<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/">
	<channel>
		<title><![CDATA[Sonett-Forum - Heinrich Bone]]></title>
		<link>https://sonett-forum.de/</link>
		<description><![CDATA[Sonett-Forum - https://sonett-forum.de]]></description>
		<pubDate>Wed, 08 Jul 2026 21:54:41 +0000</pubDate>
		<generator>MyBB</generator>
		<item>
			<title><![CDATA[Schlußgebet]]></title>
			<link>https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=11953</link>
			<pubDate>Tue, 18 Feb 2014 14:36:29 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-forum.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=11953</guid>
			<description><![CDATA[Herr Jesu Christ, der du am Kreuz vergossen<br />
Dein heil'ges Blut aus martervollen Wunden,<br />
Und bis zum Tod all unser Leid empfunden,<br />
Damit nur uns der Himmel würd' erschlossen:<br />
<br />
Halt' ein die Flut, von der wir sind umflossen,<br />
Wehr' ab die Glut, vor der die Kraft geschwunden,<br />
Lös' auf das Band, das uns hält fest gebunden,<br />
Tilg' aus den Keim, dem alle Noth entsprossen.<br />
<br />
Erbarme dich der armen Menschen alle,<br />
Die du erkaufst mit unnennbaren Schmerzen<br />
Von ew'ger Haft und endlos tiefem Falle;<br />
<br />
Erbarme dich nach deinem milden Herzen,<br />
Laß sie erkennen in dem Drang der Plagen:<br />
Daß nur in dir die Lösung aller Fragen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Herr Jesu Christ, der du am Kreuz vergossen<br />
Dein heil'ges Blut aus martervollen Wunden,<br />
Und bis zum Tod all unser Leid empfunden,<br />
Damit nur uns der Himmel würd' erschlossen:<br />
<br />
Halt' ein die Flut, von der wir sind umflossen,<br />
Wehr' ab die Glut, vor der die Kraft geschwunden,<br />
Lös' auf das Band, das uns hält fest gebunden,<br />
Tilg' aus den Keim, dem alle Noth entsprossen.<br />
<br />
Erbarme dich der armen Menschen alle,<br />
Die du erkaufst mit unnennbaren Schmerzen<br />
Von ew'ger Haft und endlos tiefem Falle;<br />
<br />
Erbarme dich nach deinem milden Herzen,<br />
Laß sie erkennen in dem Drang der Plagen:<br />
Daß nur in dir die Lösung aller Fragen.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Sieg der Vollkommenheit]]></title>
			<link>https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=11952</link>
			<pubDate>Tue, 18 Feb 2014 14:23:20 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-forum.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=11952</guid>
			<description><![CDATA[Nicht Kampf, nicht Kampf! nur Sieg sei all dein Leben!<br />
Sieg ohne Kampf! Wer kämpft, ist halb besieget;<br />
Ob auch der Feind zuletzt dir unterlieget,<br />
So lang' du kämpfest, war's ein schwankend Schweben.<br />
<br />
Dein Blick sei Sieg! dein Wort Triumph im Streben!<br />
Und deine That: daß, eh du ihn bekrieget,<br />
Der Feind sich kehrt und scheu vor dir entflieget,<br />
Und nicht zum zweiten Mal sich mag erheben.<br />
<br />
So schwebt ein Engel durch die weiten Lüfte,<br />
Und vor ihm fliehn die düstern Unsichtbaren,<br />
Die sich zum Kampf ob unsern Häupten schaaren.<br />
<br />
So dringt der Stamm aus tief verschloss'nen Keimen<br />
Mit Stillgewalt empor zu Himmelsräumen<br />
Und wölbt die Krone, spendend Frucht und Düfte.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Nicht Kampf, nicht Kampf! nur Sieg sei all dein Leben!<br />
Sieg ohne Kampf! Wer kämpft, ist halb besieget;<br />
Ob auch der Feind zuletzt dir unterlieget,<br />
So lang' du kämpfest, war's ein schwankend Schweben.<br />
<br />
Dein Blick sei Sieg! dein Wort Triumph im Streben!<br />
Und deine That: daß, eh du ihn bekrieget,<br />
Der Feind sich kehrt und scheu vor dir entflieget,<br />
Und nicht zum zweiten Mal sich mag erheben.<br />
<br />
So schwebt ein Engel durch die weiten Lüfte,<br />
Und vor ihm fliehn die düstern Unsichtbaren,<br />
Die sich zum Kampf ob unsern Häupten schaaren.<br />
<br />
So dringt der Stamm aus tief verschloss'nen Keimen<br />
Mit Stillgewalt empor zu Himmelsräumen<br />
Und wölbt die Krone, spendend Frucht und Düfte.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Nach einer Sünde]]></title>
			<link>https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=11951</link>
			<pubDate>Tue, 18 Feb 2014 14:16:35 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-forum.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=11951</guid>
			<description><![CDATA[Geschwind hinweg mit dieser Last der Seelen!<br />
Dem Satan nicht, dem Herrn will ich sie weihen<br />
Die Sünde, die ich that. Denn, o! verzeihen<br />
Kannst du, o Herr, mehr als ich Armer fehlen.<br />
<br />
Vergebens ist es, dunkel mich zu quälen,<br />
Bekennen will ich, beten und bereuen,<br />
Nicht feig das Antlitz meiner Sünde scheuen,<br />
Will sehn und hassen sie, und Bess'res wählen.<br />
<br />
Und, o! schon fühl' ich's; Herr! du Gott der Güte,<br />
Du gießest Licht, Trost, Kraft in mein Gemüthe,<br />
Froh schüttl' ich ab die Bande meiner Sünden.<br />
<br />
Ja, wie der Tod, dem Lazarus entstiegen,<br />
Soll dir zur Ehre werden mein Erliegen,<br />
Will doppelt nun dir dienen, dich verkünden!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Geschwind hinweg mit dieser Last der Seelen!<br />
Dem Satan nicht, dem Herrn will ich sie weihen<br />
Die Sünde, die ich that. Denn, o! verzeihen<br />
Kannst du, o Herr, mehr als ich Armer fehlen.<br />
<br />
Vergebens ist es, dunkel mich zu quälen,<br />
Bekennen will ich, beten und bereuen,<br />
Nicht feig das Antlitz meiner Sünde scheuen,<br />
Will sehn und hassen sie, und Bess'res wählen.<br />
<br />
Und, o! schon fühl' ich's; Herr! du Gott der Güte,<br />
Du gießest Licht, Trost, Kraft in mein Gemüthe,<br />
Froh schüttl' ich ab die Bande meiner Sünden.<br />
<br />
Ja, wie der Tod, dem Lazarus entstiegen,<br />
Soll dir zur Ehre werden mein Erliegen,<br />
Will doppelt nun dir dienen, dich verkünden!]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Trost in Jesu]]></title>
			<link>https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=11950</link>
			<pubDate>Tue, 18 Feb 2014 13:56:49 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-forum.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=11950</guid>
			<description><![CDATA[I.<br />
<br />
Der Kreuztragende<br />
<br />
Ich sollte klagen, wann mich Leiden drücken,<br />
Schmerz, Krankheit, Noth und Sorgen auf mir liegen,<br />
Sich Haupt und Herz ermüdet niederbiegen,<br />
Schmach, Hohn und Haß wie Dornen mich umstricken?<br />
<br />
Ich sollte klagen, wann auf meinem Rücken<br />
Sie Eisen schmieden; Freunde mich bekriegen,<br />
Und Feinde lachend prunken mit den Siegen,<br />
Mich Thoren spöttisch messen mit den Blicken?<br />
<br />
Wie kann ich klagen, da vor mir gebeuget<br />
Mein Jesus sich mit seinem Kreuze zeiget,<br />
Im Dornenkranz, gestoßen und geschlagen!<br />
<br />
Trug Gott das Kreuz, war Gott zur Schmach erbötig,<br />
So war's um Heil, zum ew'gen Frieden nöthig!<br />
O Gott, geduldig laß das Kreuz mich tragen!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[I.<br />
<br />
Der Kreuztragende<br />
<br />
Ich sollte klagen, wann mich Leiden drücken,<br />
Schmerz, Krankheit, Noth und Sorgen auf mir liegen,<br />
Sich Haupt und Herz ermüdet niederbiegen,<br />
Schmach, Hohn und Haß wie Dornen mich umstricken?<br />
<br />
Ich sollte klagen, wann auf meinem Rücken<br />
Sie Eisen schmieden; Freunde mich bekriegen,<br />
Und Feinde lachend prunken mit den Siegen,<br />
Mich Thoren spöttisch messen mit den Blicken?<br />
<br />
Wie kann ich klagen, da vor mir gebeuget<br />
Mein Jesus sich mit seinem Kreuze zeiget,<br />
Im Dornenkranz, gestoßen und geschlagen!<br />
<br />
Trug Gott das Kreuz, war Gott zur Schmach erbötig,<br />
So war's um Heil, zum ew'gen Frieden nöthig!<br />
O Gott, geduldig laß das Kreuz mich tragen!]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Labung vom Kreuze]]></title>
			<link>https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=11949</link>
			<pubDate>Tue, 18 Feb 2014 13:51:26 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-forum.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=11949</guid>
			<description><![CDATA[Am Hochkreuz dort auf grünem Feldessaume<br />
saß ich im Hauch der ersten Frühlingswinde;<br />
Ein Veilchen sah ich, lieblich gleich dem kinde,<br />
Das lächelnd aufwacht aus dem schönsten Traume.<br />
<br />
Und wie ich's pflückte von dem heil'gen Raume,<br />
Da kam ins Herz mir dieses Wort geschwinde:<br />
"Wem anders dies zum treuen Angebinde,<br />
"Als meinem Heiland dort am Leidensbaume?"<br />
<br />
Und als das Blümlein nun die Wunde deckte<br />
Der blut'gen Füße, drin der Nagel steckte,<br />
Da war es mir, als ob's zur Lind'rung wäre;<br />
<br />
Und war mir auch, als ob ich selbst empfange<br />
Balsam des Herzens - und ich stand noch lange,<br />
Das Bild betrachtend und die blut'ge Zähre.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Am Hochkreuz dort auf grünem Feldessaume<br />
saß ich im Hauch der ersten Frühlingswinde;<br />
Ein Veilchen sah ich, lieblich gleich dem kinde,<br />
Das lächelnd aufwacht aus dem schönsten Traume.<br />
<br />
Und wie ich's pflückte von dem heil'gen Raume,<br />
Da kam ins Herz mir dieses Wort geschwinde:<br />
"Wem anders dies zum treuen Angebinde,<br />
"Als meinem Heiland dort am Leidensbaume?"<br />
<br />
Und als das Blümlein nun die Wunde deckte<br />
Der blut'gen Füße, drin der Nagel steckte,<br />
Da war es mir, als ob's zur Lind'rung wäre;<br />
<br />
Und war mir auch, als ob ich selbst empfange<br />
Balsam des Herzens - und ich stand noch lange,<br />
Das Bild betrachtend und die blut'ge Zähre.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Das Kreuz am Wege]]></title>
			<link>https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=11948</link>
			<pubDate>Tue, 18 Feb 2014 13:45:40 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-forum.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=11948</guid>
			<description><![CDATA[O liebes Kreuz auf unbekannten Wegen,<br />
Wie heimathlich umfängt mich dein Erscheinen!<br />
Als hätt' ich schon gekniet auf diesen Steinen,<br />
Auf diesem Gras als knabe schon gelegen.<br />
<br />
An deinem Fuße könnt' ich heimlich weinen,<br />
So überwält'gend ist dein still Erregen!<br />
Hier will ich rasten und der Ruhe pflegen,<br />
Und froh gedenken aller lieben Meinen.<br />
<br />
Denn wie mich eben noch ein einsam Grauen<br />
Umsponnen hielt auf menschenleeren Pfaden,<br />
Wo auch kein Hüttchen weit und breit zu schauen,<br />
<br />
So mein' ich jetzt, es kämen wie geladen<br />
Hierher zu mir Verwanten und Bekannten,<br />
Ja, alle Welt, die je zum Kreuz sich wandten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[O liebes Kreuz auf unbekannten Wegen,<br />
Wie heimathlich umfängt mich dein Erscheinen!<br />
Als hätt' ich schon gekniet auf diesen Steinen,<br />
Auf diesem Gras als knabe schon gelegen.<br />
<br />
An deinem Fuße könnt' ich heimlich weinen,<br />
So überwält'gend ist dein still Erregen!<br />
Hier will ich rasten und der Ruhe pflegen,<br />
Und froh gedenken aller lieben Meinen.<br />
<br />
Denn wie mich eben noch ein einsam Grauen<br />
Umsponnen hielt auf menschenleeren Pfaden,<br />
Wo auch kein Hüttchen weit und breit zu schauen,<br />
<br />
So mein' ich jetzt, es kämen wie geladen<br />
Hierher zu mir Verwanten und Bekannten,<br />
Ja, alle Welt, die je zum Kreuz sich wandten.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Der Weg des Christen]]></title>
			<link>https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=11947</link>
			<pubDate>Tue, 18 Feb 2014 13:37:35 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-forum.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=11947</guid>
			<description><![CDATA[Der Weg des Heiles, den die Christen wallen,<br />
Er ist kein Pfad durch holde Frühlingsauen,<br />
Wo Blumen rings aus sanftem Rasen schauen,<br />
Und Harmonie'n aus Busch und Waldung schallen;<br />
<br />
Gar scharf ist er und steil und leicht zum Fallen,<br />
Und dunkel oft, und oft so voll von Grauen,<br />
Daß nichts dir bleibt, als seufzendes Vertrauen,<br />
Davon die Seufzer einsam wiederhallen.<br />
<br />
So will's der Herr, der Blut geschwitzt im Garten,<br />
Den in der Wüste suchte der Versucher,<br />
Und den im Tod noch schmähten die Verflucher.<br />
<br />
Drum zage nicht, und stärk' dich im Erwarten!<br />
Was auch die Weisen stolz von Frieden reden,<br />
Des Christen Herz hat allzeit Kreuz Fehden.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Der Weg des Heiles, den die Christen wallen,<br />
Er ist kein Pfad durch holde Frühlingsauen,<br />
Wo Blumen rings aus sanftem Rasen schauen,<br />
Und Harmonie'n aus Busch und Waldung schallen;<br />
<br />
Gar scharf ist er und steil und leicht zum Fallen,<br />
Und dunkel oft, und oft so voll von Grauen,<br />
Daß nichts dir bleibt, als seufzendes Vertrauen,<br />
Davon die Seufzer einsam wiederhallen.<br />
<br />
So will's der Herr, der Blut geschwitzt im Garten,<br />
Den in der Wüste suchte der Versucher,<br />
Und den im Tod noch schmähten die Verflucher.<br />
<br />
Drum zage nicht, und stärk' dich im Erwarten!<br />
Was auch die Weisen stolz von Frieden reden,<br />
Des Christen Herz hat allzeit Kreuz Fehden.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Lebensblicke]]></title>
			<link>https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=11946</link>
			<pubDate>Tue, 18 Feb 2014 13:32:18 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-forum.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=11946</guid>
			<description><![CDATA[Mein Herz war öde, nicht mit Gott in Frieden<br />
Und nicht mit sich; da schien mein ganzes Leben<br />
Ein Räthsel mir, und all mein Thun und Streben<br />
Ein dunkles Irren, Ringen und Ermüden.<br />
<br />
Und was mir je vom Himmel war beschieden,<br />
Verwirrte sich und machte mich erbeben<br />
Wie düstern Schicksals grausames Verweben,<br />
Wie böser Mächte heimlich Kettenschmieden.<br />
<br />
Mein Herz ward frei, vom Glauben still gehoben:<br />
Da ging's mir auf wie lichter Maienmorgen,<br />
Und Erd' und Himmel tönten Harmonieen.<br />
<br />
Die Nacht der Räthsel war mir wie zerstoben,<br />
Zu Goldgewölk zerronnen Angst und Sorgen,<br />
Und Welt und Leben schien ein göttlich Blühen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Mein Herz war öde, nicht mit Gott in Frieden<br />
Und nicht mit sich; da schien mein ganzes Leben<br />
Ein Räthsel mir, und all mein Thun und Streben<br />
Ein dunkles Irren, Ringen und Ermüden.<br />
<br />
Und was mir je vom Himmel war beschieden,<br />
Verwirrte sich und machte mich erbeben<br />
Wie düstern Schicksals grausames Verweben,<br />
Wie böser Mächte heimlich Kettenschmieden.<br />
<br />
Mein Herz ward frei, vom Glauben still gehoben:<br />
Da ging's mir auf wie lichter Maienmorgen,<br />
Und Erd' und Himmel tönten Harmonieen.<br />
<br />
Die Nacht der Räthsel war mir wie zerstoben,<br />
Zu Goldgewölk zerronnen Angst und Sorgen,<br />
Und Welt und Leben schien ein göttlich Blühen.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Für die Zeit der Prüfung]]></title>
			<link>https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=11945</link>
			<pubDate>Tue, 18 Feb 2014 13:15:00 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-forum.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=11945</guid>
			<description><![CDATA[Wann trostlos sich dein armes Herz umnachtet,<br />
Des Glaubens Licht, sonst hold und reich verzieret,<br />
Wie Morgenroth in Wolken sich verlieret,<br />
Und deine Seele bang nach Hoffnung schmachtet;<br />
<br />
Wann wehmuhsvoll dein Auge die betrachtet,<br />
Die friedensselig süße Lieb' regieret,<br />
Und fromme Lust in Haus und Tempel führet;<br />
Wann du dich wähnst von Gott selbst unbeachtet:<br />
<br />
Dann mehr als jemals greif' nach guten Werken,<br />
Nach solchen, die das Herz des Bruders laben,<br />
Bring' Kranken Trost und reich' den Armen Gaben;<br />
<br />
Sie werden wunderbar den Muth dir stärken,<br />
Wie Ruhekissen deine Seel' umfangen,<br />
Und Sternen gleich dir hell am Himmel hangen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Wann trostlos sich dein armes Herz umnachtet,<br />
Des Glaubens Licht, sonst hold und reich verzieret,<br />
Wie Morgenroth in Wolken sich verlieret,<br />
Und deine Seele bang nach Hoffnung schmachtet;<br />
<br />
Wann wehmuhsvoll dein Auge die betrachtet,<br />
Die friedensselig süße Lieb' regieret,<br />
Und fromme Lust in Haus und Tempel führet;<br />
Wann du dich wähnst von Gott selbst unbeachtet:<br />
<br />
Dann mehr als jemals greif' nach guten Werken,<br />
Nach solchen, die das Herz des Bruders laben,<br />
Bring' Kranken Trost und reich' den Armen Gaben;<br />
<br />
Sie werden wunderbar den Muth dir stärken,<br />
Wie Ruhekissen deine Seel' umfangen,<br />
Und Sternen gleich dir hell am Himmel hangen.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Angstgebet]]></title>
			<link>https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=11944</link>
			<pubDate>Tue, 18 Feb 2014 13:06:16 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-forum.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=11944</guid>
			<description><![CDATA[Herr, halt mich oben! Sieh, die Wasser dringen<br />
Bis an die Seele; meine Kräfte schwinden!<br />
Ich bin ein Blatt in Strudel und in Winden,<br />
Von allen Seiten will es mich verschlingen.<br />
<br />
Ach hilf, o Herr! sieh mein vergeblich Ringen!<br />
Mich drückt die Last, mich reißt die Macht der Sünden,<br />
es kann mein Blick dein Antlitz nicht mehr finden;<br />
Reich' deine Hand! nur sie kann Rettung bringen.<br />
<br />
Der du den Petrus in des Meeres Fluten,<br />
Die Knaben schütztest in der Flammen Gluten,<br />
Den Daniel bewahrt vor Löwenwuthen;<br />
<br />
Der du kannst retten aus des Todes Orte,<br />
Lebendig machen, was schon längst verdorrte:<br />
Hilf, Herr! ach hilf! mir nach deinem Worte!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Herr, halt mich oben! Sieh, die Wasser dringen<br />
Bis an die Seele; meine Kräfte schwinden!<br />
Ich bin ein Blatt in Strudel und in Winden,<br />
Von allen Seiten will es mich verschlingen.<br />
<br />
Ach hilf, o Herr! sieh mein vergeblich Ringen!<br />
Mich drückt die Last, mich reißt die Macht der Sünden,<br />
es kann mein Blick dein Antlitz nicht mehr finden;<br />
Reich' deine Hand! nur sie kann Rettung bringen.<br />
<br />
Der du den Petrus in des Meeres Fluten,<br />
Die Knaben schütztest in der Flammen Gluten,<br />
Den Daniel bewahrt vor Löwenwuthen;<br />
<br />
Der du kannst retten aus des Todes Orte,<br />
Lebendig machen, was schon längst verdorrte:<br />
Hilf, Herr! ach hilf! mir nach deinem Worte!]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Herr, bedecke meine Sünden]]></title>
			<link>https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=11943</link>
			<pubDate>Tue, 18 Feb 2014 12:57:09 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-forum.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=11943</guid>
			<description><![CDATA[In schwerer Stunde, gleich dem Endgerichte,<br />
Sah ich die Zahl und Größe meiner Sünden.<br />
Gott zeigte sie; denn jetzt will mir schon schwinden<br />
Selbst die Erinnerung von dem Gesichte.<br />
<br />
Wie Ungeheuer aus des Meeres Gründen,<br />
So stieg's empor und reckte sich ins Lichte;<br />
Wie ekler Fäulnis wimmelndes Gezüchte<br />
Kroch's um mich her, zahllos, aus düstern Schlünden.<br />
<br />
Da lernt' ich's fühlen, was das Herz empfunden,<br />
Das zitternd sang: "Es eitern meine Wunden!"<br />
Und flehend rief: "Bedecke meine Sünden!"<br />
<br />
Ja, Herr, ob auch verzeihet deine Güte,<br />
Zu deiner Allmacht seufzet mein Gemüthe:<br />
"Vor dir, vor mir bedecke meine Sünden!"]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[In schwerer Stunde, gleich dem Endgerichte,<br />
Sah ich die Zahl und Größe meiner Sünden.<br />
Gott zeigte sie; denn jetzt will mir schon schwinden<br />
Selbst die Erinnerung von dem Gesichte.<br />
<br />
Wie Ungeheuer aus des Meeres Gründen,<br />
So stieg's empor und reckte sich ins Lichte;<br />
Wie ekler Fäulnis wimmelndes Gezüchte<br />
Kroch's um mich her, zahllos, aus düstern Schlünden.<br />
<br />
Da lernt' ich's fühlen, was das Herz empfunden,<br />
Das zitternd sang: "Es eitern meine Wunden!"<br />
Und flehend rief: "Bedecke meine Sünden!"<br />
<br />
Ja, Herr, ob auch verzeihet deine Güte,<br />
Zu deiner Allmacht seufzet mein Gemüthe:<br />
"Vor dir, vor mir bedecke meine Sünden!"]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Anfechtung]]></title>
			<link>https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=11942</link>
			<pubDate>Tue, 18 Feb 2014 12:51:30 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-forum.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=11942</guid>
			<description><![CDATA[Was weiß der Mensch, der nie ward angefochten?<br />
Der nie geseufzt in öder Wildnis Stille,<br />
Dem nicht mit Geistern rang der müde Wille,<br />
Auf dessen Herz nicht Hammerschläge pochten?<br />
<br />
Was auch Verstand und Welt ihn lehren mochten:<br />
Verschlossen liegt ihm unter Schein und Hülle<br />
Des Lebens Reichthum und des Geistes Fülle,<br />
Nur Stückwerk bleibt's, wird nie zum Kranz geflochten.<br />
<br />
Denn du, o Herr, bist nah bedrängten Herzen,<br />
Du reißest ab der Täuschung süßen Schleier,<br />
Zeigst Nacht und Elend, das uns hält umsponnen.<br />
<br />
Und in dem Drang der namenlosen Schmerzen<br />
Trittst du hervor; da wird es frei und freier,<br />
Die Seele lernt im Lichte deiner Sonnen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Was weiß der Mensch, der nie ward angefochten?<br />
Der nie geseufzt in öder Wildnis Stille,<br />
Dem nicht mit Geistern rang der müde Wille,<br />
Auf dessen Herz nicht Hammerschläge pochten?<br />
<br />
Was auch Verstand und Welt ihn lehren mochten:<br />
Verschlossen liegt ihm unter Schein und Hülle<br />
Des Lebens Reichthum und des Geistes Fülle,<br />
Nur Stückwerk bleibt's, wird nie zum Kranz geflochten.<br />
<br />
Denn du, o Herr, bist nah bedrängten Herzen,<br />
Du reißest ab der Täuschung süßen Schleier,<br />
Zeigst Nacht und Elend, das uns hält umsponnen.<br />
<br />
Und in dem Drang der namenlosen Schmerzen<br />
Trittst du hervor; da wird es frei und freier,<br />
Die Seele lernt im Lichte deiner Sonnen.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Himmel und Erde]]></title>
			<link>https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=11941</link>
			<pubDate>Tue, 18 Feb 2014 12:43:57 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-forum.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=11941</guid>
			<description><![CDATA[Es gibt auf Erden keine Lust und Schöne,<br />
Die nicht im Himmel, neu und rein verkläret,<br />
Zum Vollgenuß der Sel'gen wiederkehret,<br />
Damit Natur und Geist sich ganz versöhne.<br />
<br />
Vollendet klingt dort Hatrmonie der Töne,<br />
Die Luft wallt an, von Süßigkeit beschweret,<br />
Das Auge schlürft, was höchster Sinn begehret,<br />
Und Himmelsblumen blühn um Himmelssöhne.<br />
<br />
Drum, was auf Erden reizend sich entziehet,<br />
Und was du frei zu Gottes Ehr' entbehrest:<br />
Dein ist es doch! das Falsche nur entfliehet.<br />
<br />
Und was du Andern liebevoll gewährest:<br />
Im Himmel erst erkennst du deine Gabe,<br />
Wann ihr Genuß wird ewig süße Habe.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Es gibt auf Erden keine Lust und Schöne,<br />
Die nicht im Himmel, neu und rein verkläret,<br />
Zum Vollgenuß der Sel'gen wiederkehret,<br />
Damit Natur und Geist sich ganz versöhne.<br />
<br />
Vollendet klingt dort Hatrmonie der Töne,<br />
Die Luft wallt an, von Süßigkeit beschweret,<br />
Das Auge schlürft, was höchster Sinn begehret,<br />
Und Himmelsblumen blühn um Himmelssöhne.<br />
<br />
Drum, was auf Erden reizend sich entziehet,<br />
Und was du frei zu Gottes Ehr' entbehrest:<br />
Dein ist es doch! das Falsche nur entfliehet.<br />
<br />
Und was du Andern liebevoll gewährest:<br />
Im Himmel erst erkennst du deine Gabe,<br />
Wann ihr Genuß wird ewig süße Habe.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Empfangen und Geben]]></title>
			<link>https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=11940</link>
			<pubDate>Tue, 18 Feb 2014 12:35:03 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-forum.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=11940</guid>
			<description><![CDATA[Willst du empfangen, Mensch, so mußt du geben!<br />
Auf Erden so, und so im Endgerichte!<br />
Gib den Verstand dem frommen Glaubenslichte,<br />
So wird's den Geist ins reine  Schaun erheben.<br />
<br />
Gib dein Gemüth dem stillen Hoffnungsleben,<br />
So ärntest du die reichen Himmelsfrüchte;<br />
Mach deinen Willen in der Lieb' zu nichte,<br />
So wirst du einst in ew'ger Freiheit schweben.<br />
<br />
Gib deine Seele ganz in Gottes Hände,<br />
So wird sich Gott auch ganz zur Seele neigen<br />
Und mit ihr sein in Seligkeit ohn' Ende.<br />
<br />
Und auch dein Leib wird schöner sich entschwingen<br />
Dem dunklen Grab und heller aufwärts steigen,<br />
Je mehr du hier ihn wirst zum Opfer bringen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Willst du empfangen, Mensch, so mußt du geben!<br />
Auf Erden so, und so im Endgerichte!<br />
Gib den Verstand dem frommen Glaubenslichte,<br />
So wird's den Geist ins reine  Schaun erheben.<br />
<br />
Gib dein Gemüth dem stillen Hoffnungsleben,<br />
So ärntest du die reichen Himmelsfrüchte;<br />
Mach deinen Willen in der Lieb' zu nichte,<br />
So wirst du einst in ew'ger Freiheit schweben.<br />
<br />
Gib deine Seele ganz in Gottes Hände,<br />
So wird sich Gott auch ganz zur Seele neigen<br />
Und mit ihr sein in Seligkeit ohn' Ende.<br />
<br />
Und auch dein Leib wird schöner sich entschwingen<br />
Dem dunklen Grab und heller aufwärts steigen,<br />
Je mehr du hier ihn wirst zum Opfer bringen.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Die glückliche Nacht]]></title>
			<link>https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=11939</link>
			<pubDate>Tue, 18 Feb 2014 11:54:54 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-forum.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=11939</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">.<br />
(Johannes vom Kreuz)</span><br />
<br />
Aus Sonnenschein verbarg ich mich in Schatten;<br />
Da labte mich das Dunkel, wie die Kühle;<br />
Mir war es Lust, zu schaun der Stralen Spiele<br />
Im hohen Laub und auf des Grases Matten.<br />
<br />
Doch Ruhe wollt' auch da mir nicht gestatten<br />
Des Herzens Drang und meines Geistes Schwüle;<br />
Mich trieb's in Dickicht, wie zu sicherm Ziele,<br />
Wo Dämm'rung kaum die offnen Augen hatten.<br />
<br />
Und immer tiefer strebt' ich in das Dunkel,<br />
Und immer heller ward mir ein Gefunkel,<br />
Das nicht von außen drang an meine Blicke.<br />
<br />
Und als nun ganz die Nacht mich eingehüllet,<br />
Und Einsamkeit mir rings die Welt erfüllet,<br />
Da rief mein Herz: "O Licht, o Lieb', o Glücke!"]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">.<br />
(Johannes vom Kreuz)</span><br />
<br />
Aus Sonnenschein verbarg ich mich in Schatten;<br />
Da labte mich das Dunkel, wie die Kühle;<br />
Mir war es Lust, zu schaun der Stralen Spiele<br />
Im hohen Laub und auf des Grases Matten.<br />
<br />
Doch Ruhe wollt' auch da mir nicht gestatten<br />
Des Herzens Drang und meines Geistes Schwüle;<br />
Mich trieb's in Dickicht, wie zu sicherm Ziele,<br />
Wo Dämm'rung kaum die offnen Augen hatten.<br />
<br />
Und immer tiefer strebt' ich in das Dunkel,<br />
Und immer heller ward mir ein Gefunkel,<br />
Das nicht von außen drang an meine Blicke.<br />
<br />
Und als nun ganz die Nacht mich eingehüllet,<br />
Und Einsamkeit mir rings die Welt erfüllet,<br />
Da rief mein Herz: "O Licht, o Lieb', o Glücke!"]]></content:encoded>
		</item>
	</channel>
</rss>