde.<br />
Vom Wipfel kommt die zeternde Beschwerde<br />
der Amsel, aber plötzlich - wird es leise,<br />
<br />
denn irgend etwas hat sie aufgeschreckt.<br />
Bewegung im Geäst; - Ein schwarzer Pfeil,<br />
schon ist sie wieder aus dem Blick verschwunden.<br />
<br />
Die Sonnenflecken wandern mit den Stunden,<br />
Dazwischen Farne, glänzend wie Email,<br />
und mattes Moos, grau wie von Staub bedeckt.<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Alter Friedhof, Dachau]]></title>
			<link>https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=24049</link>
			<pubDate>Fri, 07 Jul 2023 09:12:40 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-forum.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=24049</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Alter</span> <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Friedhof</span> <br />
Dachau, Sep. 2021<br />
<br />
<br />
<!-- start: postbit_attachments_attachment -->
<br /><!-- start: attachment_icon -->
<img src="https://sonett-forum.de/images/attachtypes/image.gif" title="JPEG Image" border="0" alt=".jpg" />
<!-- end: attachment_icon -->&nbsp;&nbsp;<a href="attachment.php?aid=549" target="_blank" title="28.09.2021, 14:52">friedhof-dachau.JPG</a> (Größe: 163,19 KB / Downloads: 129)
<!-- end: postbit_attachments_attachment --><br />
<br />
<br />
Die Amsel schimpft, denn eine Katze pirscht<br />
sich an. Der Efeu blüht; es brummt und summt<br />
die ganze Friedhofsmauer. Es verstummt<br />
allein der Mensch. Vor meinen Schritten knirscht<br />
<br />
der Kiesweg. Etwas besser macht 's die Katze,<br />
die lautlos Kies und trocknes Laub um schleicht.<br />
Ein Spinnenfaden glänzt im Licht; er reicht<br />
quer übern Weg. Jetzt schimpfen auch die Spatzen.<br />
<br />
Die Katze schaut mit vorwurfsvollem Blick<br />
zu mir herüber. Ich geh noch ein Stück.<br />
Eichhörnchen lügen aus gepflegten Beeten.<br />
<br />
So viel Geschäftigkeit schon in der Frühe!<br />
Ich übe Achtsamkeit und geb mir Mühe,<br />
den jungen Klee im Kies nicht zu zertreten.<br />
<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Alter</span> <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Friedhof</span> <br />
Dachau, Sep. 2021<br />
<br />
<br />
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<br /><!-- start: attachment_icon -->
<img src="https://sonett-forum.de/images/attachtypes/image.gif" title="JPEG Image" border="0" alt=".jpg" />
<!-- end: attachment_icon -->&nbsp;&nbsp;<a href="attachment.php?aid=549" target="_blank" title="28.09.2021, 14:52">friedhof-dachau.JPG</a> (Größe: 163,19 KB / Downloads: 129)
<!-- end: postbit_attachments_attachment --><br />
<br />
<br />
Die Amsel schimpft, denn eine Katze pirscht<br />
sich an. Der Efeu blüht; es brummt und summt<br />
die ganze Friedhofsmauer. Es verstummt<br />
allein der Mensch. Vor meinen Schritten knirscht<br />
<br />
der Kiesweg. Etwas besser macht 's die Katze,<br />
die lautlos Kies und trocknes Laub um schleicht.<br />
Ein Spinnenfaden glänzt im Licht; er reicht<br />
quer übern Weg. Jetzt schimpfen auch die Spatzen.<br />
<br />
Die Katze schaut mit vorwurfsvollem Blick<br />
zu mir herüber. Ich geh noch ein Stück.<br />
Eichhörnchen lügen aus gepflegten Beeten.<br />
<br />
So viel Geschäftigkeit schon in der Frühe!<br />
Ich übe Achtsamkeit und geb mir Mühe,<br />
den jungen Klee im Kies nicht zu zertreten.<br />
<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
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