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		<title><![CDATA[Sonett-Forum - Oscar Linke ]]></title>
		<link>https://sonett-forum.de/</link>
		<description><![CDATA[Sonett-Forum - https://sonett-forum.de]]></description>
		<pubDate>Thu, 09 Jul 2026 11:30:28 +0000</pubDate>
		<generator>MyBB</generator>
		<item>
			<title><![CDATA[Schicksalsgefühl]]></title>
			<link>https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=31658</link>
			<pubDate>Tue, 07 Jul 2026 17:48:57 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-forum.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=31658</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Schicksalsgefühl</span><br />
<br />
O süß – in veilchenblauer Nacht,<br />
Wann still die Sterne niederscheinen,<br />
Wann Traum und Schlummer sich vereinen,<br />
Besiegen sanft der Leiden Macht –<br />
<br />
O süß, wann jetzt dein Herz erwacht!<br />
Leidselig bist du, wenn dein Weinen<br />
Nur keinen, arme Seele, keinen<br />
Hat um den goldnen Schlaf gebracht!<br />
<br />
Und an vergangnes Wonneglück<br />
Denkst du in süßem Schmerz zurück,<br />
An Zukunft, die dich nimmer schonet ...<br />
<br />
In solchen Nächten fühlest du,<br />
Wie, Wandrer, über dir in Ruh<br />
Unwandelbar das Schicksal thronet!<br />
<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Schicksalsgefühl</span><br />
<br />
O süß – in veilchenblauer Nacht,<br />
Wann still die Sterne niederscheinen,<br />
Wann Traum und Schlummer sich vereinen,<br />
Besiegen sanft der Leiden Macht –<br />
<br />
O süß, wann jetzt dein Herz erwacht!<br />
Leidselig bist du, wenn dein Weinen<br />
Nur keinen, arme Seele, keinen<br />
Hat um den goldnen Schlaf gebracht!<br />
<br />
Und an vergangnes Wonneglück<br />
Denkst du in süßem Schmerz zurück,<br />
An Zukunft, die dich nimmer schonet ...<br />
<br />
In solchen Nächten fühlest du,<br />
Wie, Wandrer, über dir in Ruh<br />
Unwandelbar das Schicksal thronet!<br />
<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Trost]]></title>
			<link>https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=31657</link>
			<pubDate>Fri, 19 Jun 2026 06:05:30 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-forum.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=31657</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Trost</span><br />
<br />
Das Leben ist ein Labyrinth,<br />
Ich hab’ es einmal schon gesagt;<br />
Ich hab’ es mehrmal schon beklagt:<br />
Wir gleichen Blättern in dem Wind.<br />
<br />
Doch ob wir auch untröstlich sind,<br />
Daß nie das reine Licht uns tagt,<br />
Uns doch bisweilen, oft behagt,<br />
Daß Schönheit unser Sein umspinnt!<br />
<br />
So bitter stechen auch die Leiden<br />
Auf dieser dorn’gen Erdenbahn,<br />
Die leider keiner kann vermeiden:<br />
<br />
Der eine Trost, der doch kein Wahn,<br />
Läßt dich in süßen Wonnen scheiden –<br />
Die Schönheit hat dir wohl gethan!<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Trost</span><br />
<br />
Das Leben ist ein Labyrinth,<br />
Ich hab’ es einmal schon gesagt;<br />
Ich hab’ es mehrmal schon beklagt:<br />
Wir gleichen Blättern in dem Wind.<br />
<br />
Doch ob wir auch untröstlich sind,<br />
Daß nie das reine Licht uns tagt,<br />
Uns doch bisweilen, oft behagt,<br />
Daß Schönheit unser Sein umspinnt!<br />
<br />
So bitter stechen auch die Leiden<br />
Auf dieser dorn’gen Erdenbahn,<br />
Die leider keiner kann vermeiden:<br />
<br />
Der eine Trost, der doch kein Wahn,<br />
Läßt dich in süßen Wonnen scheiden –<br />
Die Schönheit hat dir wohl gethan!<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Weltregulator]]></title>
			<link>https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=31656</link>
			<pubDate>Wed, 17 Jun 2026 09:26:10 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-forum.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=31656</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Weltregulator</span><br />
<br />
Wie dunkel auch das Labyrinth,<br />
Wie wirr und wunderbar die Gänge,<br />
Wie unverstanden auch die Klänge,<br />
In diesem Lebenstempel sind:<br />
<br />
Es herrscht ein Etwas, welches spinnt<br />
Jedwedem seines Wandels Länge –<br />
Ein Leitseil, das er nie zersprenge,<br />
Ob er auf tausend Listen sinnt.<br />
<br />
Das ist der Trost im Menschenleben!<br />
Denn wäre weltentbunden, frei<br />
Der Erdentspross’nen blindes Streben,<br />
<br />
Der Faden risse schnell entzwei:<br />
Statt dunkeln Schicksals schweigend Weben<br />
Schrie’ der Verzweiflung dumpfer Schrei!<br />
<br />
 <br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Weltregulator</span><br />
<br />
Wie dunkel auch das Labyrinth,<br />
Wie wirr und wunderbar die Gänge,<br />
Wie unverstanden auch die Klänge,<br />
In diesem Lebenstempel sind:<br />
<br />
Es herrscht ein Etwas, welches spinnt<br />
Jedwedem seines Wandels Länge –<br />
Ein Leitseil, das er nie zersprenge,<br />
Ob er auf tausend Listen sinnt.<br />
<br />
Das ist der Trost im Menschenleben!<br />
Denn wäre weltentbunden, frei<br />
Der Erdentspross’nen blindes Streben,<br />
<br />
Der Faden risse schnell entzwei:<br />
Statt dunkeln Schicksals schweigend Weben<br />
Schrie’ der Verzweiflung dumpfer Schrei!<br />
<br />
 <br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Musik]]></title>
			<link>https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=31655</link>
			<pubDate>Mon, 15 Jun 2026 09:25:48 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-forum.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=31655</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Musik</span><br />
<br />
Auf euren Wogen, Himmelsklänge,<br />
Voll unsagbarer Harmonie,<br />
Nur dort, nur dann vergess’ ich sie,<br />
Des Lebens drückend schwere Enge.<br />
<br />
Und sind es düst’re Schmerzgesänge,<br />
Sind’s Lieder heller Harmonie –<br />
Ihr seid der Seele Poesie<br />
Und zeigt das Ziel der wirren Gänge.<br />
<br />
Das Denken, ist es auch nur Träumen,<br />
Wird mir so schwer, wird mir verhaßt,<br />
Gleich einem Renner muß ich schäumen,<br />
<br />
Den Schreck vor eig’nem Schatten faßt. –<br />
Ihr hebt mich auf zu Himmelsräumen,<br />
Und selbstvergessen find ich Rast.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Musik</span><br />
<br />
Auf euren Wogen, Himmelsklänge,<br />
Voll unsagbarer Harmonie,<br />
Nur dort, nur dann vergess’ ich sie,<br />
Des Lebens drückend schwere Enge.<br />
<br />
Und sind es düst’re Schmerzgesänge,<br />
Sind’s Lieder heller Harmonie –<br />
Ihr seid der Seele Poesie<br />
Und zeigt das Ziel der wirren Gänge.<br />
<br />
Das Denken, ist es auch nur Träumen,<br />
Wird mir so schwer, wird mir verhaßt,<br />
Gleich einem Renner muß ich schäumen,<br />
<br />
Den Schreck vor eig’nem Schatten faßt. –<br />
Ihr hebt mich auf zu Himmelsräumen,<br />
Und selbstvergessen find ich Rast.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[An ***]]></title>
			<link>https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=31654</link>
			<pubDate>Sat, 13 Jun 2026 10:12:37 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-forum.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=31654</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">An ***</span><br />
<br />
Ein Himmel voller Sonnenshein,<br />
Ein Garten, drinnen Blumen sprießen,<br />
Und mild den zarten Duft ergießen –<br />
So sollte wahre Liebe sein.<br />
<br />
Ein herzentzündend echter Wein,<br />
Den lange Jahre nur versüßen –<br />
So sollte Liebe uns begrüßen,<br />
Noch stärker mit den Jahren sein.<br />
<br />
O Frau! Ich denke wohl wie Sie,<br />
So fühlt’ auch in Kindertagen<br />
Des Lebens schönste Poesie!<br />
<br />
Doch ward nicht Ihnen auch zerschlagen<br />
Die schön geträumte Harmonie? –<br />
Wir dürfen nur zu glauben wagen!<br />
<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">An ***</span><br />
<br />
Ein Himmel voller Sonnenshein,<br />
Ein Garten, drinnen Blumen sprießen,<br />
Und mild den zarten Duft ergießen –<br />
So sollte wahre Liebe sein.<br />
<br />
Ein herzentzündend echter Wein,<br />
Den lange Jahre nur versüßen –<br />
So sollte Liebe uns begrüßen,<br />
Noch stärker mit den Jahren sein.<br />
<br />
O Frau! Ich denke wohl wie Sie,<br />
So fühlt’ auch in Kindertagen<br />
Des Lebens schönste Poesie!<br />
<br />
Doch ward nicht Ihnen auch zerschlagen<br />
Die schön geträumte Harmonie? –<br />
Wir dürfen nur zu glauben wagen!<br />
<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Die Hoffnung]]></title>
			<link>https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=31653</link>
			<pubDate>Thu, 11 Jun 2026 10:52:48 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-forum.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=31653</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Die Hoffnung</span><br />
<br />
Ich liebte manches schöne Kind,<br />
Doch ach die Kinder wurden älter,<br />
Die Glut erlosch, und kalt und kälter<br />
Ward gegen sie mein Herz gesinnt.<br />
<br />
Doch ging nicht Alles in den Wind.<br />
Ein Liebchen wieget noch mein Zelter:<br />
Die Hoffnung, meines Herzens Feldherr,<br />
Noch manchen Sieg für mich gewinnt!<br />
<br />
Und ewig bleibt die Hoffnung jung,<br />
Sie trotzt der alten Mutter: Zeit,<br />
Der Schwester selbst: Erinnerung!<br />
<br />
Sie lächelt stets voll Seligkeit.<br />
nichts macht sie klug. Trotz Wandelung<br />
Der Zeit trägt sie ihr Kinderkleid.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Die Hoffnung</span><br />
<br />
Ich liebte manches schöne Kind,<br />
Doch ach die Kinder wurden älter,<br />
Die Glut erlosch, und kalt und kälter<br />
Ward gegen sie mein Herz gesinnt.<br />
<br />
Doch ging nicht Alles in den Wind.<br />
Ein Liebchen wieget noch mein Zelter:<br />
Die Hoffnung, meines Herzens Feldherr,<br />
Noch manchen Sieg für mich gewinnt!<br />
<br />
Und ewig bleibt die Hoffnung jung,<br />
Sie trotzt der alten Mutter: Zeit,<br />
Der Schwester selbst: Erinnerung!<br />
<br />
Sie lächelt stets voll Seligkeit.<br />
nichts macht sie klug. Trotz Wandelung<br />
Der Zeit trägt sie ihr Kinderkleid.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Traumgedanken]]></title>
			<link>https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=31652</link>
			<pubDate>Sun, 07 Jun 2026 01:36:21 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-forum.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=31652</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Traumgedanken</span><br />
<br />
Ich denke dein, mein süßes Kind,<br />
Ich sehe dich in deinem Zimmer:<br />
Des Mondes duft’ger Zauberschimmer<br />
Durchs offne Fenster quellend rinnt.<br />
<br />
Mit den Gardinen spielt der Wind.<br />
Du schreckst erröthend auf O nimmer<br />
Nah’ dir in lockendem Geflimmer<br />
Ein böser Traum, scheuch’ ihn geschwind!<br />
<br />
Doch huscht ein Traum in’s Fenster ein,<br />
ein guter Traum, verjag’ ihn nicht,<br />
Laß in dein Bettchen ihn hinein! –<br />
<br />
Und küßt dich wach das Sonnenlicht,<br />
Dann seufze: Ach ich war allein!<br />
Und halte, was dein Herz verspricht.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Traumgedanken</span><br />
<br />
Ich denke dein, mein süßes Kind,<br />
Ich sehe dich in deinem Zimmer:<br />
Des Mondes duft’ger Zauberschimmer<br />
Durchs offne Fenster quellend rinnt.<br />
<br />
Mit den Gardinen spielt der Wind.<br />
Du schreckst erröthend auf O nimmer<br />
Nah’ dir in lockendem Geflimmer<br />
Ein böser Traum, scheuch’ ihn geschwind!<br />
<br />
Doch huscht ein Traum in’s Fenster ein,<br />
ein guter Traum, verjag’ ihn nicht,<br />
Laß in dein Bettchen ihn hinein! –<br />
<br />
Und küßt dich wach das Sonnenlicht,<br />
Dann seufze: Ach ich war allein!<br />
Und halte, was dein Herz verspricht.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Das Blumenbouquet]]></title>
			<link>https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=31651</link>
			<pubDate>Fri, 05 Jun 2026 08:53:26 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-forum.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=31651</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Das Blumenbouquet</span><br />
<br />
Die schönen Blumen! wirst du sagen,<br />
Welche düftehauchendes Bouquet!<br />
Dann stellst du sie auf’s Fensterbrett –<br />
Die armen Blumen! muß ich klagen.<br />
<br />
Und nimmer ahnst du, wie sie tragen<br />
Ihr hold Geheimniß stumm und nett;<br />
Wie liebenswürdig, fast kokett<br />
Der stummen Blumen Herzen schlagen!<br />
<br />
O wärest du Cirkassierin,<br />
Du legest ihn so stumm nicht hin,<br />
Wenn du den Blumenbrief empfangen!<br />
<br />
Du sprächst mit glühend rothen Wangen:<br />
„Schon liebt der arme Junge mich!“<br />
Vielleicht noch seufzend: „Und ich dich!“ -<br />
<br />
 <br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Das Blumenbouquet</span><br />
<br />
Die schönen Blumen! wirst du sagen,<br />
Welche düftehauchendes Bouquet!<br />
Dann stellst du sie auf’s Fensterbrett –<br />
Die armen Blumen! muß ich klagen.<br />
<br />
Und nimmer ahnst du, wie sie tragen<br />
Ihr hold Geheimniß stumm und nett;<br />
Wie liebenswürdig, fast kokett<br />
Der stummen Blumen Herzen schlagen!<br />
<br />
O wärest du Cirkassierin,<br />
Du legest ihn so stumm nicht hin,<br />
Wenn du den Blumenbrief empfangen!<br />
<br />
Du sprächst mit glühend rothen Wangen:<br />
„Schon liebt der arme Junge mich!“<br />
Vielleicht noch seufzend: „Und ich dich!“ -<br />
<br />
 <br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Lebensreigen]]></title>
			<link>https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=31650</link>
			<pubDate>Sat, 30 May 2026 07:50:42 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-forum.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=31650</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Lebensreigen</span><br />
<br />
Du junge Schöne, tanze, tanze!<br />
Laß von dem Strom der Melodien<br />
Dich in ein Meer von Wonne zieh’n<br />
Mit unermeßlich duft’gem Glanze.<br />
<br />
Du trägst das Lebensbild, das ganze,<br />
Noch in dir: Unverstandnes Fliehn<br />
Und Nahn der Seele – Harmonie’n,<br />
Sich einigend zu einem Kranze!<br />
<br />
Das ganze Leben ist ein Reigen<br />
Mit seinem unbewußten Drange<br />
Umrauscht von Paukenschlag und Geigen.<br />
<br />
Und in dem einen Lebensklange,<br />
Bacchantisch fromm, vertönend schweigen<br />
Muß jeder Mißklang, schrill und bange!<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Lebensreigen</span><br />
<br />
Du junge Schöne, tanze, tanze!<br />
Laß von dem Strom der Melodien<br />
Dich in ein Meer von Wonne zieh’n<br />
Mit unermeßlich duft’gem Glanze.<br />
<br />
Du trägst das Lebensbild, das ganze,<br />
Noch in dir: Unverstandnes Fliehn<br />
Und Nahn der Seele – Harmonie’n,<br />
Sich einigend zu einem Kranze!<br />
<br />
Das ganze Leben ist ein Reigen<br />
Mit seinem unbewußten Drange<br />
Umrauscht von Paukenschlag und Geigen.<br />
<br />
Und in dem einen Lebensklange,<br />
Bacchantisch fromm, vertönend schweigen<br />
Muß jeder Mißklang, schrill und bange!<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Dein blaues Auge ...]]></title>
			<link>https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=31649</link>
			<pubDate>Thu, 28 May 2026 08:40:18 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-forum.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=31649</guid>
			<description><![CDATA[Dein blaues Auge blickt so rein;<br />
So unschuldsvoll die Rosenwangen,<br />
Noch wendet sie kein Gluthverlangen,<br />
Ganz Himmel noch und Sonnenschein!<br />
<br />
Du ruhst in deinem Kämmerlein<br />
Bei zauberhellem Mondesprangen –<br />
Ein Schatten möchte dich umfangen,<br />
Und Du? Du schlummerst selig ein.<br />
<br />
Noch kennst du sie nicht, die Dämonen,<br />
Die voller heißer Leidenschaft<br />
Auf dieser sünd’gen Erde wohnen.<br />
<br />
Dein Antlitz leuchtet engelhaft –<br />
Ach dürftest du im Himmel thronen,<br />
Wo nie der Unschuld Reiz erschlafft!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Dein blaues Auge blickt so rein;<br />
So unschuldsvoll die Rosenwangen,<br />
Noch wendet sie kein Gluthverlangen,<br />
Ganz Himmel noch und Sonnenschein!<br />
<br />
Du ruhst in deinem Kämmerlein<br />
Bei zauberhellem Mondesprangen –<br />
Ein Schatten möchte dich umfangen,<br />
Und Du? Du schlummerst selig ein.<br />
<br />
Noch kennst du sie nicht, die Dämonen,<br />
Die voller heißer Leidenschaft<br />
Auf dieser sünd’gen Erde wohnen.<br />
<br />
Dein Antlitz leuchtet engelhaft –<br />
Ach dürftest du im Himmel thronen,<br />
Wo nie der Unschuld Reiz erschlafft!]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Practische Philosophie]]></title>
			<link>https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=31648</link>
			<pubDate>Tue, 26 May 2026 08:57:31 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-forum.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=31648</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Practische Philosophie</span><br />
<br />
Auf eines dunklen Schicksals Walten bauen,<br />
Begnügen sich mit froh und schlechten Tagen<br />
Und täglich lernen, etwas zu entsagen,<br />
Sich lenken lassen von den schönen Frauen;<br />
<br />
Eins mit sich selber sein und sich vertrauen,<br />
Für herrliche Gedanken, die wir tragen<br />
Im Busen, Leib und Seele muthig wagen,<br />
Dem Tode lächelnd in das Antlitz schauen:<br />
<br />
Glückselig, wer durchlebet so ein Leben,<br />
Er hinterläßt der besten Schatz den Erben;<br />
Den Zukunftssöhnen: Ewig heit’res Streben!<br />
<br />
Mag jeder sich den goldnen Spruch erwerben:<br />
Wir haben Zeit, um thatenreich zu leben,<br />
Wir haben lange Zeit, bevor wir sterben!<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Practische Philosophie</span><br />
<br />
Auf eines dunklen Schicksals Walten bauen,<br />
Begnügen sich mit froh und schlechten Tagen<br />
Und täglich lernen, etwas zu entsagen,<br />
Sich lenken lassen von den schönen Frauen;<br />
<br />
Eins mit sich selber sein und sich vertrauen,<br />
Für herrliche Gedanken, die wir tragen<br />
Im Busen, Leib und Seele muthig wagen,<br />
Dem Tode lächelnd in das Antlitz schauen:<br />
<br />
Glückselig, wer durchlebet so ein Leben,<br />
Er hinterläßt der besten Schatz den Erben;<br />
Den Zukunftssöhnen: Ewig heit’res Streben!<br />
<br />
Mag jeder sich den goldnen Spruch erwerben:<br />
Wir haben Zeit, um thatenreich zu leben,<br />
Wir haben lange Zeit, bevor wir sterben!<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Gedankenbauten]]></title>
			<link>https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=31647</link>
			<pubDate>Fri, 22 May 2026 01:10:06 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-forum.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=31647</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Gedankenbauten</span><br />
<br />
Philosophie! An deinem Pallas bauen<br />
Nun schon Jahrtausende voll „heißer Mühn;“<br />
Dem Kölner Dom gleich seh’ ich dich erblühn,<br />
Darf ich, darf einer die Vollendung schauen?<br />
<br />
Vor dem Gedanken fühlt’ ich oftmals Grauen.<br />
Mocht’ auch der Denker hohe Stirn erglühn,<br />
Erhabene Gedanken ihr entsprühn,<br />
Der Schlußstein ruht noch in den – Himmelsauen!<br />
<br />
Platon, der Stagerit, Spinoza, Kant:<br />
Vier Namen: Eine Welt in einer Hand!<br />
Und keiner die Erlösungsformel fand? –<br />
<br />
Verzweifelnd knirschte nicht, o Menschengeist!<br />
Langfrau, gemach der Adler höher kreist,<br />
Und einen, einen Pfad er doch nur weis’t!<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Gedankenbauten</span><br />
<br />
Philosophie! An deinem Pallas bauen<br />
Nun schon Jahrtausende voll „heißer Mühn;“<br />
Dem Kölner Dom gleich seh’ ich dich erblühn,<br />
Darf ich, darf einer die Vollendung schauen?<br />
<br />
Vor dem Gedanken fühlt’ ich oftmals Grauen.<br />
Mocht’ auch der Denker hohe Stirn erglühn,<br />
Erhabene Gedanken ihr entsprühn,<br />
Der Schlußstein ruht noch in den – Himmelsauen!<br />
<br />
Platon, der Stagerit, Spinoza, Kant:<br />
Vier Namen: Eine Welt in einer Hand!<br />
Und keiner die Erlösungsformel fand? –<br />
<br />
Verzweifelnd knirschte nicht, o Menschengeist!<br />
Langfrau, gemach der Adler höher kreist,<br />
Und einen, einen Pfad er doch nur weis’t!<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Der Dichter]]></title>
			<link>https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=31645</link>
			<pubDate>Wed, 20 May 2026 00:43:40 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-forum.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=31645</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Der Dichter</span><br />
<br />
Ja zittern vor dem Sohne der Kamönen<br />
Mag mancher Herrscher und ihn feig verachten,<br />
Weil seine Lieder, die oft mehr als Schlachten,<br />
Dem Gott der Freiheit und der Zukunft tönen.<br />
<br />
Nie wird der Dichter eitlen Götzen frönen.<br />
Den Schatz, den seine Väter ihm vermachten,<br />
Bewacht er, wie die Väter ihn bewachten,<br />
Und seine Hoffnung werden Siege krönen.<br />
<br />
Ihr Herrscher, lächelt nicht des Sohn’s der Musen,<br />
Auch er kann lächeln, daß ihr bleich hinsinkt,<br />
Getroffen wie vom Blicke der Medusen!<br />
<br />
Kennt ihr das eine Lied, das ewig klingt?<br />
Tyrannen saugt’s das Blut aus gleich Empusen,<br />
Dem Dichter folgt, der euch den Loorbeer schlingt!<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Der Dichter</span><br />
<br />
Ja zittern vor dem Sohne der Kamönen<br />
Mag mancher Herrscher und ihn feig verachten,<br />
Weil seine Lieder, die oft mehr als Schlachten,<br />
Dem Gott der Freiheit und der Zukunft tönen.<br />
<br />
Nie wird der Dichter eitlen Götzen frönen.<br />
Den Schatz, den seine Väter ihm vermachten,<br />
Bewacht er, wie die Väter ihn bewachten,<br />
Und seine Hoffnung werden Siege krönen.<br />
<br />
Ihr Herrscher, lächelt nicht des Sohn’s der Musen,<br />
Auch er kann lächeln, daß ihr bleich hinsinkt,<br />
Getroffen wie vom Blicke der Medusen!<br />
<br />
Kennt ihr das eine Lied, das ewig klingt?<br />
Tyrannen saugt’s das Blut aus gleich Empusen,<br />
Dem Dichter folgt, der euch den Loorbeer schlingt!<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Der Stier]]></title>
			<link>https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=31646</link>
			<pubDate>Thu, 14 May 2026 07:49:05 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-forum.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=31646</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Der Stier</span><br />
<br />
Sieh wie der Stier in üppig starkem Muth<br />
Die grüne, klare Ebene durchjagt,<br />
Der Boden zittert, kaum zu athmen wagt –<br />
Und sieh wie jetzt er majestätsvoll ruht.<br />
<br />
Langsamer strömt in ihm das rothe Blut;<br />
Wie er die Hälmchen spielend nur benagt,<br />
Dann jauchzend brüllt, als ob sein Brüllen sagt:<br />
Zu ruhn der Fluren Herrscher jetzt geruht! –<br />
<br />
Oft träumt ein Dichter von dem Flügelroß,<br />
Mit dem er auf zum blauen Himmel fliegt;<br />
Doch seit der Himmel uns in Nichts zerfloß,<br />
<br />
Seit uns und unsern Traum die Erde wiegt:<br />
Da zieh’ ich vor dich, stampfender Genoß,<br />
Der voller Kraft und Ruh’ im Grase liegt.<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Der Stier</span><br />
<br />
Sieh wie der Stier in üppig starkem Muth<br />
Die grüne, klare Ebene durchjagt,<br />
Der Boden zittert, kaum zu athmen wagt –<br />
Und sieh wie jetzt er majestätsvoll ruht.<br />
<br />
Langsamer strömt in ihm das rothe Blut;<br />
Wie er die Hälmchen spielend nur benagt,<br />
Dann jauchzend brüllt, als ob sein Brüllen sagt:<br />
Zu ruhn der Fluren Herrscher jetzt geruht! –<br />
<br />
Oft träumt ein Dichter von dem Flügelroß,<br />
Mit dem er auf zum blauen Himmel fliegt;<br />
Doch seit der Himmel uns in Nichts zerfloß,<br />
<br />
Seit uns und unsern Traum die Erde wiegt:<br />
Da zieh’ ich vor dich, stampfender Genoß,<br />
Der voller Kraft und Ruh’ im Grase liegt.<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Dunkle Stunden]]></title>
			<link>https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=31644</link>
			<pubDate>Tue, 12 May 2026 09:02:13 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-forum.de/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-forum.de/showthread.php?tid=31644</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Dunkle Stunden<br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">An R. C.</span></span><br />
 <br />
<br />
“Was lohnt es sich, dies Leben auszuleben,<br />
Wo Lust und Leid sind hohle Seifenschäume,<br />
Drauf ewig schillern bunte Hoffnungsträume,<br />
Die wie ein kurzer Blitz so schnell entschweben?<br />
 <br />
Wofür, o Mensch, ist all dein rastlos Streben?<br />
Betrachte jene mürr’schen Fichtenbäume:<br />
Ob sie dir einst für hohe Weltenräume<br />
Wohl noch ein dumpf verschloß’nes Häuschen geben?“<br />
<br />
So fragt das Herz in seinen dunkeln Stunden,<br />
Wenn ihm ein Hoffnungsblüthchen welkte wieder,<br />
Wenn es sich wieder einmal selbst gefunden. –<br />
<br />
O Freund, der hohe Himmel drückt uns nieder:<br />
Wenn erst der letzte Himmelsstern entschwunden,<br />
Dann jauchzen wonneselig alle Lieder!<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Dunkle Stunden<br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">An R. C.</span></span><br />
 <br />
<br />
“Was lohnt es sich, dies Leben auszuleben,<br />
Wo Lust und Leid sind hohle Seifenschäume,<br />
Drauf ewig schillern bunte Hoffnungsträume,<br />
Die wie ein kurzer Blitz so schnell entschweben?<br />
 <br />
Wofür, o Mensch, ist all dein rastlos Streben?<br />
Betrachte jene mürr’schen Fichtenbäume:<br />
Ob sie dir einst für hohe Weltenräume<br />
Wohl noch ein dumpf verschloß’nes Häuschen geben?“<br />
<br />
So fragt das Herz in seinen dunkeln Stunden,<br />
Wenn ihm ein Hoffnungsblüthchen welkte wieder,<br />
Wenn es sich wieder einmal selbst gefunden. –<br />
<br />
O Freund, der hohe Himmel drückt uns nieder:<br />
Wenn erst der letzte Himmelsstern entschwunden,<br />
Dann jauchzen wonneselig alle Lieder!<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
	</channel>
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